Die Küchen Afrikas
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Nordafrika
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Die algerische Küche war in der Vergangenheit vielen unterschiedlichen
Einflüssen ausgesetzt, die alle ihre Spuren in der heutigen Küche
Algeriens hinterlassen haben. Von den einheimischen Berbern, über die
Phönizier, Römer, Araber, und den spanischen Mauren bis hin zu den
Türken und schließlich den Franzosen haben die verschiedenen Herrscher
und Handelpartner die algerische Küche beeinflusst und bereichert und
ihre Speisen, Gewürze und Zubereitungen hinterlassen.
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Südliches Afrika
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Angola war mit einigen kurzen Unterbrechungen fast 400 Jahre lang
portugiesische Kolonie. Die Portugiesen führten ihr Rechtssystem, ihre
Sprache und nicht zuletzt ihre Lebensmittel und ihre
Zubereitungsmethoden in Angola ein.
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Zentralafrika
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Die Küche Äquatorialguineas ist stark durch Einflüsse der portugiesischen , spanischen , aber auch arabischen Küche geprägt. Zutaten wie Erdnüsse, Yamswurzel, Okraschoten, Reis, und, bedingt durch die Küstenlage, Fisch und generell Meeresfrüchte sind Grundbestandteile der Küche Äquatorialguineas und zeigen die Verbindung zur afrikanischen Küche. Ebenso essentiell sind Gewürze wie Chili oder Bitterspinat und frisches Obst wie Bananen, Mango oder Ananas. Das wichtigste Grundnahrungsmittel stellt allerdings, wie in anderen afrikanischen Ländern auch, Kassava bzw. Maniok dar, der aufgrund seines hohen Stärke- und damit Energiegehalts die Basis der täglichen Ernährung bildet.
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Ostafrika
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Die äthiopische Küche, wie auch die Küche des Nachbarlandes Eritrea , mit dem Äthiopien eine lange gemeinsame Geschichte teilt, ist einzigartig und unterscheidet sich deutlich von den Küchen seiner afrikanischen Nachbarn. Diese einzigartige Stellung der äthiopischen Küche in Afrika liegt hauptsächlich an den geographischen Gegebenheiten des Landes. Weite Teile Äthiopiens liegen auf einem Hochplateau, auf dessen Gelände Transporte äußerst schwierig sind. Auch sind die Grenzen zu großen Teilen durch hohe Gebirge geschützt, so dass äußere Einflüsse in der Küche Äthiopiens kaum spürbar sind.
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Westafrika
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Die Küche des westafrikanischen Benin lässt sich grob in zwei
unterschiedliche Küchen unterteilen. In der südlichen Küche Benins ist
Mais das Grundnahrungsmittel. Aus Maismehl werden verschiedene Teige
hergestellt, die meistens in Erdnuss- oder Tomatensoße serviert wird.
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Südliches Afrika
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Die Küche Botsuanas ist zweigeteilt. In der Kalahari-Wüste und am
Okavango, wo es zu wenig Niederschläge gibt, um Landwirtschaft im
großen Stil zu betreiben, sind die Menschen hauptsächlich Jäger und
Sammler. Sie ernähren sich hauptsächlich von dem, was sie in der Wüste
finden und was sie erjagen können. Dazu kommen noch Fische aus dem
Okavango-Fluss.
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Westafrika
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Die Küche Burkina Fasos, dem ehemaligen Obervolta, ist eher einfach. Grundnahrungsmittel ist Tô,
ein Mais- oder Hirserbrei. Daneben gibt es Sorghum, Mais, Reis und
Gemüse wie Okraschoten, Auberginen, Maniok, Jamswurzel und
Süßkartoffeln und zahlreiche Wildgemüse und Wildpflanzen. Auch Fleisch
ist sehr beliebt, besonders Rind-, Lamm-, und Hühnerfleisch sowie
Perlhühner und Fleisch von verschiedenen Tieren der Savanne.
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Ostafrika
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Das Grundnahrungsmittel Burundis bilden Bohnen, insbesondere rote
Kidneybohnen. Auch Reis hat sich in den letzten Jahren zu einem
Grundnahrungsmittel entwickelt. Zu Bohnen und Reis werden Kochbananen,
Süßkartoffeln, Erbsen, Mais, Sorghum und Maniok serviert. Nur wenige
Familien können sich im armen Burundi ein paar Ziegen, Schafe oder
Rinder halten und da diese als Zeichen des Wohlstandes gelten, werden
sie selten um ihres Fleisches willen geschlachtet. Daher spielt Fleisch
eine eher untergeordnete Rolle in Burundi. Fisch aus dem Tanganikasee
zählt zu den wichtigsten Eiweißquellen der chronisch unter- und
fehlernährten Bevölkerung Burundis.
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Westafrika
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Die Küche der Elfenbeinküste unterschiedet sich nicht sehr von der
Küche ihrer westafrikanischer Nachbarn. Wie diese ist auch die
ivorische Küche hauptsächlich von Getreide und Wurzelknollen geprägt.
Dazu kommt Geflügel, seltener Schweine- oder Rindfleisch. Fisch und
Meeresfrüchte bietet der Golf von Guinea. Das Klima der Elfenbeinküste
ist subtropisch, daher gibt es zahlreiche Gemüse und Früchte wie
Mangos, Mandarinen, Granatapfel, Passionsfrüchte und Kokosnüsse.
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Westafrika
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Die Inselgruppe vor der Westküste Afrikas wurde erst nach ihrer
Entdeckung durch die Portugiesen in der Mitte des 15. Jahrhunderts
besiedelt. In den nächsten Jahrhunderten wurden die kapverdischen
Inseln von den Portugiesen als Nahrungsmitteldepot und Handelsdepot
verwendet. Die afrikanischen Sklaven, die die Portugiesen auf die
Inseln verschleppten, brachten ihre Rezepte und Gerichte mit. Später
vermischten sich afrikanische und portugiesische Bevölkerung und
bildeten eine kreolische Kultur und eine Küche, die sich aus
afrikanischen und portugiesischen Elementen zusammensetzt. Heute sind
nur 9 der 15 kapverdischen Inseln bewohnt.
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Südliches Afrika
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Die Küche der Komoren, einer Inselgruppe im indischen Ozean zwischen
Madagaskar und Afrika, ist beeinflußt von der französischen und der
ostafrikanischen Küche . Auch einige Einflüsse der indischen Küche
lassen sich erkennen.
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Südliches Afrika
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Die Küche der Seychellen gilt als die beste Küche der Inseln im
Indischen Ozean. In der typisch kreolischen Küche der Seychellen lassen
sich Elemente und Einflüsse aus Frankreich , England , aus Afrika und aus
Indien erkennen. Diese Einflüsse gemischt mit zahlreichen exotischen
Zutaten und allerhand einheimischen Gewürzen machen die Küche der
Seycheellen zu einem sehr aufregenden, abwechslungreichen und
schmackhaften Erlebnis.
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Westafrika
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Die Küche des Nigers gehört zur traditionellen Sahelküche. Sie ist der
Küche ihrer Nachbarn Libyen , Nigeria , Tschad und Algerien sehr
verwandt. Durch die lange Kolonialzeit sind auch deutliche Einflüsse
europäischer Küchen wie der portugiesischen , der englischen und vor
allem der französischen Küche erkennbar. Die Küche des Nigers ist
einfach und eher ländlich. Die meisten Rezepte werden mündlich von
Generation zu Generation überliefert. Aus diesem Grund gibt es auch
kaum schriftliche Rezepte aus der nigrischen Küche.
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Westafrika
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Die Küche des Senegals hat einige Gemeinsamkeiten mit anderen
westafrikanischen Küchen, zeigt aber auch reichlich Besonderheiten und
landestypische Gerichte. Die senegalesische Küche gilt als die
westafrikanische Küche, die sich am weitesten ausländischen Einflüssen
geöffnet hat. So findet man asiatische , libanesische und insbesondere
französische Einflüsse in der heutigen Küche des Senegals.
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