Pommersche Bohnensuppe

Pommersche Bohnensuppe

Eine Suppe für kalte Tage

Die pommersche Bohnensuppe ist für mich so ein Gericht, das sofort innere Bilder auslöst. Wind, grauer Himmel, ein gedeckter Tisch und ein Topf, der langsam vor sich hin dampft. Ich bin ihr das erste Mal beim Lesen eines Berichts über die Küche Mecklenburg-Vorpommerns begegnet. Es ging um alte Wintergerichte, um das Kochen mit dem, was da war, und um Suppen, die mehr Mahlzeit als Vorspeise sind.


Vom Wert des Ganzen

Was mich an dieser Suppe sofort angesprochen hat, war das Gänseklein. Heute landet das ja selten im Einkaufskorb, dabei erzählt es viel über frühere Essgewohnheiten. Wenn eine Gans geschlachtet wurde, wurde alles verwendet. Die Suppe war kein Nebenprodukt, sondern ein fester Bestandteil der Küche. Dieses Denken gefällt mir sehr, gerade weil es so wenig mit Trendküche zu tun hat.

Zeit, die man einplant

Die Bohnensuppe beginnt schon am Abend vorher. Bohnen einweichen, ein Schritt, den man heute gern vergisst. Am nächsten Tag zieht dann erst die Brühe ihre Kraft aus dem Gänseklein und dem Suppengrün. Währenddessen passiert nicht viel, und genau das macht den Reiz aus. Die Küche riecht langsam nach Majoran, Lorbeer und Pfeffer, und man merkt, dass hier nichts beschleunigt werden kann.

Cremig und trotzdem bodenständig

Dass ein Teil der Bohnen passiert wird, macht die Suppe wunderbar sämig, ohne sie schwer wirken zu lassen. Die ganzen Bohnen sorgen für Biss, das Gänsefleisch für Tiefe. Ich mag diese Mischung aus cremig und rustikal sehr. Abschmecken mit Kräutern nach Gefühl, vielleicht etwas mehr Majoran, vielleicht ein Hauch Petersilie – da gibt es kein richtig oder falsch.

Ein Teller, der wärmt

Bei uns kommt die pommersche Bohnensuppe meist an Tagen auf den Tisch, an denen draußen nichts einlädt. Sie macht satt, wärmt und braucht keine große Begleitung. Ein Stück Brot reicht völlig. Und während man löffelt, versteht man plötzlich sehr gut, warum solche Suppen Generationen begleitet haben. Sie sind leise, unspektakulär und genau deshalb so gut.

Pommersche Bohnensuppe

Pommersche Bohnensuppe

Portionen 4 Portionen

Zutaten
  

  • 350 g weiße Bohnen
  • 500 g Gänseklein
  • 1 Bund Suppengrün
  • Salz 1 Zwiebel, 1 Lorbeerblatt
  • 4 Pfefferkörner
  • Majoran
  • Kräuter nach Wahl 

Uns so wird's gemacht:
 

  • Bohnen über Nacht einweichen.
  • Gänseklein mit dem Suppengrün, Salz, der halbierten Zwiebel und den Gewürzen in 1 Liter Wasser weichkochen. Fleisch herausnehmen und die Brühe durch ein Sieb schütten.
  • Bohnen mit dem Einweichwasser in die Brühe geben und darin garen. Die Hälfte der Bohnen durch ein Sieb fein passieren. Ganze und passierte Bohnen mit der Brühe in einem Topf vermischen
  • Gänsefleisch vom Knochen lösen und in mundgerechte Stücke schneiden. In die Suppe geben und alles noch einmal aufkochen lassen. Mit den Kräutern abschmecken. 

Bitte beachten Sie: Angezeigte Bilder und/oder Videos der Gerichte sind KI-generiert und können vom Aussehen des tatsächlich gekochten Gerichts abweichen.