Die Küchen der Welt entdecken
Piti-Suppe
Trockenpflaumen in einer Fleischsuppe haben mich erst kurz stutzig gemacht. Ich kenne sie eher aus dem Müsli oder als Snack aus der Tüte. In der Piti-Suppe aus Aserbaidschan geben sie aber keine Dessert-Süße ab, sondern eine dunkle, leicht fruchtige Note. Mit Hammelfleisch, Kichererbsen und Safran Mehr lesen!
Fisch-Curry
Bei einem Fisch-Curry aus Malaysia darf es in der Küche ruhig ein bisschen nach Urlaub riechen, auch wenn draußen bloß der Nachbar seine Hecke schneidet. Die würzige, leicht säuerliche Richtung gefällt mir besonders gut, weil der Fisch dabei nicht unter einer schweren Soße verschwindet. Dazu Mehr lesen!
Florida Ambrosia
Bei Florida Ambrosia steht erst einmal eine große Schüssel mit glänzenden Zitrusfrüchten auf dem Tisch, und schon sieht die Küche ein wenig freundlicher aus. Gerade an grauen Tagen im Süden, wenn draußen vielleicht Nieselregen statt Palmenwetter angesagt ist, hole ich mir so ein bisschen Sonne Mehr lesen!
Aplets (Apfelbonbons)
Apfelbonbons hatte ich lange eher in der Kategorie „klingt nett, klebt bestimmt überall“ abgespeichert. Bei Aplets stimmt der erste Teil zum Glück: Sie sind wirklich nett – nur viel weniger Bonbonladen und viel mehr kleine, weiche Apfel-Walnuss-Würfel mit einer leicht blumigen Note. Der Puderzucker gehört Mehr lesen!
Salat aus Papaya und Zitrusfrüchten
Bei diesem Salat entscheidet das Schneiden mehr als das Kochen. Papaya, Grapefruit und Chicorée sollen sauber auf dem Teller liegen und ihre eigene Struktur behalten. Das Dressing kommt kalt dazu, mit Orangenschale und Mohn. Mehr braucht es nicht.
Pàrdulas (Käsetörtchen)
Safran im süßen Gebäck hat für mich etwas angenehm Eigenwilliges: Er färbt nicht nur, er macht den Geschmack auch ein wenig herber und klarer. Bei diesen sardischen Käsetörtchen trifft er auf Zitrone und eine weiche Frischkäsefüllung – eine Kombination, die erst zurückhaltend wirkt und dann Mehr lesen!
Birnen-Rotkohl
Bei einem großen Topf Rotkohl merkt man schnell, warum dieses Gemüse eher für eine ganze Tischrunde als für zwei Portionen gedacht ist. Erst wirkt die Menge gewaltig, dann fällt der Kohl langsam zusammen, nimmt Farbe und Duft von Essig, Wacholder und Birnen an – und Mehr lesen!
Kochkäse aus Obernau
Handkäse hat ja einen Ruf: kräftig im Geruch, eigen im Geschmack und nichts für Leute, die beim Essen auf Nummer sicher gehen wollen. Als Kochkäse wird er aber deutlich runder. Die Butter, Milch und saure Sahne nehmen ihm die Spitze, ohne dass er seinen typischen Charakter verliert. Mit warmem Bauernbrot ist das für mich weniger ein feiner Aufstrich als eine ordentliche Brotzeit.
Kalbsleber Berliner Art
Bei Kalbsleber Berliner Art entscheidet keine komplizierte Technik über den Teller, sondern vor allem der richtige Moment. Die Leber soll innen noch leicht rosa bleiben, die Zwiebeln dürfen süßlich und weich sein, und die Äpfel brauchen gerade genug Hitze, damit sie nicht zu Mus werden. Mehr lesen!
Schtschi sutotschnije (24-Stunden-Schtschi, Sauerkrautsuppe)
Bei dieser Suppe ist Geduld keine dekorative Zutat, sondern Teil des Geschmacks. Frisch gekocht wirkt Schtschi kräftig und ziemlich direkt: Rauch, Sauerkraut, Brühe. Nach einer Nacht im Kühlschrank ordnet sich das alles neu. Die Säure wird runder, das Fleisch würziger, und die Brühe bekommt diese Mehr lesen!
Kartoffelsalat Lausitzer Art
Bei diesem Kartoffelsalat ist die Schüssel schnell voller Farben: blasse Kartoffelwürfel, rote Tomaten, grüne Kräuter, Paprika, Apfel. Er wirkt erst etwas ungewohnt, weil neben den klassischen Zutaten auch Obst und viel Rohkost mitmischt. Nach einer Weile im Kühlschrank sortiert sich das aber erstaunlich gut. Die säuerliche, cremige Soße hält alles zusammen, ohne den Salat schwer zu machen.
Atholl Brose (Whisky-Sahne-Punsch)
Bei Atholl Brose merkt man schnell: Die Schotten machen aus ein paar einfachen Sachen keinen Firlefanz, aber sie meinen es ernst. Der Punsch sieht zunächst freundlich und cremig aus, hat mit dem Malt Whisky aber ordentlich Rückgrat. Für einen langen, kalten Abend ist das eher Mehr lesen!
Maisbrot
Beim Kneten sah der Teig erst ziemlich unspektakulär aus. Dann kam dieses warme, leicht süßliche Maismehl-Aroma dazu, und ich war doch neugierig. Maisbrot aus Namibia hatte ich vorher noch nie gebacken. Gerade deshalb fand ich es spannend: kein kompliziertes Brot mit Sauerteig und zig Ruhephasen, Mehr lesen!
Falafel (Pikante Kichererbsenbällchen)
Bei Falafel entscheidet sich alles an diesem einen Moment: Die Bällchen gleiten ins heiße Öl, es zischt kurz kräftig, und nach wenigen Minuten liegt dieser würzige Duft von Kreuzkümmel, Knoblauch und gerösteten Kichererbsen in der Küche. Dann ist auch der Nachwuchs plötzlich erstaunlich schnell am Tisch.
Daube provençale
Ein Schmorgericht darf sich Zeit nehmen. Die Daube provençale tut das ohne jede Hast: Rotwein, Wurzelgemüse, Kräuter und Rindfleisch verbringen erst eine Nacht miteinander und werden am nächsten Tag zu etwas, das nach spätem Abendessen, schwerem Topf und sehr gutem Brot verlangt.
Falafel
Bei Falafel entscheidet nicht die Gewürzmischung zuerst, sondern die Kichererbse. Sie muss über Nacht einweichen, bleibt aber ungekocht. Mit vorgekochten Kichererbsen aus der Dose wird die Masse weich und die Bällchen fallen im Öl leicht auseinander. Das ist ein häufiger Fehler und lässt sich einfach Mehr lesen!
Rougail Boucané (Geräucherte, geschmorte Schweinebrustspitze)
Der Duft von Rauchfleisch in einer Tomaten-Kurkuma-Soße ist ziemlich schwer zu ignorieren. Schon beim Anbraten war die ganze WG-Küche plötzlich sehr interessant für alle, die eigentlich nur schnell Wasser holen wollten. Rougail boucané kommt von La Réunion und ist für mich so ein Gericht, das erst rustikal aussieht und dann viel mehr Tiefe hat, als ich erwartet hatte.
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Franzbrötchen
Franzbrötchen erkennt man schon am Duft: warmer Hefeteig, geschmolzene Butter und Zimt ziehen durch die Küche, noch bevor das Blech ganz aus dem Ofen ist. In Hamburg gehören sie zum Bäckeralltag wie andernorts das einfache Brötchen, aber frisch gebacken haben sie noch einmal eine ganz Mehr lesen!
Schmandkuchen
Bei diesem Schmandkuchen passiert der entscheidende Moment erst nach den ersten zwanzig Minuten im Ofen: Der Hefeboden ist schon goldgelb, die Rosinen sitzen weich im Teig, und dann kommt noch eine zweite, sahnige Schmandschicht darauf. Das klingt zunächst etwas umständlich, macht den Kuchen aber gerade Mehr lesen!























