Meckelbörger Boddermelksupp (Mecklenburger Buttermilchsuppe)

Meckelbörger Boddermelksupp (Mecklenburger Buttermilchsuppe)

Ein Löffel Norden im Kopf

Die Meckelbörger Boddermelksupp habe ich zum ersten Mal nicht gegessen, sondern gesehen. In einer späten Fernsehdokumentation über alte norddeutsche Alltagsküche. Es war einer dieser Abende, an denen ich eigentlich nur nebenbei schauen wollte, während noch eine Maschine Wäsche lief. Und dann blieb ich hängen. An einer einfachen, hellen Suppe, die mehr nach Erinnerung aussah als nach Dessert.


Alte Küche, leise erzählt

In der Sendung ging es um Gerichte, die früher selbstverständlich waren. Keine Sonntagsbraten, keine Festtage, sondern Essen für jeden Tag. Die Buttermilchsuppe wurde dort fast beiläufig erwähnt. Als etwas, das Kinder mochten und Erwachsene nicht groß hinterfragten. Genau diese Selbstverständlichkeit hat mich angesprochen. Ich musste schmunzeln, weil ich merkte, wie fremd uns solche Gerichte heute geworden sind.

Zwischen Neugier und Skepsis

Als ich die Suppe später selbst gekocht habe, war ich ehrlich gesagt unsicher. Buttermilch aufkochen, Mehl, Eigelb, dazu Süße und Johannisbeerkonfitüre – das klang nach einer Mischung, die man entweder liebt oder gar nicht versteht. In meiner Küche in Oberbayern ist so etwas jedenfalls kein Standard. Während der Topf auf dem Herd stand, kam Thomas rein, schaute kurz hinein und meinte nur: „Das riecht… interessant.“

Kindheit auf dem Tisch

Serviert habe ich die Suppe mit Zwieback, so wie im Rezept. Jonas war sofort dabei, Lena skeptisch. Nach dem ersten Löffel war klar: Das ist ein Gericht, das Erinnerungen weckt, auch wenn man sie gar nicht selbst erlebt hat. Mild, leicht säuerlich, süß, aber nicht aufdringlich. Irgendwie tröstlich. Ich hatte plötzlich Bilder von einfachen Küchen, von großen Töpfen auf dem Herd und von Essen, das wärmt, ohne schwer zu sein.

Warum solche Rezepte bleiben sollten

Die Meckelbörger Boddermelksupp ist kein Gericht, mit dem man Eindruck schinden will. Sie ist leise, fast unscheinbar. Aber genau deshalb erzählt sie viel über eine Region und ihre Menschen. Für mich ist sie ein gutes Beispiel dafür, warum ich alte Rezepte so spannend finde. Sie zeigen, wie kreativ man mit wenigen Zutaten sein kann – und wie nah Essen und Alltag früher miteinander verbunden waren.

Meckelbörger Boddermelksupp

Meckelbörger Boddermelksupp (Mecklenburger Buttermilchsuppe)

Portionen 4 Portionen

Zutaten
  

  • 1/1/4 l Buttermilch
  • 3 Eßlöffel Mehl
  • Salz
  • 2 Eigelb
  • 5 Eßlöffel
  • 1 Packung Vanillezucker
  • 4 Eßlöffel Schwarze

Und so wird's gemacht:
 

  • 1 Liter Buttermilch mit einer Prise Salz aufkochen. Das Mehl in der restlichen Buttermilch anrühren und in die kochende Buttermilch einrühren. 5 Minuten unter stetigem Umrühren köcheln lassen. Vom Feuer nehmen und abkühlen lassen.
  • Eigelb, Puderzucker und Vanillezucker schäumig rühren und in die abgekühlte Buttermilch rühren. Schwarze Johannisbeerkonfitüre ebenfalls einrühren.
  • Heiß oder kalt mit Ziweback servieren.

Bitte beachten Sie: Angezeigte Bilder und/oder Videos der Gerichte sind KI-generiert und können vom Aussehen des tatsächlich gekochten Gerichts abweichen.