Pfefferpotthast

Inhalt
Ein Stück Zuhause auf dem Teller
Pfefferpotthast ist für mich untrennbar mit meiner Herkunft verbunden. Auch wenn ich seit über zwanzig Jahren in Bayern lebe, reicht manchmal ein bestimmter Geruch, und ich bin sofort wieder im Ruhrgebiet. Zwiebeln, die langsam im Topf weich werden, Rindfleisch, das Zeit bekommt, und dieser warme, würzige Duft – das ist Kindheit, Sonntag und Heimat in einem.
Westfälische Geduld
Pfefferpotthast ist kein Gericht für Eile. Schon die Menge an Zwiebeln macht klar, dass hier nichts nebenbei passiert. Sie verschwinden später fast vollständig in der Soße, geben Süße und Tiefe, ohne sich in den Vordergrund zu drängen. Früher stand der Topf bei uns stundenlang auf dem Herd, leise vor sich hin köchelnd, während draußen das typische graue Wetter hing.
Einfach, aber nicht banal
Was ich an diesem Gericht besonders schätze, ist seine Klarheit. Es braucht keine exotischen Gewürze und keine komplizierten Schritte. Pfeffer, Lorbeer, Nelke – das reicht völlig. Die Gewürzgurken am Ende wirken auf den ersten Blick ungewöhnlich, bringen aber genau die Säure, die das Gericht braucht. Zusammen mit etwas Zitronensaft entsteht eine Soße, die kräftig ist, aber nicht schwer.
Zwischen Erinnerung und Alltag
Wenn ich Pfefferpotthast heute koche, ist das immer auch ein kleiner Ausflug in die Vergangenheit. Lena und Jonas schauen dann manchmal skeptisch in den Topf, weil alles eher braun als bunt ist. Aber spätestens beim Essen wird es ruhig am Tisch. Das Fleisch ist zart, die Soße rund, und mit Salzkartoffeln braucht es nicht mehr.
Ein Gericht, das bleibt
Pfefferpotthast ist kein Essen, das beeindrucken will. Es will satt machen, wärmen und ein gutes Gefühl hinterlassen. Vielleicht ist es genau deshalb bis heute geblieben. Für mich ist es eines dieser Rezepte, das man nicht neu erfinden muss. Man muss ihm nur Zeit geben – und ein bisschen Pfeffer.
Pfefferpotthast
Zutaten
- 750 g Zwiebeln
- 750 g mageres Rindfleisch
- 30 g Schweineschmalz
- Salz Pfeffer
- 2 Gläser à 400 ml Rinderfond
- 3 Gewürznelken
- 2 Lorbeerblätter
- 5 Pfefferkörner
- 4 Gewürzgurken
- 2 Eßl. Paniermehl
- 1/2 Eßl. Zitronensaft
- Rote Bete und
- Petersilie zum Garnieren
Uns so wird's gemacht:
- Zwiebeln schälen und fein würfeln, Fleisch in Würfel schneiden.
- Schmalz in einem Schmortopf erhitzen und Zwiebeln und Fleisch darin anbraten. Mit Salz und Pfeffer würzen und Rinderfond, Nelken, Lorbeerblätter und Pfefferkörner zugebn. Ca. 1,5 Stunden bei mittlerer Hitze schmoren lassen.
- In der Zwischenzeit die Gurken längs halbieren. 2 Hälften zum Garnieren beiseite stellen, den Rest fein würfeln.
- Wenn das Fleisch gar ist, die Gewürzgurkenwürfel zugeben. Flüssigkeit mit Paniermehl binden. Mit Salz, Pfeffer, Zucker und Zitronensaft abschmecken.
- Mit restlicher Gewürzgurke, Roter Bete und Petersilie garniert anrichten.
- Mit Salzkartoffen servieren.
Bitte beachten Sie: Angezeigte Bilder und/oder Videos der Gerichte sind KI-generiert und können vom Aussehen des tatsächlich gekochten Gerichts abweichen.
