Köttbullar (Schwedische Fleischbällchen)

Inhalt
Ein Klassiker, der überall zuhause ist
Köttbullar habe ich zum ersten Mal nicht in Schweden gegessen, sondern lange bevor wir überhaupt dorthin gereist sind. Sie standen irgendwann ganz selbstverständlich auf unserem Tisch, als die Kinder noch kleiner waren und es Gerichte brauchte, die verlässlich funktionieren. Erst später, auf einer Reise nach Schweden, habe ich gemerkt, wie tief diese kleinen Fleischbällchen dort im Alltag verankert sind. Sie sind kein Touristengericht, sondern Teil ganz normaler Hausmannskost.
Schlicht, aber sehr genau
Was Köttbullar ausmacht, ist nicht Raffinesse, sondern Genauigkeit. Wenige Zutaten, dafür sauber verarbeitet. Das eingeweichte Brötchen sorgt für Saftigkeit, die Zwiebel für eine leichte Süße, Piment für diese typische, warme Würze, die man sofort wiedererkennt. Es ist erstaunlich, wie viel Geschmack aus so einer kurzen Zutatenliste entstehen kann, wenn alles stimmt.
Erinnerungen an schwedische Küchen
In Schweden haben wir Köttbullar in ganz unterschiedlichen Situationen gegessen. In einfachen Restaurants, in Kantinen, einmal sogar bei einer Familie, bei der wir eingeladen waren. Immer waren sie ein bisschen anders, mal kleiner, mal etwas kräftiger gewürzt, aber nie weit weg vom Grundprinzip. Dazu fast immer Kartoffelpüree und etwas Süßes, meist Preiselbeeren. Diese Kombination wirkt erst ungewöhnlich, ergibt aber sofort Sinn.
Zu Hause ein verlässliches Gericht
Bei uns sind Köttbullar ein typisches Alltagsessen geworden. Eines, das ich koche, wenn ich weiß, dass alle am Tisch zufrieden sein sollen. Thomas mag sie klassisch, mit Püree. Die Kinder essen sie auch gern kalt am nächsten Tag, was bei Fleischgerichten nicht selbstverständlich ist. Ich schätze vor allem, dass sie sich gut vorbereiten lassen und kein großes Drama machen.
Warum sie geblieben sind
Köttbullar sind kein Gericht, das Eindruck schinden will. Sie sind bodenständig, leise und sehr verlässlich. Vielleicht ist genau das ihr Erfolgsgeheimnis. Für mich stehen sie für eine Küche, die nicht überraschen muss, sondern einfach da ist. Und manchmal ist genau das das Beste, was man kochen kann.
Köttbullar (Schwedische Fleischbällchen)
Zutaten
- 1 Brötchen
- 1 kl. rote Zwiebel
- 450 g Rinderhack
- 1 TL Salz
- 1 TL gem. Piment
- 4 Eigelb
- 4-5 EL Bratfett
Uns so wird's gemacht:
- Brötchen in lauwarmem Wasser einweichen. Zwiebel ganz fein würfeln oder reiben. Hackfleisch, gut ausgedrücktes Brötchen, Zwiebel, Salz, Piment und Eigelb mit dem Handrührgerät zu einem glatten Fleischteig verarbeiten. Mit nassen Händen Bällchen von ca. 2,5 cm Durchmesser formen.
- Bratfett in einer Pfanne erhitzen, die Fleischbällchen auf mittlerer Hitze portionsweise rundum braun braten. Dazu schmecken Kartoffelpüree und Preiselbeerkompott.
Bitte beachten Sie: Angezeigte Bilder und/oder Videos der Gerichte sind KI-generiert und können vom Aussehen des tatsächlich gekochten Gerichts abweichen.
