Bul Go Gi (Gegrilltes Rindfleisch)
Inhalt
Ein Grillgericht aus einer Fernsehküche
Bul Go Gi habe ich zum ersten Mal nicht selbst gekocht, sondern im Fernsehen gesehen. Es war eine Reportage über Alltagsgerichte in Südkorea, gedreht in kleinen Wohnungen, mit engen Küchen und viel Dampf in der Luft. Eine Familie bereitete dieses Rindfleisch ganz selbstverständlich zu, nichts wirkte besonders inszeniert. Es ging schnell, alle halfen mit, und am Ende saßen sie zusammen am Tisch. Dieses Bild ist mir im Kopf geblieben.
Süß, salzig und sehr ausgewogen
Was Bul Go Gi für mich so interessant macht, ist die Balance. Zucker, Sojasauce, Knoblauch, Sesamöl – alles Zutaten, die man kennt, aber hier in einer Kombination, die überraschend rund wirkt. Das Fleisch wird hauchdünn geschnitten und dadurch extrem zart. Beim Braten karamellisiert die Marinade leicht, ohne schwer zu werden. Dazu Lauch und Champignons, die den Geschmack aufnehmen, aber nicht dominieren.
Koreanische Küche für den Alltag
Bul Go Gi ist kein aufwendiges Festessen. Genau das wurde in der Reportage deutlich. Es ist ein Gericht für den normalen Tag, für Abende, an denen man gemeinsam isst und redet. Oft wird es mitten auf dem Tisch gebraten oder aus einer großen Pfanne serviert. Jeder nimmt sich, es gibt Reis dazu, manchmal nur ein paar einfache Beilagen. Diese Selbstverständlichkeit gefällt mir sehr.
Zum ersten Mal selbst gemacht
Als ich Bul Go Gi zum ersten Mal gekocht habe, war ich überrascht, wie unkompliziert es ist. Die Vorbereitung braucht etwas Zeit, vor allem wegen der Marinade, aber das eigentliche Braten geht schnell. Thomas mochte die leichte Süße sofort, die Kinder ebenfalls, was bei Fleischgerichten nicht immer selbstverständlich ist. Besonders Jonas fand es spannend, dass das Fleisch so dünn geschnitten ist und trotzdem saftig bleibt.
Warum es regelmäßig auf den Tisch kommt
Bul Go Gi ist für mich ein ideales Gericht für Tage, an denen man etwas Herzhaftes möchte, ohne lange in der Küche zu stehen. Es lässt sich gut vorbereiten, schmeckt vielen und fühlt sich trotzdem ein bisschen besonders an. Vielleicht, weil es eine andere Art von Grillgericht ist. Weniger rustikal, dafür ausgewogen und warm. Und jedes Mal denke ich wieder an diese Fernsehküche, in der niemand darüber gesprochen hat, wie besonders dieses Essen ist. Es war einfach da.
Bul Go Gi (Gegrilltes Rindfleisch)
Zutaten
- 500 g Rindfleisch aus der Keule
- 3 Tl Zucker
- 4 Knoblauchzehen
- 4 El Sojasauce
- 10 g Sesam Geröstet
- 5 El Sesamöl
- 250 g Porree
- 250 g Champignons
- Salz
- Pfeffer aus der Mühle
Und so wird's gemacht:
- Das Fleisch möglichst vom Metzger mit der Maschine in dünne Scheiben schneiden lassen. Die Scheiben dann vierteln. Das Fleisch mit dem Zucker bestreuen und zugedeckt 30 Minuten ziehen lassen.
- Inzwischen Knoblauch pellen, durchpressen und mit der Sojasauce, den gerösteten Sesamkörnern und 3 EL Sesamöl verrühren. Die Sauce über das Fleisch geben und gut mischen.
- Porree putzen, waschen und schräg in Scheiben schneiden. Champignons putzen, kurz unter fließendem Wasser waschen und in Scheiben schneiden.
- Zum Braten eine Bul-Go-Gi Pfanne, ersatzweise eine Grillpfanne, mit dem restlichen Öl bepinseln und das Fleisch portionsweise mit den Champignons und dem Porree 3-4 Minuten braten. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Bitte beachten Sie: Angezeigte Bilder und/oder Videos der Gerichte sind KI-generiert und können vom Aussehen des tatsächlich gekochten Gerichts abweichen.
