Couracka (Tschechische Sauerkrautsuppe)

Es gibt Suppen, die wärmen nicht nur den Körper, sondern auch den Kopf. Couračka gehört für mich ganz klar dazu. Sie ist säuerlich, cremig, bodenständig und dabei erstaunlich fein. Ich koche sie besonders gern an Tagen, an denen draußen alles grau ist und man nach der Arbeit etwas braucht, das satt macht, ohne schwer zu sein. Sauerkraut als Suppenzutat wirkt auf den ersten Blick rustikal, fast schlicht – doch genau daraus entsteht der besondere Charakter dieser tschechischen Spezialität.
uračka ist eine traditionelle Sauerkrautsuppe aus der Tschechischen Republik und vor allem in ländlichen Regionen Böhmens und Mährens verbreitet. Sie gehört zu einer ganzen Familie mitteleuropäischer Krautsuppen, die sich je nach Region in Zusammensetzung und Bindung unterscheiden. Während manche Varianten mit Fleisch oder Wurst zubereitet werden, ist diese Version bewusst einfach gehalten. Milchprodukte, Kartoffeln und Sauerkraut bilden die Grundlage und spiegeln eine Küche wider, die über Generationen hinweg von Verfügbarkeit und Saisonalität geprägt war.
Im Mittelpunkt steht eindeutig das Sauerkraut. In der tschechischen Küche ist es weit mehr als eine Beilage. Es gilt als wichtiges Grundnahrungsmittel, das vor allem in den Wintermonaten unverzichtbar war. Durch das Fermentieren blieb Weißkohl lange haltbar und lieferte wertvolle Vitamine zu einer Zeit, in der frisches Gemüse kaum verfügbar war. Der typische säuerliche Geschmack prägt viele klassische Gerichte und verleiht auch der Couračka ihre unverwechselbare Note.
Die Kombination mit Sauermilch und saurer Sahne ist ebenfalls kein Zufall. Milchprodukte spielen in der tschechischen Alltagsküche traditionell eine große Rolle, besonders in einfachen Suppen und Soßen. Sie mildern die Säure des Krauts ab, ohne sie zu verdecken, und sorgen für eine angenehme Cremigkeit. Die Mehlschwitze bindet die Suppe leicht, sodass sie weder dünn noch schwer wirkt. Kartoffeln machen sie sättigend und verleihen ihr Substanz.
Butter kommt ganz zum Schluss und rundet das Ganze ab. Sie bringt eine feine, fast süßliche Note ein, die einen schönen Kontrast zur Säure bildet. Weißer Pfeffer sorgt für Würze, ohne den Geschmack des Sauerkrauts zu überdecken.
Für mich ist Couračka ein wunderbares Beispiel für die tschechische Alltagsküche: unkompliziert, nahrhaft und tief in der regionalen Esskultur verwurzelt. Eine Suppe, die zeigt, wie aus wenigen Zutaten etwas entsteht, das lange in Erinnerung bleibt.
Couracka (Tschechische Sauerkrautsuppe)
Zutaten
- 1/4 l Saure Sahne
- 1/2 l Sauermilch
- 250 g Sauerkraut
- 30 g Butter
- 20 g Mehl
- 250 g Kartoffeln
- Salz weißer Pfeffer
Uns so wird's gemacht:
- Sauerkraut "kurz" schneiden und in ½ Liter Salzwasser 30 Minuten kochen. Geschälte und gewürfelte Kartoffeln 10 Minuten vorkochen und dann zugeben. Sahne und Milch mit Mehl verrühren und über das Kraut giessen. Unter ständigem Rühren aufkochen. Die fertige Suppe mit der Butter verfeinern und mit Pfeffer abschmecken.
Bitte beachten Sie: Angezeigte Bilder und/oder Videos der Gerichte sind KI-generiert und können vom Aussehen des tatsächlich gekochten Gerichts abweichen.
