Honeycomb

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Knacken, kleben, glücklich sein
Honeycomb ist eine dieser Süßigkeiten, bei denen schon das Geräusch beim Abbeißen Teil des Vergnügens ist. Dieses laute Knacken, gefolgt von dem Moment, in dem sich der Zucker im Mund auflöst. Ich habe Honeycomb zum ersten Mal bewusst in Großbritannien wahrgenommen, nicht als edle Confiserie, sondern ganz beiläufig. In kleinen Stücken, manchmal in Schokolade getaucht, oft einfach so. Genau diese Unaufgeregtheit passt perfekt zu ihm.
Süßes aus Zucker und Luft
Was mich an Honeycomb bis heute fasziniert, ist seine Einfachheit. Im Grunde besteht er aus Zucker und Luft. Mehr nicht. Und trotzdem wirkt er fast wie Zauberei. Sobald das Backpulver in die heiße Zuckermasse kommt, passiert etwas, das man nie ganz kontrollieren kann. Es schäumt, blubbert, wächst. Man muss schnell sein und gleichzeitig ruhig bleiben. Ein bisschen wie beim Karamellisieren generell.
Zwischen Küche und Kindheit
Beim Zubereiten fühle ich mich jedes Mal ein wenig wie ein Kind. Diese gespannte Aufmerksamkeit, dieses Staunen darüber, dass aus ein paar simplen Zutaten etwas so Eigenständiges entsteht. Die Küche riecht nach warmem Zucker, fast ein bisschen nach Jahrmarkt. Lena steht dann gern daneben und fragt, ob sie später ein Stück probieren darf. Jonas wartet meist schon mit dem Kommentar, dass es bestimmt an den Zähnen klebt.
Kein Dessert, eher ein Moment
Honeycomb ist für mich kein klassisches Dessert. Es ist eher etwas für zwischendurch. Ein kleines Stück, mehr braucht es nicht. Pur ist er sehr süß, fast direkt. Mit Schokolade überzogen wird er runder, etwas gezähmter. Beides hat seine Berechtigung. Wichtig ist nur, ihn frisch zu essen oder gut zu verpacken. Feuchtigkeit ist sein größter Feind.
Britisch, aber universell
Auch wenn Honeycomb fest mit Großbritannien und Irland verbunden ist, funktioniert er überall. Vielleicht gerade, weil er so simpel ist. Kein Schnickschnack, keine langen Zutatenlisten. Nur Zucker, Hitze und der richtige Moment. Für mich ist er ein schönes Beispiel dafür, wie viel Freude in kleinen, handgemachten Süßigkeiten steckt. Und wie wenig es manchmal braucht, um etwas Besonderes zu schaffen.
Honeycomb
Zutaten
- 225 g Zucker
- 300 ml Kaltes Wasser
- 1 El Zuckerrübensirup
- 1 Tl Backpulver
Uns so wird's gemacht:
- Zucker, Wasser, Zuckerrübensirup und langsam unter Rühren erhitzen, bis der Zucker komplett aufgelöst ist.
- Ohne Rühren erhitzen, bis die Mischung 154°C erreicht hat. Vom Feuer nehmen. Das Backpulver schnell in die Zuckerlösung einrühren, dabei schäumt die Mischung stark auf.
- Die Mischung in eine 18x28cm beschichtete Backform gießen, so dass sie mindestens 2,5 cm hoch ist. Einige Minuten abkühlen lassen, dann in Würfel oder Riegel schneiden.
- Honeycombs essen, sobald sie abgekühlt sind, denn sie werden schnell weich und klebrig. Zum Aufbewahren in luftdicht verschlossene Behälter geben, so dass sie keine Feuchtigkeit aus der Luft anziehen können.
- Man kann die fertigen Riegel auch mit Kuvertüre überziehen. Dann erhält man einen so genannten "Honeycomb Bar"
Bitte beachten Sie: Angezeigte Bilder und/oder Videos der Gerichte sind KI-generiert und können vom Aussehen des tatsächlich gekochten Gerichts abweichen.
