Bosanski Lonac (Bosnischer Topf)

Bosanski Lonac (Bosnischer Topf)

Ich hab den Bosanski Lonac zum ersten Mal gemacht, weil ich im Laden vor so einem riesigen Weißkohl stand und kurz dachte: „Okay, entweder ich werde jetzt erwachsen oder ich esse die nächsten fünf Tage nur Krautsalat.“ Ich wollte aber was Warmes. Was, das nach „Topf auf den Herd, Deckel drauf, Leben läuft weiter“ klingt. Und dann hab ich dieses Rezept irgendwo im Internet aufgeschnappt – Bosnischer Topf, viel Gemüse, Fleisch, lange köcheln lassen. Genau mein Tempo.


Warum mich Bosanski Lonac sofort gekriegt hat

Ich steh auf Gerichte, die nicht so tun, als wären sie filigran. Bosanski Lonac ist eher: grob schneiden, schichten, warten. Keine fancy Soßen, keine Pfanne, die man „ablöschen“ muss, während gleichzeitig was anbrennt. Ich hab’s als Hauptgericht gekocht, aber es fühlt sich fast an wie so ein kleines Winterprojekt. Und es riecht nach „bei jemandem zu Besuch sein“, auch wenn ich nur in unserer WG-Küche stehe und neben mir jemand Toast macht.

Was ich auch mochte: Die Zutaten sind ehrlich. Kohl, Kartoffeln, Karotten, Tomaten, Zwiebeln, Paprika. Zeug, das man hier in Freiburg überall bekommt. Und dann dieses lange Köcheln, wodurch am Ende alles irgendwie zusammengehört. Nicht mehr so „hier ist die Karotte“, sondern eher ein Topf-Gefühl.

Mein Schnippel-Chaos: große Würfel sind wirklich der Trick

Im Rezept steht „in Würfel schneiden“ – und ich hab beim ersten Anlauf fast automatisch zu klein geschnitten, weil ich das irgendwie so gelernt hab. War keine Katastrophe, aber ich hab gemerkt: Der Topf will große Stücke. Wirklich. Sonst zerfällt dir nach 2–3 Stunden alles zu einer sehr leckeren, aber sehr… breiigen Angelegenheit.

Also: Fleisch in große Würfel, Gemüse auch eher grob. Beim Weißkohl hab ich keinen perfekten Würfel hinbekommen (wer kann das bitte?), ich hab ihn in größere Stücke geschnitten. Hat völlig gereicht.

  • Kartoffeln: nicht zu klein, sonst sind sie am Ende weg.
  • Tomaten: ich hab sie einfach grob gewürfelt, die lösen sich eh teilweise auf.
  • Paprika: gibt am Ende so eine leichte Süße, fand ich richtig gut.

Der Moment mit Essig und Öl (und warum ich kurz skeptisch war)

0,5 EL Öl und 0,5 EL Essig klangen für mich erst wie: „Warum so wenig, bringt das überhaupt was?“ Ich hab’s trotzdem exakt so gemacht, weil ich bei neuen Gerichten erstmal nicht den Helden spielen will.

Und ja: Das kleine bisschen Essig macht was. Nicht „sauer“, eher so ein leichter Kick, der den Kohl und das lange Gekochte etwas wacher wirken lässt. Öl ist halt… Öl. Es macht’s runder. Ich würd’s wieder so machen. Vielleicht beim nächsten Mal minimal mehr Essig, aber das ist dann schon Rumspielen.

Wichtig fand ich eher: Wasser wirklich so, dass alles bedeckt ist. Ich hab einmal zu wenig genommen und musste später nachgießen. Geht, aber dann kochst du wieder hoch, wartest, nervt. Deckel drauf, leise köcheln lassen, fertig.

2–3 Stunden köcheln: langweilig, aber irgendwie auch schön

Das ist kein Gericht für „ich hab in 30 Minuten Hunger“. Eher für einen Tag, an dem man nebenbei lernen kann oder Wäsche macht oder einfach rumhängt. Ich hab den Topf auf kleinster Stufe laufen lassen, so dass es nur sanft blubbert. Nicht wild kochen, eher gemütlich.

Nach zwei Stunden war das Fleisch bei mir schon ziemlich zart, nach drei war’s so richtig „fällt fast auseinander“. Kommt halt auch drauf an, ob du Lamm oder Rind nimmst und wie dein Herd drauf ist. Ich hab Rind genommen, weil’s gerade da war.

Salz und Pfeffer hab ich am Anfang dazugegeben, aber ich hab am Ende nochmal nachgesalzen. Das ist bei so einem großen Topf irgendwie normal. Lieber vorsichtig starten und später justieren.

Servieren mit Pita: klingt simpel, ist aber genau richtig

Mit Pita-Brot war’s bei uns der Hit, weil man damit so schön in die Brühe tunken kann. Ich hab den Lonac ziemlich „suppig“ gelassen, also nicht versucht, das irgendwie einzudicken. Das gehört für mich dazu: Schüssel, Löffel, Brot, fertig.

Wenn du Reste hast: Am nächsten Tag schmeckt’s fast noch besser. Klingt wie ein Klischee, aber hier stimmt’s. Der Kohl und die Tomaten machen dann so ihr Ding zusammen, und alles ist ein bisschen runder. Ich hab’s einmal in der Mikrowelle warm gemacht – war okay. Im Topf ist’s besser, aber WG-Alltag halt.

Bosanski Lonac Bosnischer Topf

Bosanski Lonac (Bosnischer Topf)

Portionen 4 Portionen

Zutaten
  

  • 1 kg Lamm- oder Rindfleisch in große Würfel geschnitten
  • 1 Kopf Weißkohl
  • 2-3 Karotten
  • 3-4 große Tomaten
  • 3-4 große Kartoffeln
  • 2 Zwiebeln
  • 2-3 Knoblauchzehen gehackt
  • 2 Grüne Paprika
  • 1/2 El Öl
  • 1/2 El Essig
  • Salz
  • Pfeffer

Und so wird's gemacht:
 

  • Das Gemüse in Würfel schneiden. Zusammen mit dem Fleisch und den Gewürzen in einen großen Topf geben. Mit Wasser bedecken und Essig und Öl zugeben. Aufkochen, zudecken und für 2-3 Stunden köcheln lassen bis alles gar ist.
  • Mit Pita-Brot servieren.

Bitte beachten Sie: Angezeigte Bilder und/oder Videos der Gerichte sind KI-generiert und können vom Aussehen des tatsächlich gekochten Gerichts abweichen.