Gado Gado mit Erdnusssoße

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Auf dem Teller wirkt Gado Gado erst einmal fast nüchtern: gekochtes Gemüse, Eier, ein paar Gurkenscheiben. Dann kommt die Erdnusssoße dazu und macht aus dieser ordentlich sortierten Angelegenheit etwas sehr viel Interessanteres. Süß, salzig, leicht scharf, cremig – und durchaus der Grund, warum ich beim Gemüse nicht kleinlich werde.
Die Erdnusssoße darf kräftig sein
Bei Gado Gado ist die Soße keine freundliche Zugabe, sondern das Zentrum des Gerichts. Geröstete Erdnüsse bringen Tiefe und eine leicht herbe Note mit, die süße indonesische Sojasoße liefert dunkle Süße. Sambal Oelek, Zitrone und Knoblauch verhindern zuverlässig, dass die Sache zu gefällig wird.
Ich würde die Erdnusspaste in der Pfanne wirklich ein paar Minuten anrösten, bevor die Kokosmilch dazukommt. Sie riecht dann intensiver und schmeckt später weniger nach bloß pürierten Nüssen. Die Soße sollte dickflüssig sein, aber noch über das Gemüse laufen können. Ein Schluck vom aufgefangenen Gemüsewasser ist dafür praktischer als zusätzliches Wasser, weil es nicht alles verdünnt.
Bei der Schärfe halte ich es eher offen: Ein Teelöffel Sambal Oelek ist eine gute, alltagstaugliche Menge. Wer es ernst meint, stellt einfach noch etwas Sambal auf den Tisch. Das ist diplomatischer, besonders wenn mehrere Leute mitessen.
Gemüse mit unterschiedlichen Garzeiten
Gado Gado kommt aus Indonesien und wird dort in vielen Varianten zubereitet. Das Prinzip bleibt angenehm unkompliziert: verschiedene Gemüse, Eier und eine kräftige Erdnusssoße. Je nach Region und Haushalt landen auch Tofu, Tempeh oder andere Komponenten auf dem Teller. Diese Version bleibt bei Blumenkohl, Weißkohl, Kartoffeln, Bohnen und Sojabohnenkeimlingen – bodenständig, aber keineswegs langweilig.
Wichtig ist nur, das Gemüse nicht gemeinsam in einen Topf zu werfen und auf das Beste zu hoffen. Blumenkohl braucht Zeit, Weißkohl deutlich weniger. Die Bohnen sollen noch Biss haben, und die Kartoffelscheiben dürfen beim Anrichten nicht zerfallen. Ich mag es, wenn die einzelnen Zutaten ihre eigene Textur behalten. Die Erdnusssoße verbindet ohnehin alles zuverlässig.
Die Keimlinge werden nur mit kochendem Wasser überbrüht. Mehr brauchen sie nicht. Sie sollen frisch und leicht knackig bleiben, sonst verlieren sie genau das, was sie auf diesem eher weichen, warmen Teller beitragen.
Kein Salat für Eilige, aber gut vorzubereiten
Das Gericht braucht ein wenig Topf-Logistik, ist aber erstaunlich entspannt vorzubereiten. Die Eier lassen sich früh kochen, das Gemüse kann geputzt und geschnitten bereitstehen, und auch die Erdnusssoße darf vorab gekocht werden. Vor dem Servieren erwärme ich sie dann nur noch sanft und rühre bei Bedarf etwas Gemüsewasser unter.
Gerade für Gäste finde ich das angenehm: Alles kommt auf große Platten oder direkt auf einzelne Teller, die Soße darüber, Gurke und Ei zum Schluss. Niemand muss auf den Punkt gebratenes Gemüse erwarten, und ich muss nicht mit zwei Pfannen gleichzeitig kämpfen. Das ist bei einem Abendessen kein kleiner Vorteil.
Reis dazu, sonst bleibt zu viel Soße übrig
Zu Gado Gado passt gegarter Reis sehr gut, besonders wenn er anschließend noch kurz in der Pfanne gebraten wird. Er nimmt die Soße auf und macht aus dem Gemüsegericht eine vollständige Mahlzeit. Ich serviere die Erdnusssoße gern nicht komplett auf einmal, sondern stelle einen kleinen Rest dazu. Es gibt fast immer jemanden, der noch einen Löffel davon auf den Reis geben möchte. Meistens bin ich das selbst.
Gado Gado mit Erdnusssoße
Zutaten
- 200 g geröstete Erdnüsse
- 2 Schalotten
- 3 Knoblauchzehen
- 4 EL süße Sojasoße indonesisch
- Saft einer halben Zitrone
- 1 TL Sambal Olek
- 3 TL Palmzucker
- 3 EL Erdnussöl
- 200 g ungesüßte Kokosmilch
Und so wird's gemacht:
- 1 kleiner Blumenkohl1 kleiner Weißkohl2 große, festkochende Kartoffeln300 g grüne Bohnen200 g frische Sojabohnenkeimlinge1 kleine Salatgurke (zur Dekoration)6 Eier
- Erdnusssoße:Die Erdnüsse zermahlen. Die Schalotten und den Knoblauch schälen und grob zerkleinern. Zusammen mit den restlichen Zutaten (außer dem Öl und der Kokosmilch) im Mixer pürieren. Das Erdnussöl in einer Pfanne erhitzen und die Erdnusspaste darin bei mittlerer Hitze anbraten. Dann die Hitze reduzieren.
- Die Kokosmilch angießen und unter ständigem Rühren 2 Minuten köcheln lassen. Wenn die Soße zu fest wird, etwas von dem Gemüsewasser hinzugeben.
- Gado Gado:Eier hart kochen. Den Blumenkohl in Röschen teilen und waschen. Den Weißkohl putzen, halbieren, dann den Strunk und die harten Teile entfernen. Die Blätter in ca. 1 cm breite Streifen schneiden. Kartoffeln schälen, waschen und in dünne Scheiben schneiden. Die Bohnen putzen, waschen und schräg in 4 cm lange Stücke teilen.
- Den Blumenkohl in reichlich kochendes Salzwasser geben, dann bei mittlerer Hitze zugedeckt in ca. 10 Minuten bissfest garen. Mit einem Schaumlöffel herausheben und im selben Wasser die Weißkohlstreifen 3-5 Minuten blanchieren.
- In einem anderen Topf die Kartoffelscheiben in kochendem Wasser ca. 10 Minuten garen. Dann die Bohnen dazu geben und weitere 10 Minuten köcheln lassen, bis sie al dente sind. In einem Sieb die Keimlinge mit kochendem Wasser übergießen.
- Alle Gemüse abtropfen lassen und etwas Gemüsewasser für die Erdnusssoße aufheben.
- Die Gemüse auf Tellern anrichten und mit Gurkenscheiben und geviertelten, harten Eiern garnieren. Die Gemüse mit der Erdnusssoße übergießen.
- Dazu passt gegarter und gebratener Reis.
Bitte beachten Sie: Angezeigte Bilder und/oder Videos der Gerichte sind KI-generiert und können vom Aussehen des tatsächlich gekochten Gerichts abweichen.
