Würzige Garnelen-Fischsuppe

Würzige Garnelen-Fischsuppe

Im Asia-Laden in Freiburg stand ich vor dieser roten Chilipaste und dachte nur: sieht harmlos aus. Spoiler: ist sie nicht. Genau damit wollte ich aber eine Suppe bauen, die nach „Wow“ schmeckt, ohne dass ich dafür drei Stunden in der Küche verschwinde. Diese würzige Garnelen-Fischsuppe ist bei mir so ein bisschen aus Neugier entstanden – und sie hat mich direkt gekriegt.


Warum mich diese koreanisch angehauchte Suppe sofort gepackt hat

Ich hab das Rezept in einer alten Rezept-Sammlung im Netz gefunden und es klang erstmal super simpel: alles schneiden, in den Topf, kochen, fertig. Das ist genau mein Level an Wochentag-Küche.

Was ich daran mag: Du bekommst diese Mischung aus Meer (Garnelen + Fisch), Gemüse und diesem scharf-würzigen Kick von der Chilipaste. Und es fühlt sich irgendwie „koreanisch“ an, auch wenn ich ganz ehrlich nicht behaupten würde, dass das hier 100% authentisch ist. Für mich ist es eher: koreanisch inspiriert, WG-tauglich und richtig gemütlich.

Der Moment mit den Pilzen: Einweichen klingt langweilig, bringt aber richtig viel

Die getrockneten chinesischen Pilze waren für mich der kleine Gamechanger. Ich war kurz versucht, sie wegzulassen, weil 30 Minuten einweichen nach Aufwand klingt. Aber: mach’s. Das gibt der Brühe so einen dunkleren, tieferen Geschmack.

Ich hab sie in lauwarmem Wasser eingeweicht und nebenbei alles andere geschnippelt. Das passt zeitlich easy zusammen. Kleiner Lernmoment: Ich hab beim ersten Versuch das Einweichwasser einfach weggeschüttet. Kann man machen. Aber man kann auch einen Schluck davon mit in den Topf geben, wenn es sauber aussieht und gut riecht. Ich fand’s beim zweiten Mal runder.

Schnippel-Realität: So hab ich alles vorbereitet (und was dabei nervt)

Ich hab mir angewöhnt, bei Suppen wirklich alles vorher zu schneiden. Sonst stehe ich am kochenden Topf und suche panisch nach dem Tofu.

  • Garnelen: schälen und den Darm entfernen. Das ist ein bisschen fummelig, aber geht mit einem scharfen Messer echt ok.
  • Fisch: in ca. 5 cm Stücke. Ich hab ein mildes Filet genommen, weil ich Schärfe und Fischgeschmack nicht gegeneinander kämpfen lassen wollte.
  • Gemüse: Zwiebel in dünne Scheiben, Frühlingszwiebeln längs halbiert und dann in Stücke, Chinakohl in Streifen.
  • Pilze: Champignons halbiert, die eingeweichten China-Pilze geviertelt.
  • Tofu: in Würfel. Ich hab ihn eher groß gelassen (so 2 cm), weil er sonst schnell zerbröselt.

Was nervt? Garnelen sauber machen. Was lohnt sich? Alles andere, weil die Suppe dadurch später wirklich stressfrei ist.

Topf an, Deckel drauf: Schärfe dosieren ist hier die ganze Kunst

Dann kommt der entspannte Teil: Alles in einen Topf, mit Wasser auffüllen, aufkochen. Ich hab erst mal nicht komplett bis oben aufgefüllt, weil ich lieber später noch Wasser nachgieße, als am Ende eine zu dünne Brühe zu haben.

Gewürzt wird mit Knoblauch, Sojasoße und der roten Chilipaste. Und hier mein ehrlicher Anfänger-Tipp: Ich hab beim ersten Mal den Esslöffel Chilipaste komplett reingehauen und musste dann beim Essen ständig Wasser nachkippen und nebenher Brot snacken. Wenn du empfindlich bist, fang mit weniger an und taste dich ran. Nachwürzen geht immer.

Wenn’s kocht: Deckel drauf und ungefähr 10 Minuten auf kleiner Flamme ziehen lassen. Nicht totkochen. Ich hatte einmal Fisch, der danach eher „trocken zerfallend“ war. Seitdem halte ich die Zeit wirklich ein.

So hat’s bei mir geschmeckt (und was ich beim nächsten Mal anders mache)

Die Suppe ist würzig, leicht scharf und hat durch Pilze, Sojasoße und Meereszeug so eine herzhafte Tiefe. Der Chinakohl bleibt ein bisschen knackig, wenn du ihn nicht ewig kochst, und der Tofu saugt sich voll wie ein kleiner Schwamm – genau das will ich.

Beim nächsten Mal mache ich zwei Dinge anders: Ich würze die Brühe erst mit etwas weniger Chilipaste und lege mir den Rest als „Nachschärfe“ bereit. Und ich schneide den Fisch minimal größer, damit er sicher saftig bleibt.

Wenn du Lust auf eine schnelle, wärmende Suppe hast, die nach mehr schmeckt als „Wasser mit Einlage“: Das ist sie.

Wuerzige Garnelen Fischsuppe

Würzige Garnelen-Fischsuppe

Gericht Suppen
Küche Korea
Portionen 4 Portionen

Zutaten
  

  • 4 große oder 8 kleine Garnelen
  • 300 gr. beliebiges Fischfilet
  • 1 mittelgroße Zwiebel
  • 2 Frühlingszwiebeln
  • 2 große chinesische Pilze getrocknet
  • 4 Champignons
  • 1 Blatt Chinakohl
  • 200 gr. Tofu im Stück
  • 1 EL rote Chilipaste
  • 1 EL Sojasoße
  • 2 Zehen Knoblauch zerdrückt

Und so wird's gemacht:
 

  • China-Pilze 30 Minuten in lauwarmem Wasser einweichen.
  • In der Zwischenzeit Garnelen schälen und mit einem scharfen Messer vom Rücken her den Darm entfernen. Fischfilet in 5cm große Stücke schneiden. Zwiebel in dünne Scheiben schneiden. Frühlingszwiebeln der Länge nach halbieren und in ca. 3 cm lange Stücke schneiden. Champignons putzen und halbieren. Chinakohl in 1cm breite Streifen, Tofu in 2cm große Würfel schneiden. China-Pilze vierteln.
  • Alle Zutaten in einen Topf geben, mit Wasser auffüllen und aufkochen. Mit Knoblauch, Chilipaste und Sojasoße würzen und zugedeckt 10 Minuten auf kleiner Flamme kochen lassen. Abschmecken und servieren.

Bitte beachten Sie: Angezeigte Bilder und/oder Videos der Gerichte sind KI-generiert und können vom Aussehen des tatsächlich gekochten Gerichts abweichen.