Lefse (Norwegisches Fladenbrot)

Lefse (Norwegisches Fladenbrot)

Bei Lefse ist der Teig zunächst deutlich weicher, als man es von einem gewöhnlichen Brot erwarten würde. Genau das gehört dazu: Aus saurer Sahne, Dickmilch und etwas Sirup entstehen helle, zarte Fladen, die im heißen Ofen rasch backen und anschließend angenehm weich bleiben. In Norwegen werden Lefse je nach Region ganz unterschiedlich zubereitet – oft mit Kartoffeln, manchmal dünn auf einer Platte gebacken. Diese einfache Variante ohne Kartoffeln ist für den heimischen Ofen besonders praktisch.

Ein weicher Teig braucht etwas Zurückhaltung

Die Mehlmenge ist bei diesem Lefse-Rezept bewusst nur ungefähr angegeben. Saure Sahne und Dickmilch können unterschiedlich fest sein, und auch das Mehl nimmt nicht immer gleich viel Flüssigkeit auf. Deshalb das Mehl lieber nach und nach einarbeiten. Der Teig soll sich formen lassen, darf aber noch weich und geschmeidig wirken.

Wer zu viel Mehl einknetet, bekommt zwar leichter ausrollbare Fladen, verliert aber die typische zarte Konsistenz. Falls der Teig beim Ausrollen klebt, hilft es mehr, Arbeitsfläche und Nudelholz sparsam zu bemehlen, als noch viel Mehl unterzukneten.

Sirup, Zucker und Dickmilch im norwegischen Fladenbrot

Der Sirup gibt den Lefse keine starke Süße, sondern eher eine warme, leicht malzige Note. Zusammen mit Zucker unterstützt er außerdem die Bräunung im heißen Ofen. Die Dickmilch bringt eine milde Säure mit, die gut zur sauren Sahne passt und den Fladen einen eigenen, etwas volleren Geschmack gibt.

Das Backpulver sorgt dafür, dass die Fladen nicht hart und trocken werden. Sie gehen im Ofen nur wenig auf, sollen schließlich flach bleiben, bekommen aber eine lockere, weiche Krume. Die mit der Gabel eingestochenen Löcher verhindern, dass sich große Blasen bilden und einzelne Stellen zu stark aufwölben.

Beim Ausrollen gleichmäßig arbeiten

Aus der Teigrolle werden sechs Stücke geformt. Ein Durchmesser von etwa 25 Zentimetern klingt zunächst recht groß, ist bei den dünnen Lefse aber passend. Wichtig ist weniger die exakte Größe als eine möglichst gleichmäßige Dicke. Sehr dicke Stellen bleiben innen teigig, während dünne Ränder im heißen Ofen schnell fest werden.

Am besten arbeitet man Stück für Stück: erst rund formen, dann von der Mitte nach außen ausrollen und den Fladen dabei gelegentlich drehen. Falls er sich zusammenzieht, kann der Teig zwei oder drei Minuten liegen bleiben. Danach lässt er sich meist entspannter weiter ausrollen.

Fünf bis sieben Minuten bei kräftiger Hitze

Bei 230 Grad brauchen die Lefse nicht lange. Sie sollen helle bis leicht goldene Stellen bekommen, aber nicht trocken durchbacken. Nach fünf Minuten lohnt sich ein erster Blick. Je nach Ofen und Blech kann es am Ende eher sieben Minuten dauern.

Frisch aus dem Ofen lassen sich die Fladen gut mit Butter und etwas Zucker essen, was in Skandinavien eine durchaus übliche, schlichte Art ist. Herzhaft passen sie auch zu mildem Käse, Räucherfisch oder einem Aufstrich. Übrig gebliebene Lefse bleiben abgedeckt einen Tag weich und lassen sich kurz im Ofen oder in einer trockenen Pfanne wieder erwärmen.

Lefse Norwegisches Fladenbrot

Lefse (Norwegisches Fladenbrot)

Gericht Brot
Küche Norwegen
Portionen 4 Portionen

Zutaten
  

  • 200 g saure Sahne 35% Fett
  • 200 g Dickmilch
  • 3 El Sirup
  • 3 El Zucker
  • 3 Tl Backpulver
  • etwa 500 g Weizenmehl

Und so wird's gemacht:
 

  • Saure Sahne, Milch, Sirup und Zucker verrühren. Das mit Backpulver gemischte Mehl dazugeben. Den Teig vorsichtig durchkneten, er soll nicht zu fest sein.
  • Den Teig auf ein Backbrett geben und zu einer Rolle formen. Die Rolle in 6 gleichgroße Stücke schneiden und zu runden Fladen von etwa 25 cm Durchmesser ausrollen. Mit einer Gabel mehrmals einstechen und auf der mittleren Schiene backen. Backzeit: 5-7 Minuten bei 230 Grad.

Bitte beachten Sie: Angezeigte Bilder und/oder Videos der Gerichte sind KI-generiert und können vom Aussehen des tatsächlich gekochten Gerichts abweichen.