Baba Ghanoush (Auberginen-Dip)

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Es gibt diese Gerichte, die fast unbemerkt Teil des eigenen Küchenalltags werden. Sie schleichen sich ein, bleiben dann aber dauerhaft. Baba Ghanoush ist für mich genau so ein Fall. Irgendwann stand er neben Hummus und Oliven auf dem Tisch, ganz selbstverständlich, und seitdem gehört dieser rauchige Auberginendip für mich untrennbar zu gemütlichen Abenden, warmem Fladenbrot und langen Gesprächen.
Ein Duft, der hängen bleibt
Was mich an Baba Ghanoush immer zuerst erreicht, ist der Geruch. Auberginen, die langsam garen, entwickeln etwas Erdiges, fast Süßliches. In vielen Regionen werden sie traditionell über offenem Feuer oder auf Holzkohle gegrillt, was dem Dip seine typische Rauchnote verleiht. Auch wenn der Ofen diese Nuance nur andeutet, bleibt das Aroma unverwechselbar. Es ist ein Duft, der sofort Ruhe ausstrahlt und an einfache Küchen erinnert, in denen Zeit keine untergeordnete Rolle spielt.
Verwurzelt in der levantinischen Küche
Baba Ghanoush ist in den palästinensischen Gebieten ebenso wie in den umliegenden Ländern Teil der klassischen Mezze-Kultur. Diese Vielzahl kleiner Gerichte ist weniger ein festes Menü als vielmehr eine Art gemeinsames Essen, bei dem alles in der Mitte steht und geteilt wird. Baba Ghanoush nimmt darin einen festen Platz ein – als milder Gegenpol zu schärferen oder kräftigeren Speisen.
Die Aubergine als Hauptdarstellerin
Die Aubergine ist im Nahen Osten seit Jahrhunderten eine zentrale Zutat. Sie wächst gut in warmem Klima, ist vielseitig und günstig. In Baba Ghanoush zeigt sie ihre sanfte Seite: weich, cremig, fast samtig. Zusammen mit Tahini entsteht eine Tiefe, die ganz ohne viele Gewürze auskommt. Knoblauch und Zitrone setzen klare Akzente, ohne sich in den Vordergrund zu drängen.
Tahini, Zitrone und Balance
Tahini ist mehr als nur Bindemittel. Die Sesampaste bringt Bitterkeit und Fülle, die durch die Säure der Zitrone ausgeglichen wird. Genau dieses Spiel macht den Dip so stimmig. Olivenöl rundet alles ab, Petersilie sorgt für Frische. Es ist eine Kombination, die zeigt, wie präzise die levantinische Küche mit wenigen Zutaten arbeitet.
Ein stilles, alltägliches Gericht
Baba Ghanoush ist kein lautes Gericht. Er drängt sich nicht auf, will nicht beeindrucken. Vielleicht ist es genau das, was ihn so beständig macht. Er gehört zu den Speisen, die man immer wieder zubereitet, ohne groß darüber nachzudenken. Und doch erzählt jede Schale ein Stück Geschichte – von regionalen Zutaten, vom Teilen und von einer Küche, die aus Einfachheit ihre Stärke zieht.
Baba Ghanoush (Auberginen-Dip)
Zutaten
- 3 Auberginen
- 2-3 Knoblauchzehen fein gehackt
- Saft von einer Zitronen
- 2 El Tahini Sesampaste
- 1 El Salz
- 2-3 El Olivenöl
- 1-2 El Petersilie gehackt
Und so wird's gemacht:
- Backofen auf 200°C vorheizen. Auberginen auf ein Backblech legen und im Backofen ca. 40-60 Minuten backen, bis sie vollständig gar sind. Herausnehmen und etwas abkühlen lassen.
- Die Auberginen der Länge nach halbieren und das Fruchtfleisch mit einem Löffel herauskratzen. Fruchtfleisch zusammen mit dem Knoblauch, der Sesampaste, Salz und Zitronensaft im Mixer fein pürieren.
- In eine Schüssel umfüllen und mit dem Olivenöl beträufeln und der Petersilie bestreuen. Zu Fladenbrot servieren.
Bitte beachten Sie: Angezeigte Bilder und/oder Videos der Gerichte sind KI-generiert und können vom Aussehen des tatsächlich gekochten Gerichts abweichen.
