Kheer (Reispudding)
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Manche Gerichte fühlen sich sofort vertraut an, auch wenn man sie zum ersten Mal probiert. Kheer gehört für mich dazu. Warmer Milchreis ist mir aus der eigenen Kindheit nicht fremd, aber diese Variante aus Pakistan hat eine andere Tiefe, eine andere Ruhe. Sie wirkt langsamer, geduldiger, fast meditativ – als hätte sie es nie eilig gehabt, fertig zu werden.
Milch, Reis und Zeit
Kheer ist eines dieser Gerichte, bei denen Zeit eine Zutat ist, auch wenn sie nirgends auf der Liste steht. Die Milch wird lange gekocht, reduziert sich, verändert ihre Struktur und ihren Geschmack. Der Reis gibt Stärke ab, verbindet sich mit der Milch und macht alles weich und cremig. Es ist kein Dessert, das nebenbei entsteht. Kheer braucht Aufmerksamkeit, gelegentliches Rühren und das Vertrauen darauf, dass sich Geduld am Ende auszahlt.
Ein Klassiker der pakistanischen Küche
In Pakistan gehört Kheer zu den bekanntesten und beliebtesten Nachspeisen. Er wird zu Festtagen, religiösen Anlässen und Familienfeiern serviert, aber auch einfach zwischendurch gekocht. Gerade diese Doppelrolle macht ihn so besonders: festlich und alltäglich zugleich. Je nach Region und Anlass variieren die Zutaten, mal kommen Rosinen dazu, mal Pistazien oder Safran. Die Grundidee bleibt jedoch immer gleich.
Kardamom als leiser Akzent
Was Kheer von vielen europäischen Reispuddings unterscheidet, ist der Einsatz von Kardamom. Die Samen bringen eine feine, fast blumige Würze, die sich nicht in den Vordergrund drängt, sondern im Hintergrund bleibt. Kardamom ist in Südasien ein klassisches Gewürz für Süßspeisen und verleiht ihnen Tiefe, ohne schwer zu wirken. Gerade in Kombination mit Milch entfaltet er eine besondere Wärme.
Süße mit Zurückhaltung
Obwohl Kheer deutlich gesüßt ist, wirkt er nicht überladen. Die Süße verteilt sich gleichmäßig, getragen von der Milch und dem Reis. Die gehobelten Mandeln am Ende sind mehr als Dekoration. Sie bringen Struktur und einen leichten Biss, der den weichen Pudding ergänzt. Es ist ein kleines Detail, das viel ausmacht.
Ein Dessert, das verbindet
Kheer ist kein spektakuläres Dessert, zumindest nicht auf den ersten Blick. Aber vielleicht liegt genau darin seine Stärke. Er erzählt von Familienküchen, von großen Töpfen auf dem Herd und von Rezepten, die weitergegeben werden, ohne jemals genau aufgeschrieben zu sein. Für mich ist Kheer ein Beispiel dafür, wie ähnlich sich Esskulturen manchmal sind – und wie ein einfaches Gericht Brücken zwischen Erinnerungen schlagen kann.
Kheer (Reispudding)
Zutaten
- 2 l Milch
- 1 1/2 Tassen Zucker
- 1/2 Tasse Reis
- 3-5 Stück Kardamomsamen
- 2 Tl Maisstärke
- Gehobelte Mandeln zur Dekoration
Und so wird's gemacht:
- Reis in kaltem Wasser etwa 15 Minuten einweichen. Durch ein Sieb abgießen und abtropfen lassen.
- Von der Milch etwa 2 El abnehmen und in eine kleine Schüssel geben. Die restliche Milch in einen Topf geben und den Reis dazuschütten. Aufkochen und auf kleiner Flamme unter gelegentlichem Rühren köcheln lassen, bis der Reis gar ist und ein cremiger Pudding entsteht.
- Die Maisstärke mit der übrig behaltenen Milch ohne Klumpen verrühren. Unter Rühren zum heißen Reispudding geben. Unter Rühren kochen, bis sich der Reispudding verdickt. Zucker und Kardamomsamen unterrühren und aufkochen.
- Den Reispudding in eine Servierschüssel umfüllen und mit den gehobelten Mandeln bestreuen.
Bitte beachten Sie: Angezeigte Bilder und/oder Videos der Gerichte sind KI-generiert und können vom Aussehen des tatsächlich gekochten Gerichts abweichen.
