Ostfriesische Speckdicke

Inhalt
- Speckdicke: Waffeln, die eher „Brotzeit“ sind
- Zutaten, so wie ich sie mir zurechtlege (und was man tauschen kann)
- Der Teig braucht Zeit – und das ist der ganze Trick
- Waffeleisen, Schwarte, Wurst: So wird’s außen knusprig und innen saftig
- So passt das in die kleine Küche – auch im Wohnmobil
- Ostfriesische Speckdicke
Neulich stand ich im Supermarkt hier vor dem Sirup-Regal und hab kurz gestutzt: Rübensirup ist so ein Zeug, das man entweder immer im Haus hat – oder jahrelang gar nicht. Bei uns im Ruhrpott war das früher normal, und irgendwann hab ich mir dann mal „Ostfriesische Speckdicke“ abgespeichert, weil ich die Idee mochte: Hafer, Sirup, Schmalz, dazu Wurst im Waffeleisen. Klingt erstmal schräg, ist aber genau die Sorte Snack, die satt macht und gute Laune bringt. Und wenn’s draußen kalt ist, sowieso.
Speckdicke: Waffeln, die eher „Brotzeit“ sind
Das hier sind keine feinen Sonntagswaffeln mit Puderzucker. Speckdicke sind kräftig, würzig und eher was für den Magen als fürs Foto. In Ostfriesland hat das Tradition, und ich versteh auch warum: Hafergrütze macht das Ganze saftig und sättigend, Rübensirup bringt die dunkle Süße, und die Mettwurst sorgt dafür, dass keiner fragt, ob’s danach noch Abendbrot gibt.
Ich mach die gern, wenn wir unterwegs sind oder wenn ich am nächsten Tag keine Lust auf großes Gedöns hab. Der Teig will nämlich ruhen. Das ist kein Nachteil – das ist Planung mit Ruhe.
Zutaten, so wie ich sie mir zurechtlege (und was man tauschen kann)
- 700 g Hafergrütze
- 1 1/8 l Milch
- 250 g Schweineschmalz
- 150 g Rübensirup
- 2 Eier
- 500 g Weizenmehl
- 200 g Roggenschrot
- 1/2 Zimt
- 1/2 Anispulver
- 250 g feste Mettwurst
- Speckschwarte fürs Waffeleisen
Zum Tauschen, wenn’s sein muss: Wenn du keine Speckschwarte hast, geht auch ein bisschen Schmalz oder Öl zum Einfetten – aber die Schwarte macht’s schon besonders, weil sie ordentlich Geschmack abgibt und das Eisen schön „rutschig“ hält. Bei der Wurst: feste Mettwurst ist typisch, aber eine andere grobe, schnittfeste Wurst geht zur Not auch. Rübensirup würde ich nicht ersetzen, der gehört dazu.
Der Teig braucht Zeit – und das ist der ganze Trick
Ich mach das so, ohne Stress und ohne sportliches Rühren:
- Hafergrütze kochen: Hafergrütze in die kalte Milch einstreuen. Unter Rühren aufkochen, dann auf kleinster Flamme etwa 10 Minuten ausquellen lassen.
- Schmalz und Sirup rein: Schweineschmalz und Rübensirup zugeben und gut verrühren. Dann wirklich komplett erkalten lassen. Das ist wichtig, sonst gibt’s später mit den Eiern Ärger.
- Rest dazu: Eier, Weizenmehl, Roggenschrot und die Gewürze (Zimt, Anis) zur kalten Hafermasse geben. So lange rühren, bis ein glatter, dickflüssiger Teig entsteht.
- Ruhen lassen: Teig abdecken und 1–2 Tage im Kühlschrank ruhen lassen. Ja, Tage. Das gehört so. Danach ist das Ganze runder im Geschmack und die Konsistenz passt.
Wenn der Teig nach dem Ruhen sehr fest ist: einfach kurz durchrühren. Falls er dir zu dick vorkommt, kannst du schluckweise einen Schuss Milch zugeben. Aber vorsichtig – der Teig soll dick bleiben, sonst läuft er dir im Eisen weg.
Waffeleisen, Schwarte, Wurst: So wird’s außen knusprig und innen saftig
- Wurst vorbereiten: Mettwurst häuten und in Scheiben schneiden.
- Eisen einfetten: Waffeleisen mit der Speckschwarte einfetten und gut vorheizen. Ich geh da lieber auf „heiß“, damit’s gleich Farbe bekommt.
- Backen: Eine kleine Kelle Teig ins Waffeleisen geben und verteilen. Dann 3 Scheiben Mettwurst auf den Teig legen, Eisen schließen und backen, bis die Speckdicke schön dunkelgolden ist.
- Warm servieren: Am besten direkt essen. Warm ist das richtig gut.
Ich mach die Portionen eher klein. Die Dinger sind mächtig. Wenn du sie zu dick machst, sind sie außen schon dunkel und innen noch „teigig“. Also lieber mit Gefühl und beim ersten Stück einmal gucken, wie dein Waffeleisen so tickt.
So passt das in die kleine Küche – auch im Wohnmobil
Im Wohnmobil ist das Rezept fast schon gemütlich, weil man viel vorbereiten kann:
- Teig daheim anrühren und in einer Dose mitnehmen. Der darf ja sowieso ruhen.
- Wurst schon vorschneiden und in einer kleinen Box kalt stellen.
- Waffeleisen ist natürlich Luxus – aber wenn man eins dabei hat, ist das hier ein Volltreffer.
Und wenn was übrig bleibt: Speckdicke lassen sich auch kalt essen. Nicht ganz so schön wie frisch, aber immer noch besser als irgendein trockenes Brötchen von der Tanke. Da bin ich ehrlich.
Ostfriesische Speckdicke
Zutaten
- 700 g Hafergrütze
- 1 1/8 l Milch
- 250 g Schweineschmalz
- 150 g Rübensirup
- 2 Eier
- 500 g Weizenmehl
- 200 g Roggenschrot
- 1/2 Zimt
- 1/2 Anispulver
- 250 g Mettwurst feste
- Speckschwarte für das Waffeleisen
Und so wird's gemacht:
- Hafergrütze in die kalte Milch einstreuen, unter Rühren zum Kochen bringen, auf kleinster Flamme ca. 10 Min. ausquellen, Schmalz und Sirup zugeben, gut verrühren und völlig erkalten lassen.
- Eier, Mehl, Schrot und Gewürze zur Hafergrütze geben und solange rühren, bis ein glatter, dickflüssiger Teig entstanden ist, Teig zugedeckt 1 - 2 Tage im Kühlschrank ruhen lassen.
- Mettwurst häuten, in Scheiben schneiden. Ein Waffeleisen mit der Speckschwarte einfetten, aufheizen. Jeweils eine kleine Kelle Teig im Waffeleisen verteilen, 3 Scheiben Mettwurst auf den Teig geben, das Eisen zusammenklappen und die Waffeln backen. Warm servieren.
Bitte beachten Sie: Angezeigte Bilder und/oder Videos der Gerichte sind KI-generiert und können vom Aussehen des tatsächlich gekochten Gerichts abweichen.
