Glücksbrot

Glücksbrot

Das Glücksbrot ist eines dieser Rezepte, bei denen es weniger um kulinarische Raffinesse als um das Ritual geht. Als mir der Teig zum ersten Mal überreicht wurde, kam er in einer einfachen Schüssel, begleitet von handgeschriebenen Anweisungen und dem Hinweis, ihn gut zu behandeln. Keine Hektik, kein Metall, kein Kühlschrank – und vor allem: weitergeben. Schon dieser Moment fühlte sich anders an als der Beginn eines gewöhnlichen Kuchens.



>Der Ursprung des Glücksbrots wird meist mit dem Vatikan in Verbindung gebracht. Ob der erste Ansatz tatsächlich aus dem Umfeld des Heiligen Stuhls stammt, lässt sich historisch nicht belegen. Vielmehr gehört das Glücksbrot zu jener großen Familie von sogenannten „Freundschaftskuchen“, zu der auch der Hermann- oder Amish-Kuchen zählt. Gemeinsam ist ihnen die Idee eines lebendigen Teigs, der über mehrere Tage gepflegt, gefüttert und schließlich geteilt wird. Der vermeintliche vatikanische Ursprung ist Teil der überlieferten Erzählung und trägt wesentlich zum mystischen Charakter des Rezepts bei.

Auffällig ist die strenge Abfolge der Tage: Rühren, Füttern, Warten. Der Teig entwickelt sich langsam, verändert Konsistenz und Duft, und wird so fast zu einem eigenen kleinen Projekt. In einer Zeit, in der vieles sofort verfügbar ist, wirkt diese Geduld wie ein bewusster Gegenentwurf. Das Glücksbrot zwingt zur Entschleunigung und macht die Zubereitung selbst zum Bestandteil der Bedeutung.

Auch das Weitergeben des Teigs ist zentral. Drei Portionen werden verschenkt, nur eine darf gebacken werden. Damit steht nicht das eigene Ergebnis im Mittelpunkt, sondern die Idee des Teilens. In meiner Familie wurde der Teig meist an Menschen weitergereicht, von denen man wusste, dass sie Zeit und Freude daran haben würden. Nicht selten kam Wochen später die Rückmeldung, dass der Kuchen gelungen sei – oder dass der Teig bereits erneut die Runde mache.

Geschmacklich ist das Glücksbrot ein schlichter, saftiger Kuchen. Zucker, Milch, Mehl, Eier und Öl ergeben eine vertraute, weiche Textur, die wenig Ablenkung bietet und gerade deshalb gut zu seiner Geschichte passt. Es ist kein Kuchen, der beeindrucken will. Er erzählt vielmehr von Vertrauen, Geduld und der stillen Hoffnung, dass sich Glück tatsächlich teilen lässt – zumindest ein kleines Stück davon.

glücksbrot

Glücksbrot

Der Glückskuchen ist ähnlich dem Herrmankuchen - man gibt an Freunde und Bekannte Teig weiter. Der ursprüngliche Teig soll aus dem Vatikan stammen. Der Kuchen soll der Familie Glück bringen und Wünsche erfüllen. Er soll nur einmal gebacken werden. Den Teig auf keinen Fall in den Kühlschrank stellen und keine Metallgerätschaften bei der Zubereitung benutzen sondern nur Löffel aus Holz oder Plastik benutzen.
Portionen 4 Portionen

Zutaten
  

  • 400 Zucker
  • 400 Milch
  • 600 Mehl
  • 1 Päckchen Trockenhefe
  • 1 Tl Wasser lauwarm
  • 1 EL Zucker
  • 1 Tl Weizenmehl
  • 3 Stk Eier
  • 1 TL Backpulver
  • 125 ml Öl
  • 600 g Mehl 

Und so wird's gemacht:
 

  • Für den ersten Teig 1/2 Päckchen Hefe,1 Tasse lauwarmes Wasser,1Eßl Zucker und 1 Tasse Weizenmehl verrühren. Teigansatz 2 Tage an einem warmen Ort gehen lassen. Mehrmals gut umrühren.
  • Zur weiteren Verarbeitung: 1. Tag den Teig mehrfach gut rühren 2. Tag 200 Gramm Zucker dazugeben und wieder mehrfach rühren 3. Tag 200 ml Milch dazugeben und rühren 4. Tag 200 Gramm Mehl dazugeben und rühren 5. Tag rühren
    6. Tag 200 Gramm Zucker, 200Gramm Mehl und 200 ml Milch dazugeben und rühren bis der Teig glatt ist.
  • Den Teig in vier gleiche Teile aufteilen. Drei Teigansätze mit der Anleitung zur Zubereitung an gute Menschen weiterschenken.
  • Den letzten Teil mit 200 Gramm Mehl,3 Eiern,11/2 Teelöffel Backpulver und 125 ml Öl verrühren bis der Teig glatt ist.
  • Den Teig in eine gefettete Backform geben und 40 - 50 Minuten bei 180 bis 190°C backen.

Bitte beachten Sie: Angezeigte Bilder und/oder Videos der Gerichte sind KI-generiert und können vom Aussehen des tatsächlich gekochten Gerichts abweichen.