Tumpet (Sommerliche Gemüsepfanne)

Tumpet (Sommerliche Gemüsepfanne)

Neulich auf dem Wochenmarkt hier am Bodensee hab ich Auberginen in der Hand gehabt und musste sofort an Mallorca denken: diese warmen Abende, wenn man eigentlich gar nicht viel will – außer was Ordentliches in der Pfanne, ein bisschen Olivenöl-Duft in der Luft und Ruhe. Tumbet ist so ein Essen. Kein Gedöns, aber schmeckt nach Urlaub. Und wenn noch gebratenes Hähnchen übrig ist, wird’s sogar richtig praktisch.


Warum Tumbet bei mir nach Feierabend und Urlaub zugleich schmeckt

Tumbet ist im Kern eine sommerliche Gemüsepfanne – auf Mallorca oft ohne Fleisch, aber ich sag mal so: Wenn bei uns noch Hähnchen vom Vortag da ist, dann kommt das mit rein. Meine Partnerin mag’s gern „nur Gemüse“, ich mag’s auch gern „mit Substanz“. Also machen wir’s flexibel: Gemüse ist gesetzt, der Rest ist Kür.

Das Schöne: Man kann das Gericht schichten, warmhalten, später nochmal aufwärmen und es bleibt trotzdem saftig. Im Wohnmobil ist das Gold wert, weil man nicht fünf Töpfe gleichzeitig jonglieren muss. Und wenn man draußen kocht, riecht’s nach Knoblauch und Olivenöl – da weiß jeder am Stellplatz: Da meint’s einer ernst.

Die Zutaten, wie ich sie einkaufe (und was man ersetzen kann)

Ich halte mich an die klassische Richtung, aber ohne stures Festhalten. Wenn eine Zucchini kleiner ist, nimmt man zwei. Wenn die Paprika teuer ist, nimmt man halt mehr Kartoffeln. So läuft das im echten Leben.

  • Gebratenes Fleisch von 1 Hähnchen (oder entsprechende Menge anderes Fleisch- oder Fischfilet)
  • 5–7 mittelgroße Kartoffeln
  • 2 Auberginen
  • 2 Paprikaschoten
  • 1 Zucchini
  • 8–10 Knoblauchzehen
  • 2 Zwiebeln
  • 2 Lorbeerblätter
  • Petersilie
  • Salz, Pfeffer, Olivenöl
  • Je 1 Prise Oregano und Safran

Austauschbar, ohne dass es beleidigt ist: Hähnchen geht, Fisch geht, und wenn gar nix da ist, bleibt’s halt vegetarisch. Safran ist fein, aber wenn du keinen hast: nicht in Panik verfallen. Eine Prise Kurkuma macht’s farblich warm, ersetzt aber nicht den Safran-Geschmack – ist nur eine bodenständige Lösung.

So brate und schichte ich das Gemüse – Schritt für Schritt ohne Stress

Hier ist der Trick: nicht alles gleichzeitig. Gemüse einzeln braten, dann schichten. Das dauert ein bisschen, aber es schmeckt hinterher nach „richtig gemacht“, ohne dass man sich dabei verrenkt.

  1. Vorbereiten: Kartoffeln schälen (oder gut schrubben), Gemüse waschen. Alles in fingerdicke Scheiben bzw. Streifen schneiden. Zwiebeln in Streifen, Knoblauch grob hacken oder in Scheiben schneiden.
  2. Pfanne heiß, Öl rein: Ich nehme eine große Pfanne und brate portionsweise. Nicht zu voll packen, sonst wird’s eher Kochgemüse als Bratgemüse.
  3. Kartoffeln zuerst: In Olivenöl braten, bis sie Farbe haben und fast gar sind. Salzen, pfeffern. Rausnehmen.
  4. Auberginen, Paprika, Zucchini: Nacheinander braten, jeweils salzen und pfeffern. Aubergine saugt Öl wie ein Schwamm – also lieber nach und nach dosieren, nicht gleich die halbe Flasche versenken.
  5. Zwiebeln und Knoblauch: Zum Schluss kurz anbraten, bis die Zwiebeln weich sind. Oregano dazu, Safran (wenn du ihn nutzt) kurz im warmen Öl „aufwecken“. Lorbeerblätter nicht vergessen.
  6. Schichten: In eine feuerfeste Form: Kartoffeln, dann Aubergine, Paprika, Zucchini, zwischendurch Zwiebel-Knoblauch. Oben drauf das gebratene Hähnchen (oder Fischfilet, dann aber erst später kurz garziehen lassen).
  7. Durchziehen lassen: 5–10 Minuten im Backofen (ca. 180–200 °C) oder auf dem Feuer mit Deckel, bis alles warm ist und die Aromen zusammenfinden.
  8. Zum Schluss: Petersilie drüber. Ich geh da nicht sparsam ran.

Kleine Küche, Wohnmobil, Campingkocher: So klappt’s trotzdem

Wenn der Platz knapp ist, mach ich’s so:

  • Nur eine Pfanne: Alles nacheinander braten und in einer Schüssel zwischenlagern. Am Ende kommt alles zurück in die Pfanne zum Durchziehen. Geht genauso.
  • Weniger Öl, weniger Sauerei: Auberginen vorher leicht salzen, 10 Minuten liegen lassen, abtupfen. Dann brauchen sie oft weniger Öl.
  • Backofen fehlt? Kein Problem. Pfanne oder Topf mit Deckel, kleinste Flamme, 8–10 Minuten ziehen lassen. Einmal vorsichtig wenden, damit unten nix festklebt.
  • Fisch statt Fleisch: Fischfilet erst ganz am Ende oben drauf legen und nur kurz garziehen lassen, sonst wird er trocken. Das ist dann nicht Mallorca, sondern eher „Mallorca trifft Bodensee“ – aber passt.

Wie wir’s essen – und was am nächsten Tag noch besser ist

Bei uns kommt Tumbet einfach so auf den Tisch, mit einem Stück Brot, das den letzten Knoblauch-Olivenöl-Saft aufsammelt. Mehr braucht’s nicht. Wenn’s ganz sommerlich sein soll, gibt’s dazu einen einfachen Salat. Und wenn’s draußen frisch wird, ist das Gericht am nächsten Tag aufgewärmt fast noch runder – die Gewürze haben dann Zeit gehabt, sich zusammenzuraufen.

Und falls jemand fragt, ob 8–10 Knoblauchzehen „nicht ein bisschen viel“ sind: Kommt drauf an, mit wem man zusammenlebt. Ich bin in einer festen Beziehung – wir essen beide mit. Dann ist das eher Beziehungsarbeit als Problem.

Tumpet (Sommerliche Gemüsepfanne)

Tumpet (Sommerliche Gemüsepfanne)

Gericht Geflügel
Küche Mallorca
Portionen 4 Portionen

Zutaten
  

  • Gebratenes Fleisch von einem Hähnchen oder entsprechende Menge anderes Fleisch- oder Fischfilet
  • 5-7 mittelgroße Kartoffeln
  • 2 Auberginen
  • 2 Paprikaschoten
  • 1 Zucchini
  • 8-10 Knoblauchzehen
  • 2 Zwiebeln
  • 2 Lorbeerblätter
  • Petersilie
  • Salz Pfeffer, Olivenöl
  • je 1 Prise Oregano und Safran 

Und so wird's gemacht:
 

  • Das Gemüse in etwa fingerdicke Scheiben bzw. Streifen schneiden und einzeln in Öl braten. Mit den Gewürzen würzen. Schichtweise in eine feuerfeste Form geben. Das gebratene Fleisch oder Fischfilet auf die Gemüselagen geben und alles noch 5-10 Minuten im Backofen oder auf dem Feuer durchziehen lassen. 

Bitte beachten Sie: Angezeigte Bilder und/oder Videos der Gerichte sind KI-generiert und können vom Aussehen des tatsächlich gekochten Gerichts abweichen.