Chatschapuri (Käsebrot)

Chatschapuri (Käsebrot)

Im Asia-Laden um die Ecke stand ich neulich wieder vor dem Kühlregal und dachte: Es ist schon absurd, wie selbstverständlich wir heute einmal um die Welt einkaufen können – und wie selten wir dann wirklich woanders hin kochen. Chatschapuri ist mein Gegenmittel. Käsebrot aus Georgien, schnell verstanden, schwer zu ignorieren. Außen knusprig, innen warm und salzig, und plötzlich fühlt sich ein Dienstagabend nicht mehr ganz so nach Dienstag an.


Warum ich an Chatschapuri hängen geblieben bin

Ich habe das Rezept vor einiger Zeit auf Instagram aufgeschnappt, in so einem kurzen Video, das aussah wie „Teig rein, Käse rein, Glück fertig“. Natürlich war es ein bisschen mehr Arbeit als drei Wischbewegungen. Aber nicht viel mehr.

Was mich daran überzeugt: Es ist pragmatisch. Ein Teig, eine Füllung, eine Pfanne. Kein Ofenstress, kein „bei 180 Grad Umluft, aber nur wenn dein Backblech die richtige Aura hat“. Und es ist ein Essen, das man teilen kann, ohne dass es nach Party aussieht. Vier Portionen funktionieren für Freunde, aber auch für mich allein – dann eben als sehr solide Wochenplanung.

Teig mit Buttermilch: unkompliziert, aber mit Haltung

Der Teig ist der Teil, bei dem ich am wenigsten diskutieren will. Mehl, Trockenhefe, Salz, Buttermilch. Kneten, bis er glatt ist. Dann 30 Minuten Ruhe. Das ist keine Meditation, eher ein Zeitfenster: Küche aufräumen, Käse vorbereiten, kurz durchatmen.

Buttermilch macht ihn angenehm elastisch und gibt so eine leichte Säure, die später gegen den fetten Käse anarbeitet. Ich mag das. Es hält das Ganze auf der „noch ein Stück geht“-Seite und nicht auf der „ich brauche jetzt eine Liege“-Seite.

Die Füllung: Feta, Mozzarella und Eier – klingt simpel, ist entscheidend

Ich zerbröckele Feta und Mozzarella direkt in einer Schüssel, dann kommen zwei Eier dazu und eine Prise Salz. Viel mehr braucht’s nicht. Der Feta bringt den Charakter, der Mozzarella die Dehnung. Die Eier binden das Ganze so, dass es beim Braten nicht sofort auswandert.

Wenn du bei Salz unsicher bist: Erst Feta probieren, dann entscheiden. Manche Blocks sind schon so entschlossen salzig, dass jede zusätzliche Prise eher eine Provokation ist.

Formen ohne Drama: dünn ausrollen, gut verschließen, Löcher nicht vergessen

Ich teile den Teig in mehrere Portionen und rolle sie auf bemehlter Fläche dünn aus. In die Mitte kommt Käsemasse. Dann falte ich die Seiten zur Mitte und verschließe alles so gut, wie ich eben kann. Es muss nicht schön sein. Es muss dicht sein.

Danach drücke ich die Fladen mit der Hand flach. Und dann: ein bis zwei Löcher in die Mitte. Die sind nicht Deko. Die sind Entlastung. Ohne Löcher bläht sich das Brot gern auf, und die Füllung sucht sich irgendwann ihren eigenen Ausgang.

In Butter gebraten: goldbraun, duftend, gefährlich schnell weg

In der Pfanne erhitze ich Butter, nicht zu zaghaft. Dann brate ich die Fladen von beiden Seiten goldbraun. Ich gehe dabei eher auf mittlere Hitze, weil ich will, dass der Teig durchkommt, bevor außen alles zu dunkel wird.

Wenn sie fertig sind, lasse ich sie kurz abkühlen. Nicht aus Disziplin, sondern weil Käsefüllung in Lava-Temperatur eine sehr direkte Art hat, Grenzen zu setzen.

Am liebsten esse ich Chatschapuri so: einfach pur, vielleicht mit einem grünen Salat, wenn ich mich nach „Ausgleich“ fühle. Und wenn Freunde da sind, schneide ich es in Stücke, lege es in die Mitte des Tisches und warte ab. Mehr Service braucht dieses Käsebrot nicht.

Chatschapuri Kaesebrot

Chatschapuri (Käsebrot)

Portionen 4 Portionen

Zutaten
  

  • 500 g Mehl
  • 1 Beutel Trockenhefe
  • Salz
  • 1 Becher Buttermilch
  • 2-3 Eier
  • 2 Block Feta Käse
  • 2 Mozzarella
  • Butter

Und so wird's gemacht:
 

  • Mehl, Salz und Hefe in einer Rührschüssel mischen. Mit Buttermilch zu einem Teig verkneten. Mit einem feuchten Tuch abdecken und an einem warmen Ort 30 Minuten gehen lassen.
  • In der Zwischenzeit Feta-Käse und Mozzarella in eine Schüssel zerbröckeln und mit zwei Eiern und einer Prise Salz gut vermischen.
  • Den Teig in mehrere Portionen teilen und auf einer bemehlten Fläche dünn ausrollen. In die Mitte etwas von der Käsemasse geben und die Seiten zur Mitte hin falten und gut verschließen. Die Fladen mit der Hand flach drücken und in die Mitte ein bis zwei Löcher stechen.
  • In einer Pfanne Butter erhitzen und die Fladen von beiden Seiten goldbraun braten. Abkühlen lassen.

Bitte beachten Sie: Angezeigte Bilder und/oder Videos der Gerichte sind KI-generiert und können vom Aussehen des tatsächlich gekochten Gerichts abweichen.