Tahu Pon

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Bei Tahu Pon hatte ich erst mal etwas anderes erwartet, weil der Name nach Tofu klingt. In dieser Variante liegt aber Seitan auf dem Teller, kräftig angebraten und mit einer würzigen, leicht süßlichen Sauce überzogen. Die Eier machen das Ganze etwas sättigender. Viel Aufwand ist das nicht, aber die Sauce muss stimmen: Ketjap Manis, Essig, Knoblauch und Sambal bringen ordentlich Charakter rein.
Ketjap Manis braucht einen sauren Gegenpol
Ketjap Manis ist deutlich süßer und dickflüssiger als normale Sojasauce. Für Marinaden, Wokgerichte oder als Tischsauce ist sie praktisch, aber allein wäre sie mir bei diesem Gericht zu süß. Der Essig bringt die nötige Säure dazu und sorgt dafür, dass der Seitan nicht pappig wirkt.
Ich würde die Sauce vor dem Anrichten einmal abschmecken. Je nach Marke fällt Ketjap Manis unterschiedlich süß aus. Fehlt etwas Schärfe, kann noch eine kleine Messerspitze Sambal Oelek dazu. Mit Salz wäre ich dagegen vorsichtig, denn die Sojasauce bringt schon einiges mit.
Seitan ordentlich anbraten
Seitan hat eine feste, leicht faserige Struktur. Damit er gut schmeckt, braucht er Farbe aus der Pfanne. Die Würfel sollten also nicht bloß warm werden, sondern in ausreichend heißem Öl goldgelb braten. Nicht zu voll in die Pfanne geben, sonst zieht der Seitan Wasser und wird eher weich als knusprig.
Für mich passt bei so einem Gericht ein neutraleres Öl besser als ein stark schmeckendes Olivenöl. Sonnenblumen- oder Rapsöl reicht völlig. Wer Seitan bisher eher fad fand, merkt hier schnell, was Röstaromen und eine klare Sauce ausmachen können.
Knoblauch und Sambal nicht zu fein dosieren
Die drei Knoblauchzehen sind kein Versehen. Roh beziehungsweise nur in der Sauce verarbeitet, bleibt der Knoblauch deutlich präsenter als angebraten. Das gehört hier auch so. Zusammen mit Sambal Oelek entsteht eine scharfe, würzige Grundlage, die gut gegen die Süße des Ketjap Manis hält.
Bei Sambal gibt es große Unterschiede. Manche Sorten sind ziemlich direkt und scharf, andere eher mild und etwas säuerlich. Wer die Schärfe nicht gut einschätzen kann, fängt mit einem halben Teelöffel an und legt bei Bedarf nach. Die Sauce soll pikant sein, nicht alles andere überdecken.
Mit Reis wird daraus eine volle Mahlzeit
Die Eier kommen erst zum Schluss auf den gebratenen Seitan. In Scheiben sehen sie ordentlich aus und nehmen beim Essen etwas Sauce auf. Hart gekochte Eier bringen dabei keine große Würze, aber sie passen gut zur Schärfe und machen das Gericht runder.
Dazu würde ich einfachen weißen Reis stellen, gern Jasminreis. Der nimmt die süß-scharfe Sauce auf, ohne sich in den Vordergrund zu drängen. Ein paar Gurkenscheiben oder ein schneller Salat mit Limette und etwas Salz passen ebenfalls gut dazu. Gerade lauwarm serviert schmeckt Tahu Pon für mich am besten, wenn der Seitan außen noch etwas Biss hat.
Tahu Pon
Zutaten
- 1 Block Seitan
- 2 hart gekochte Eier
- 3 Esslöffel Ketjap Manis Sojasoße
- 2 Esslöffel Essig
- Öl
- 3 Knoblauchzehen
- 1 Teelöffel Sambal Olek
- Salz
Und so wird's gemacht:
- Den Seitan grob würfeln und im Öl goldgelb braten. Knoblauch, Salz, Sambal miteinander vermischen und mit Essig und Ketjap mischen. Die Eier pellen und in Scheiben schneiden.
- Den Seitan auf eine Schale legen und die Eier darüber verteilen. Die Soße darüber gießen und servieren.
Bitte beachten Sie: Angezeigte Bilder und/oder Videos der Gerichte sind KI-generiert und können vom Aussehen des tatsächlich gekochten Gerichts abweichen.
