Quofte

Inhalt
Ein Teller, der nach Süden riecht
Quofte habe ich zum ersten Mal in Albanien gegessen, eher zufällig, in einem kleinen Lokal abseits der Straße. Wir waren eigentlich nur auf der Suche nach etwas Einfachem zum Mittagessen, nichts Großes, weil es später noch weitergehen sollte. Dann kamen diese unscheinbaren Hackfleischbällchen auf den Tisch, dazu Brot, ein bisschen Salat, sonst nichts. Und trotzdem blieb mir dieses Essen im Kopf. Vielleicht gerade, weil es so unaufgeregt war.
Erinnerungen an eine Reise ohne Plan
Albanien war keine Reise mit festem Programm. Wir hatten ein Auto, eine grobe Route und viel Neugier. Gegessen wurde, wo gerade offen war. Quofte tauchten immer wieder auf, egal ob am Meer oder im Landesinneren. Mal aus Lamm, mal aus Rind, manchmal kräftig gewürzt, manchmal erstaunlich mild. Jede Version schmeckte ein bisschen anders, aber immer vertraut.
Kräuter statt großer Show
Was mir an Quofte bis heute gefällt, ist diese Mischung aus Alltäglichkeit und Sorgfalt. Hackfleisch gibt es überall, aber die vielen Kräuter machen den Unterschied. Minze, Dill, Petersilie, manchmal auch Salbei – nichts davon drängt sich in den Vordergrund. Es ist eher ein Zusammenspiel, das man erst richtig merkt, wenn man langsam isst. Genau das habe ich mir für meine Küche gemerkt.
Zurück in Bayern, mit albanischem Einschlag
Als ich Quofte später zu Hause nachgekocht habe, war es ein stiller Abend. Keine Gäste, kein besonderer Anlass. Nur ich, eine Schüssel Hackfleisch und ein Haufen Kräuter auf dem Brett. Während die Quofte im Ofen waren, dachte ich kurz an diese Reise zurück. An staubige Straßen, einfache Lokale und dieses Gefühl, dass gutes Essen nicht kompliziert sein muss.
Ein Gericht für den Alltag
Quofte sind kein Sonntagsessen und wollen es auch nicht sein. Sie passen zu einem normalen Wochentag, zu Brot, Joghurt oder einem schnellen Salat. Für mich sind sie ein kleines Stück Reiseerinnerung, das sich problemlos in den Alltag schieben lässt. Und genau solche Gerichte mag ich am liebsten.
Quofte
Zutaten
- 500 gr Hackfleisch Lamm, Rind oder Schwein
- 1 Ei
- 1 Zwiebel gehackt
- 3-4 Knoblauchzehen
- Semmelbrösel
- Oregano
- Minze
- Salbei
- Dill
- Petersilie
Uns so wird's gemacht:
- Hackfleisch mit den Zwiebeln, dem Knoblauch und dem Ei mischen. Die frischen Kräuter hacken und ebenfalls unter die Masse mischen. Semmelbrösel unterrühren, damit die Hackmasse nicht zu feucht ist. Mit Salz und Pfeffer abschmekcne und gut durchkneten.
- Aus der Masse runde Frikadellen formen und im vorgeheizten Ofen bei 200°C ohne Zugabe von Öl braten.
Bitte beachten Sie: Angezeigte Bilder und/oder Videos der Gerichte sind KI-generiert und können vom Aussehen des tatsächlich gekochten Gerichts abweichen.
