Danske frikadeller (Dänische Frikadellen)

Danske frikadeller (Dänische Frikadellen)

Im Kühlregal greifen viele automatisch zu „Frikadellen wie immer“ – dabei ist die dänische Variante echt ein kleines Upgrade, ohne dass man dafür groß rumzaubern muss. Danske frikadeller sind heller, weicher und eher saftig als unsere klassischen Buletten, und das liegt vor allem am Sodawasser und an der eher „teigigen“ Bindung.


Warum Sodawasser hier wirklich was bringt

Das Sodawasser ist nicht Deko, das ist der Trick. Durch die Kohlensäure wird die Masse lockerer, fast ein bisschen schaumig. Das Ergebnis ist eine Frikadelle, die nicht so kompakt wird wie viele deutsche Varianten. Wichtig ist: langsam einarbeiten und nicht alles auf einmal reinkippen. Ich rühre so lange, bis die Masse gerade eben weich ist, aber noch formbar bleibt.

Wenn du zu viel Sodawasser nimmst, wird’s eher ein Pfannkuchenteig und du ärgerst dich beim Formen. 250 ml sind meist ein guter Start, 300 ml gehen nur, wenn das Hack nicht zu nass ist.

Kalb und Schwein: saftig, mild, nicht fettig

Die Mischung aus Kalb und Schwein ist hier genau richtig. Kalb bringt eine milde, feine Note, Schwein gibt Saft und Geschmack. Reines Schwein geht auch, wird aber rustikaler. Reines Kalb wird schnell zu trocken und geschmacklich flacher.

Ich achte beim Hack auf eine ordentliche Struktur: nicht zu fein püriert, eher klassisch durch die Scheibe gedreht. Dann bleibt die Frikadelle am Ende lockerer und wirkt nicht wie Pressfleisch.

Zwiebeln anrösten: kleine Arbeit, großer Unterschied

Die Zwiebel vorher goldbraun anzubraten ist kein „Extra-Schritt“, sondern der Punkt, der das Ganze runder macht. Roh wäre es schärfer und wässriger. So bekommst du Süße und Röstaromen, die später auch durchkommen, obwohl die Frikadellen eher hell bleiben.

Wichtig: Zwiebeln nach dem Braten kurz abkühlen lassen, bevor sie in die Masse gehen. Sonst wird das Ei in der Schüssel schneller fest, als dir lieb ist.

Formen und braten: lieber flach als kugelrund

In der Anleitung steht „Bällchen“, aber dänische frikadeller sind in der Praxis oft eher leicht flach gedrückt, so oval. Das brät gleichmäßiger und du bekommst mehr Bratfläche. Ich forme mit nassen Händen oder mit zwei Löffeln, weil die Masse durch das Sodawasser weicher ist.

Beim Braten gilt: mittlere Hitze, Geduld. Wenn die Pfanne zu heiß ist, werden sie außen dunkel und innen bleiben sie weich und „teigig“. Ich rechne je nach Größe eher mit 5–7 Minuten pro Seite. Die 15 Minuten aus dem Rezept passen, wenn du sie relativ dick machst und nicht zu heiß brätst.

So esse ich sie am liebsten: Kartoffeln, Rote Bete, fertig

Das klassische Drumherum passt hier einfach: gekochte Kartoffeln, eingelegte Rote Bete oder Rotkohl. Mehr braucht’s nicht. Wenn ich’s alltagstauglich halte, gibt’s noch ein bisschen Bratensauce aus dem Pfannenansatz: Fett abgießen bis auf einen Film, einen Schluck Wasser oder Brühe rein, kurz lösen, salzen, pfeffern. Kein großes Kino, aber stimmig.

Und falls was übrig bleibt: kalt am nächsten Tag auf Brot sind die Dinger ehrlich gesagt fast genauso gut wie frisch aus der Pfanne.

Danske frikadeller (Dänische Frikadellen)

Danske frikadeller (Dänische Frikadellen)

Gericht Fleisch
Küche Dänemark
Portionen 4 Portionen

Zutaten
  

  • 1 El Öl
  • 1 Zwiebel; feinghackt
  • 200 g Kalbshackfleisch
  • 200 g Schweinehackfleisch
  • 40 g Mehl
  • 250-300 ml Sodawasser
  • 1 Ei
  • 1 Tl
  • Salz
  • Pfeffer

Und so wird's gemacht:
 

  • Ein wenig Öl in eine Pfanne geben und die Zwiebel darin goldbraun anbraten. Kalbs- und Schweinehackfleisch in einer Schüssel mit Mehl vermischen. Langsam Sodawasser unterrühren, bis die Mischung leicht und schaumig ist. Zwiebel, Ei, Salz und Pfeffer dazugeben, die Schüssel abdecken und abkühlen lassen.
  • Anschliessend aus dem Teig Bällchen formen und in dem restlichen Öl ca. 15 Min. braten.
  • Mit gekochten Kartoffeln, eingelegter roter Bete oder Rotkohl servieren.

Bitte beachten Sie: Angezeigte Bilder und/oder Videos der Gerichte sind KI-generiert und können vom Aussehen des tatsächlich gekochten Gerichts abweichen.