Berliner Pfannenwurst

Berliner Pfannenwurst

 

Manchmal entstehen Gerichte nicht aus großer Planung, sondern aus dem Wunsch, satt zu werden und nichts zu verschwenden. Die Berliner Pfannenwurst gehört für mich genau in diese Kategorie. Sie wirkt auf den ersten Blick etwas aus der Zeit gefallen, fast wie ein Küchenfundstück aus einer anderen Generation. Und genau das macht ihren Reiz aus. Schon beim Lesen der Zutaten entsteht dieses leise Gefühl von Vertrautheit, als würde irgendwo eine schwere Pfanne auf dem Herd stehen und langsam Wärme sammeln.

Herzhaft, schlicht und sehr berlinisch

Die Kombination aus Blutwurst und Kartoffeln ist in Berlin alles andere als ungewöhnlich. Sie taucht in verschiedenen Varianten auf, mal als Grützwurst, mal als warme Mahlzeit vom Imbiss, mal eben als Pfannengericht zu Hause. Die Pfannenwurst bringt diese Elemente zusammen und ergänzt sie um einen einfachen Teig, der beim Überbacken alles verbindet. Heraus kommt kein filigranes Ofengericht, sondern etwas Deftiges, das satt macht und lange anhält.

Blutwurst als Alltagszutat

Blutwurst hat in der deutschen Küche eine lange Tradition, besonders in der Stadt- und Arbeiterküche. In Berlin war sie immer gut verfügbar, vergleichsweise günstig und vielseitig einsetzbar. Gebraten entwickelt sie ein kräftiges Aroma, das wunderbar mit den milden Kartoffeln harmoniert. In der Pfannenwurst wird sie nicht dominiert, sondern bleibt klar erkennbar – genau so, wie es hier üblich ist.

Kartoffeln als tragende Basis

Die Pellkartoffeln geben dem Gericht Struktur. In Scheiben gebraten, leicht angebräunt und mit etwas Fett versehen, bilden sie den ruhigen Gegenpol zur würzigen Wurst. Sie tragen den Teig, saugen Aromen auf und sorgen dafür, dass aus der Pfanne am Ende ein geschlossenes Ganzes wird. Dieses Zusammenspiel ist einfach, aber erstaunlich stimmig.

Der Teig als verbindendes Element

Der flüssige Teig aus Mehl und Ei wirkt fast wie ein improvisierter Guss. Er hält die Schichten zusammen und gibt der Pfannenwurst ihre typische Form, wenn sie gestürzt wird. Der Schnittlauch bringt Frische und eine feine Schärfe ins Spiel, ohne das Gericht leichter machen zu wollen. Alles bleibt bodenständig.

Ein Gericht ohne Eile

Die Berliner Pfannenwurst ist nichts für schnelle Küche nebenbei. Sie braucht Aufmerksamkeit, Geduld und eine gewisse Gelassenheit. Vielleicht passt sie deshalb so gut in eine Küche, in der man sich Zeit nimmt und nicht alles perfekt sein muss. Sie erzählt von einer Stadt, die gelernt hat, mit wenig viel zu machen – und genau darin liegt ihre Stärke.

Berliner Pfannenwurst

Berliner Pfannenwurst

Gericht Aufläufe
Küche Berlin
Portionen 4 Portionen

Zutaten
  

  • 600 g Blutwurst
  • 500 g Pellkartoffeln
  • 2 El Margarine
  • Salz
  • Pfeffer
  • 150 g Mehl
  • 2 Eier
  • 4 Tomaten
  • Schnittlauch

Uns so wird's gemacht:
 

  • In einer Schmorpfanne gebratene Kartoffelscheiben und geschnittene Blutwurst schichten und heiss werden lassen.
  • Währenddessen aus Mehl, Eiern, Salz und ca. 3/8l Wasser einen Teig bereiten, fein geschnittenen Schnittlauch zugeben und über die Kartoffeln und Blutwurst giessen. Anschliessend in der Backröhre kurz überbacken, danach auf eine Platte stürzen und mit Tomatenstücken garniert servieren.

Bitte beachten Sie: Angezeigte Bilder und/oder Videos der Gerichte sind KI-generiert und können vom Aussehen des tatsächlich gekochten Gerichts abweichen.