Bremer Wickelkuchen

Bremer Wickelkuchen

Ein Kuchen, der sich selbst erklärt

Manchmal sagt ein Name schon alles. Wickelkuchen ist so ein Fall. Kein großes Rätsel, keine poetische Umschreibung, sondern eine sehr praktische Beschreibung dessen, was da auf dem Blech liegt. Ich bin diesem Kuchen zum ersten Mal bei einem Besuch in Bremen begegnet, eher beiläufig, zum Kaffee am Nachmittag. Kein festlicher Anlass, kein großes Tamtam. Einfach ein Kuchen, der aufgeschnitten wurde, als wäre er immer schon da gewesen.


Hefeteig, Butter und Geduld

Was mir sofort gefallen hat, war diese Mischung aus Vertrautheit und Eigenwilligkeit. Hefeteig kennt man. Butter sowieso. Aber das Aufrollen, Einschneiden, wieder warten – das hat etwas Handwerkliches. Nichts für zwischendurch, aber auch kein Projekt für einen ganzen Tag. Der Teig liegt ausgerollt auf der Arbeitsfläche, die Butter schmilzt fast von selbst, Zimt und Zitronenschale riechen nach Winter, auch wenn draußen Sommer ist.

Bremer Bodenständigkeit

Der Wickelkuchen wirkt norddeutsch. Nicht süßlich, nicht verspielt, sondern solide. Korinthen statt Rosinen, Mandeln ohne Schnickschnack. Ich musste schmunzeln, weil mich das an Gespräche in Bremen erinnert hat: freundlich, klar, ohne Umwege. Genau so schmeckt der Kuchen auch. Scheibe für Scheibe, ohne Überraschungen, aber mit Substanz.

Ein Kuchen für große Bleche und viele Hände

Zu Hause backe ich ihn gern, wenn klar ist, dass mehr als zwei Leute mitessen. Er lässt sich gut schneiden, gut teilen, gut aufbewahren. Jonas mag ihn lauwarm, Lena nur ohne die dunklen Korinthen, Thomas am liebsten am zweiten Tag. Ich selbst esse ihn gern früh am Morgen, mit Kaffee, wenn die Küche noch still ist. Wickelkuchen braucht kein Publikum. Er funktioniert einfach.

 

Bremer Wickelkuchen

Bremer Wickelkuchen

Gericht Kuchen
Küche Bremen
Portionen 1 Kuchen

Zutaten
  

  • Grundteig : 
  • 500 g
  • 30 g Hefe
  • 250 ml Milch
  • 100 g Butter
  • 75 g Zucker
  • 150 g
  • 100 g gestiftete Mandeln
  • 200 g Korinthen
  • 150 g Butter
  • Zimt
  • geriebene Zitronenschale

Und so wird's gemacht:
 

  • Aus den Zutaten für den Teig einen Hefeteig bereiten und wie üblich gehen lassen. Den Teig etwa 2cm dick zu einen langen Rechteck ausrollen. Mit Butter bestreichen.
  • Die Zutaten für die Füllung gründlich vermischen und auf dem Teig verteilen. Den Teig aufrollen, die Rolle mit dem "Schuss" nach unten auf ein gefettetes Backblech geben und erneut gehen lassen.
  • Die Rolle oben mehrfach quer einschneiden ud im vorgeheizten Backofen bei ca. 180°C 30-40 Minuten backen.

Bitte beachten Sie: Angezeigte Bilder und/oder Videos der Gerichte sind KI-generiert und können vom Aussehen des tatsächlich gekochten Gerichts abweichen.