Ostfriesisches Pökelfleisch

Inhalt
Ein Essen, das nach Küste schmeckt
Ostfriesisches Pökelfleisch ist für mich untrennbar mit einer ganz bestimmten Person verbunden. Eine frühere Kollegin aus dem Ruhrgebiet, die es irgendwann nach Ostfriesland verschlagen hat, schwärmte regelmäßig davon. Nicht laut oder überschwänglich, eher sachlich. Genau so, wie dieses Gericht selbst ist. Klar, bodenständig, ohne Schnörkel.
Gespräche am Küchentisch
Wenn sie zu Besuch war, stand das Thema früher oder später auf dem Tisch. Pökelfleisch, lange gekocht, ordentlich Zeit gelassen, dazu alles, was der Vorratskeller hergibt. Keine fixe Beilage, sondern Auswahl. Jeder nimmt sich, worauf er gerade Lust hat. Ich mochte diesen Gedanken sofort. Essen als gemeinsamer Mittelpunkt, nicht als starres Menü.
Zwischen Nordsee und Alltag
Ich war selbst ein paar Mal im Norden unterwegs, auch in Niedersachsen, aber ehrlich gesagt nie mit dem Fokus auf Pökelfleisch. Erst durch diese Erzählungen habe ich angefangen, mich damit zu beschäftigen. Beim ersten Nachkochen war ich überrascht, wie ruhig dieses Gericht entsteht. Ein Topf, wenig Zutaten, viel Geduld. Kein hektisches Abschmecken, kein ständiges Eingreifen.
Die Kunst des Weglassens
Was Ostfriesisches Pökelfleisch ausmacht, ist nicht das, was drin ist, sondern das, was fehlt. Keine komplizierten Gewürzmischungen, keine Marinaden. Salz, Pfeffer, Lorbeer, ein bisschen Gemüse. Mehr braucht es nicht. Das Fleisch bekommt Zeit, sonst nichts. Gerade das passt gut zu meinem Alltag, in dem Kochen oft nebenbei läuft, aber trotzdem ernst genommen wird.
Ein Tisch voller Möglichkeiten
Besonders schön finde ich die Vielfalt, die traditionell dazugehört. Kartoffeln, Gemüse, süß und sauer nebeneinander. Jeder Teller sieht anders aus, obwohl alle vom selben Topf essen. Genau so stelle ich mir gutes Alltagsessen vor. Unaufgeregt, sättigend und mit genug Raum für Gespräche. So wie damals am Küchentisch mit einer Kollegin, die den Norden im Herzen trug.
Ostfriesisches Pökelfleisch
Zutaten
- 1 l Wasser
- Salz
- Pfefferkörner
- 1 Lorbeerblatt
- 1/2 Suppengrün
- 1 kg gepökeltes Rindfleisch Keule oder Brust
Und so wird's gemacht:
- Wasser, Gewürze und zerkleinertes Suppengrün in einem Topf aufkochen und das Fleisch zugeben . Ca. 2 1/2 Std. auf kleiner Flamme sieden lassen. Danach das Fleisch in Scheiben schneiden und auf einer vorgewärmten Platte anrichten.
- Dazu passen z.B. Salzkartoffeln oder Bratkartoffeln, Rosenkohl oder grüne Bohnen, geschmorte Zwiebeln, Rosinensoße, zerlassene Butter, Sahnemeerrettich, eingelegter Kürbis, Zuckergurken, Rote Bete, Silberzwiebeln, Senfgurken, Preiselbeeren oder Apfelmus.
Bitte beachten Sie: Angezeigte Bilder und/oder Videos der Gerichte sind KI-generiert und können vom Aussehen des tatsächlich gekochten Gerichts abweichen.
