Swp Cennin a Thatws (Walisische Lauchsuppe)

Inhalt
- Warum Lauch in Wales mehr ist als nur Gemüse
- Der wichtigste Moment: Milch, Gemüse und Geduld
- Mehlschwitze ohne Klümpchen: so klappt die helle Sauce
- Bacon und Cheddar: oben drauf macht den Unterschied
- So passt die Suppe in den Alltag (und was du vorbereiten kannst)
- Swp Cennin a Thatws (Walisische Lauchsuppe)
Manchmal stolpert man über ein Rezept, das erst mal fremd klingt, aber beim Kochen ganz bodenständig wirkt. „Cennin a Thatws“ ist so ein Fall: walisische Lauchsuppe, schlicht aufgebaut, mit Milch, Kartoffeln und einer hellen Mehlschwitze – und am Ende kommt noch Bacon und Cheddar drauf. Das habe ich vor einiger Zeit in einem alten Rezeptheft entdeckt, und seitdem denke ich jedes Mal: Die Waliser wissen schon, wie man aus einfachen Sachen etwas richtig Sättigendes macht.
Warum Lauch in Wales mehr ist als nur Gemüse
Lauch ist in Wales fast so etwas wie ein Erkennungszeichen. Bei uns landet er oft in der Kartoffelsuppe oder im Auflauf, dort steht er noch stärker im Mittelpunkt. Das merkt man dieser Suppe an: Der Lauch soll nicht nur „mitlaufen“, sondern wirklich schmeckbar bleiben. Darum wird er auch kurz blanchiert – das nimmt ihm die Schärfe und macht ihn angenehmer, ohne dass er gleich zerkocht.
Was ich daran mag: Das Gericht kommt ohne große Gewürzliste aus. Salz, Pfeffer, Petersilie – fertig. Der Rest kommt über die Zutaten selbst: Lauch, Milch, Butter, Cheddar und der Bacon oben drauf. Das ist rustikal, aber nicht grob.
Der wichtigste Moment: Milch, Gemüse und Geduld
Wenn du Lauch und Kartoffeln in Milch garst, lohnt es sich, mit etwas Ruhe zu arbeiten. Milch kocht schneller über als Brühe, und sie setzt auch leichter an. Ich mache das so: mittlere Hitze, lieber öfter umrühren, und nicht weggehen „nur mal eben“. Sobald es leicht blubbert, einen Tick zurückdrehen.
Die Kartoffeln sollten klein genug sein, dass sie in der Milch zügig weich werden. Dann verbinden sie sich später besser mit der Sauce. Würzen würde ich nicht erst ganz am Ende, sondern schon beim Garen: ein bisschen Salz und Pfeffer in die Milch, damit Kartoffeln und Lauch Geschmack aufnehmen.
- Lauch: in Ringe schneiden, kurz blanchieren, gut abtropfen lassen.
- Kartoffeln: eher klein würfeln, dann sind sie gleichmäßig gar.
- Milch: nicht sprudelnd kochen lassen, nur sanft erhitzen.
Mehlschwitze ohne Klümpchen: so klappt die helle Sauce
Die Butter-Mehl-Mischung ist der Teil, bei dem es manchmal hakt. Ist aber kein Hexenwerk. Butter schmelzen, Mehl einrühren, dann wirklich nur kurz anschwitzen – es soll hell bleiben. Wenn das Mehl zu lange bräunt, verändert sich der Geschmack, und die Suppe wird „schwerer“.
Wichtig ist das langsame Angießen: Du nimmst die Milchbrühe aus dem Topf, aber ohne das Gemüse. Dann gibst du sie nach und nach zur Mehlschwitze und rührst dabei ständig. Am Anfang wirkt es oft zäh und klumpig – nicht nervös werden. Mit jedem Schluck Flüssigkeit wird es glatter.
- Flüssigkeit schrittweise zugeben, nicht alles auf einmal.
- Mit dem Schneebesen rühren, dann wird es am schnellsten glatt.
- Wenn doch Klümpchen bleiben: kurz kräftig aufkochen lassen und weiterrühren.
Bacon und Cheddar: oben drauf macht den Unterschied
Der knusprige Bacon ist hier nicht nur Deko. Er bringt Salz und Röstaromen, und zusammen mit dem Cheddar wird aus der milden Lauch-Milch-Suppe ein richtig rundes Essen. Ich brate den Bacon eher langsam aus, dann wird er gleichmäßig knusprig und bleibt nicht zäh. Den Cheddar reibe ich frisch – der schmilzt schöner und schmeckt kräftiger.
Servieren kannst du es so, wie es im Rezept steht: Lauch-Kartoffel-Mischung in den Teller, die helle Sauce drüber, dann Bacon und Käse. Wenn du es lieber suppiger hast, kannst du einen Teil der Sauce gleich mit in den Topf geben und nur etwas zum Übergießen zurückhalten. Beides funktioniert.
So passt die Suppe in den Alltag (und was du vorbereiten kannst)
Für mich ist das ein gutes Abendessen, wenn es draußen ungemütlich ist. Und es lässt sich ordentlich vorbereiten: Lauch putzen und schneiden, Kartoffeln würfeln – das kannst du schon am Nachmittag machen. Die Sauce würde ich allerdings frisch rühren, die ist am besten, wenn sie gerade fertig ist.
Wenn etwas übrig bleibt, lässt sich die Suppe am nächsten Tag gut aufwärmen. Dann aber langsam erhitzen und wieder rühren, damit die Milch nicht ausflockt. Notfalls einen kleinen Schluck Milch dazugeben, falls sie zu dick geworden ist.
Swp Cennin a Thatws (Walisische Lauchsuppe)
Zutaten
- 30 g Butter
- 125 g Kartoffeln
- 45 g Mehl
- 1/2 l Milch
- 2 EL Petersilie
- 2 große Lauchstangen
- 60 g Cheddar-Käse
- 4 Scheibe Schinken Bacon
Und so wird's gemacht:
- Den Lauch putzen, waschen und in Ringe schneiden. Kurz in kochendem Wasser blanchieren und abtropfen lassen. Die Kartoffeln schälen und kleinschneiden.
- Lauch und Kartoffeln in der Milch erhitzen bis sie gar sind, mit Salz und Pfeffer würzen. Die Butter in einem kleinen Topf schmelzen lassen und das Mehl einrühren, kurz anschwitzen lassen.
- Nach und nach die Milchbrühe (ohne Gemüse) unter ständigem Rühren zufügen. Den Bacon knusprig braten und den Käse reiben. Die Sauce über die Lauch-Kartoffel-Mischung gießen, mit Bacon garnieren und mit Käse bestreut servieren.
Bitte beachten Sie: Angezeigte Bilder und/oder Videos der Gerichte sind KI-generiert und können vom Aussehen des tatsächlich gekochten Gerichts abweichen.
