Apfelstrudel

Apfelstrudel

Im Herbst steh ich im Supermarkt oft länger vor der Apfelkiste als vor’m Sicherungskasten früher. Manche Äpfel sehen aus wie geschniegelt, andere haben Dellen – und genau die sind oft die besten für Apfelstrudel. Meine Partnerin sagt dann immer: „Heinz, nimm einfach welche und komm weiter.“ Recht hat sie. Apfelstrudel ist für mich so ein ruhiges Stück Österreich auf’m Teller: warm, süß, duftet nach Zimt – und macht keinen Stress, wenn man’s entspannt angeht.


Warum ich den Apfelstrudel immer wieder mache

Apfelstrudel passt bei uns in zwei Situationen: Sonntagnachmittag daheim oder irgendwo unterwegs im Wohnmobil, wenn’s draußen frisch wird und man was Warmes braucht. Der Teig ist simpel, die Füllung auch. Und wenn der Strudel im Ofen ist, hat man Zeit, die Küche wieder halbwegs gerade zu ziehen. Ich mag Rezepte, die nicht dauernd „Drama“ machen.

Der Klassiker lebt von drei Sachen: dünner Teig, saftige Äpfel und der Geruch von Zimt. Rosinen sind bei uns so ein kleines Streitthema – ich nehm sie, meine bessere Hälfte pickt sie manchmal raus. Auch das kann man sportlich sehen.

Teig anrühren, ruhen lassen – der Trick ist die Ruhe

Für den Teig brauchst du nicht viel Schnickschnack. Wichtig ist nur: nicht hektisch werden. Wenn der Teig geknetet ist, darf der erstmal liegen. Diese halbe Stunde Ruhe ist nicht Deko, die hilft wirklich. Danach lässt er sich besser ausziehen.

  • 80 g Butter
  • 250 g Mehl
  • 3 Eier (2 in den Teig, 1 Eigelb zum Bestreichen)
  • ein Glas lauwarmes Wasser

Ich mach’s so: Mehl in eine Schüssel, Butter dazu (muss nicht flüssig sein), 2 Eier rein, dann nach und nach lauwarmes Wasser. Kneten, bis es ein glatter Teig ist. Wenn er klebt: ein Hauch Mehl. Wenn er zu trocken ist: ein Schluck Wasser. Dann abdecken und 30 Minuten stehen lassen.

Der Moment mit dem Küchenhandtuch (und warum das gar nicht kompliziert ist)

Das Ausziehen vom Teig klingt immer nach „kann nur die Oma“. Quatsch. Du brauchst nur Platz und ein sauberes Küchenhandtuch. Auf dem Handtuch verteilst du etwas Mehl, dann rollst du den Teig erstmal aus. Und dann ziehst du ihn mit den Händen vorsichtig dünn – nicht reißen wie am Paketband, eher geduldig. Wenn ein kleines Loch drin ist: nicht weinen. Beim Rollen liegt das meistens wieder übereinander.

In einer kleinen Küche oder im Wohnmobil: Ich mach das auf dem Tisch und leg mir vorher alles bereit. Wenn man erst noch nach dem Mehl sucht, während der Teig schon klebt, wird’s unnötig spannend.

Füllung: Äpfel, Rosinen, Zucker, Zimt – mehr braucht’s nicht

  • 500 g Äpfel, klein geschnitten
  • 50 g Rosinen
  • 150 g Zucker
  • 1 EL Zimt

Die Äpfel schneid ich klein, aber nicht zu fein – soll ja noch nach Apfel aussehen und nicht wie Mus. Dann mische ich Äpfel, Rosinen, Zucker und Zimt und verteile alles gleichmäßig auf dem ausgezogenen Teig. Am Rand lass ich ein bisschen Platz, damit beim Rollen nicht alles rausquillt.

Dann wird eng aufgerollt. Das Küchenhandtuch hilft dabei: anheben, rollen lassen, fertig. Zum Schluss mit Eigelb bestreichen – das gibt die schöne Farbe.

Backofen an, 45 Minuten warten – und dann am besten warm essen

Gebacken wird bei 180°C für etwa 45 Minuten. Ich schau nach 35 Minuten einmal rein: Jeder Ofen hat so seine eigene Meinung. Wenn er schön goldbraun ist, passt das.

Beim Servieren bin ich unkompliziert: warm auf den Teller, fertig. Wenn du’s feiner willst, geht auch Puderzucker drüber. Aber ehrlich: Der Duft nach Apfel und Zimt macht schon genug Eindruck, da muss man nicht noch groß trommeln.

Apfelstrudel

Apfelstrudel

Gericht Nachspeisen
Portionen 4 Portionen

Zutaten
  

  • Für den Teig:
  • 80 g Butter
  • 250 g Mehl
  • 3 Eier
  • 500 g Äpfel
  • 50 g Rosinen
  • 150 g Zucker
  • 1 EL Zimt

Und so wird's gemacht:
 

  • Das Mehl, die Butter, 2 Eier und ein Glas lauwarmes Wasser vermischen und einen Teig kneten. Bedeckt 1/2 Stunde stehen lassen.
  • Mehl auf einem Küchenhandtuch verteilen, den Teig darauf ausrollen und sehr dünn ausziehen, ohne dass der Teig reißt.
  • Die kleingeschnittenen Äpfel, die Rosinen, den Zucker und den Zimt darauf gleichmäßig verteilen und den Teig eng zusammenrollen, mit Eigelb bestreichen und bei 180°C (Th.7) 45 Min. backen.

Bitte beachten Sie: Angezeigte Bilder und/oder Videos der Gerichte sind KI-generiert und können vom Aussehen des tatsächlich gekochten Gerichts abweichen.