Florida Ambrosia

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Bei Florida Ambrosia steht erst einmal eine große Schüssel mit glänzenden Zitrusfrüchten auf dem Tisch, und schon sieht die Küche ein wenig freundlicher aus. Gerade an grauen Tagen im Süden, wenn draußen vielleicht Nieselregen statt Palmenwetter angesagt ist, hole ich mir so ein bisschen Sonne auf den Teller. Viel Schnickschnack braucht es dafür nicht – aber ein bisschen Geduld beim Filetieren schon. Die lohnt sich allerdings.
Zitrusfrüchte, die nicht bitter werden sollen
Orangen und Grapefruits haben ordentlich Saft, Duft und Farbe, können aber auch schnell etwas herb wirken. Darum gefällt mir bei dieser Florida Ambrosia die leicht gebundene Orangensauce so gut. Sie legt sich um die Früchte, nimmt ihnen nicht den frischen Geschmack und bringt alles ruhig zusammen.
Beim Filetieren arbeite ich über einer Schüssel. Was dabei an Saft herausläuft, wäre mir zu schade für das Spülbecken. Die weißen Häutchen zwischen den Fruchtstücken dürfen möglichst nicht mit in den Salat, denn genau dort sitzt oft die Bitterkeit. Das ist keine Wissenschaft, aber mit einem kleinen scharfen Messer geht es sauberer als mit einem großen Küchenmesser. Im Wohnmobil würde ich dafür übrigens auch lieber in Etappen arbeiten – wenig Ablagefläche und Grapefruitsaft sind eine Kombination, die schnell nach Großreinigung aussieht.
Die gekühlte Zeit gehört hier zum Dessert
Die Früchte dürfen mehrere Stunden im Kühlschrank durchziehen. Das ist bei diesem Nachtisch kein Nebending, sondern macht den Unterschied. Die Sauce wird dabei schön kühl, die Aromen ziehen in die Trauben und die Zitrusfilets, und nach dem Essen steht das Dessert praktisch schon fertig bereit.
Für Gäste finde ich das angenehm: Man muss nicht kurz vor dem Servieren noch hektisch etwas zusammenrühren. Nach einem Grillabend, einem sommerlichen Mittagessen oder auch einfach an einem freien Sonntag passt das gut. Die Schüssel kommt kalt auf den Tisch, und jeder bekommt eine Portion auf seiner Baiserschale.
Baiser erst ganz zum Schluss
Die Baiserschalen sollten wirklich erst kurz vor dem Anrichten mit dem Fruchtsalat belegt werden. Sie sollen außen noch knuspern und innen ein wenig nachgeben. Liegen sie zu lange unter der Sauce, werden sie weich. Essbar sind sie dann immer noch, klar, aber der schöne Kontrast ist weg.
Ich nehme bei Grapefruits gern die rosafarbene Sorte, wenn ich welche bekomme. Sie sieht zwischen den Orangen und Trauben einfach gut aus. Mit weißen Grapefruits wird die Ambrosia herber, was ebenfalls seinen Reiz hat. Wer es süßer mag, greift zu roten Trauben; bei weißen kommt die Zitrusnote etwas klarer durch.
Ein Nachtisch ohne schwere Sahne
Nach einem üppigen Essen mag ich solche Desserts besonders gern. Die Baiserschale bringt etwas Süßes mit, aber die Früchte halten die Sache frisch und leicht. Es ist kein Nachtisch, nach dem man erst einmal zwei Knöpfe an der Hose aufmachen muss. Im Ruhrpott hätte man vielleicht gesagt: Geht noch rein. Und hier unten im Süden sagt man das vermutlich etwas höflicher.
Reste lassen sich am nächsten Tag noch gut essen, dann allerdings besser ohne Baiser. Der Zitrussalat schmeckt auch pur aus einer kleinen Schale und ist gut gekühlt fast noch erfrischender als direkt am ersten Abend.
Florida Ambrosia
Zutaten
- 50 g Zucker
- 1 El Maisstärke
- 1 Tl fein gehackte Orangenschale Unbehandelt
- 200 ml Orangensaft frisch gepresst
- 2 Tl Zitronensaft
- 3 Orangen geschält, filetiert und Kerne entfernt
- 2 Grapefruits geschält, filetiert und Kerne entfernt
- 200 gr Kernlose rote oder weiße Weintrauben halbiert
- 6 Baiser-Schalen
Und so wird's gemacht:
- Zucker und Maisstärke in einem kleinen Topf vermischen. Orangenschale und Orangensaft zugeben und unter Rühren zum Kochen bringen, bis es eingedickt ist. Unter Rühren 2 Minuten weiterkochen. Vom Feuer nehmen, Zitronensaft einrühren, zudecken und abkühlen lassen.
- In einer großen Glasschüssel, Orangen- und Grapefruitfilets und die Weintrauben miteinander vermischen. Die Orangensauce darübergießen und gut vermischen. Mit Folie abdecken und 6 Stunden kühl stellen.
- Die Baiser-Schalen auf Tellern verteilen und den Zitrus-Salat darüber verteilen.
Bitte beachten Sie: Angezeigte Bilder und/oder Videos der Gerichte sind KI-generiert und können vom Aussehen des tatsächlich gekochten Gerichts abweichen.
