Roti jala (Malayischer Pfannkuchen)

Roti jala (Malayischer Pfannkuchen)

In der Pfanne sieht Roti jala erst einmal unscheinbar aus, aber auf dem Teller macht dieser malaysische Pfannkuchen erstaunlich viel her. Bei uns steht er gern dann auf dem Tisch, wenn zu einer würzigen Sauce noch etwas zum Auftunken fehlt und Reis mir zu schwer wäre. Warm, weich und leicht nach Kokos schmeckt er ganz anders als ein deutscher Eierkuchen.

Warum Roti jala so gut zu würzigen Saucen passt

Roti jala wird in Malaysia häufig als Begleitung serviert, besonders zu Currys und Satay-Sauce. Der Name wird oft mit einem Netz in Verbindung gebracht: Traditionell lässt man den flüssigen Teig durch eine spezielle Kanne mit mehreren kleinen Öffnungen in die Pfanne laufen. So entsteht das typische feine Muster.

Auch ohne dieses Werkzeug funktioniert die unkomplizierte Pfannenvariante sehr gut. Entscheidend ist, dass die Fladen nicht dick und kompakt werden. Sie sollen weich bleiben, sich gut falten oder aufrollen lassen und reichlich Sauce aufnehmen können. Genau das macht sie für mich so praktisch: Auf dem Tisch ersetzen sie Brot, sind aber leichter und passen geschmacklich viel besser zu asiatisch gewürzten Gerichten.

Auf die Konsistenz kommt es mehr an als auf perfekte Formen

Der Teig darf deutlich flüssiger sein, als man es von klassischen Pfannkuchen kennt. Er sollte sich in der heißen Pfanne von selbst dünn verteilen lassen. Falls er nach der kurzen Ruhezeit etwas zäh wirkt, hilft ein kleiner Schluck Wasser oder Kokosmilch. Umgekehrt braucht sehr dünner Teig manchmal ein paar Sekunden mehr, bis sich die Oberfläche stabil anfühlt.

Ich nehme für solche Pfannkuchen am liebsten eine gut beschichtete, eher flache Pfanne. Ein wenig Öl gehört dazu, aber die Fladen sollen nicht darin schwimmen. Sie brauchen keine kräftige Bräunung wie Crêpes. Sobald sie gar und biegsam sind, dürfen sie vom Herd. Werden sie zu dunkel, verlieren sie schnell ihre zarte, weiche Art.

Kokosmilch, Dosenmilch oder die pragmatische Vorratslösung

Mit dünner Kokosmilch schmeckt Roti jala angenehm mild und bekommt eine feine, fast süßliche Note. Das passt besonders schön zu pikanten Erdnuss- oder Currysaucen. Ich mag daran, dass der Kokosgeschmack nicht vordergründig ist, sondern eher im Hintergrund bleibt.

Die Alternative mit verdünnter Dosenmilch ist sinnvoll, wenn gerade keine Kokosmilch im Haus ist oder der Geschmack neutraler bleiben soll. Für ein Abendessen unter der Woche finde ich solche Abkürzungen völlig in Ordnung. Neben einer kräftig gewürzten Sauce fällt der Unterschied ohnehin weniger ins Gewicht als bei einem Gericht, das ganz für sich allein steht.

Warm stapeln und nicht zu lange warten

Die fertigen Roti jala werden am besten locker übereinandergestapelt und abgedeckt warm gehalten. So bleiben sie geschmeidig, während der Rest noch in der Pfanne ist. Direkt serviert sind sie am angenehmsten, denn dann lassen sie sich ohne Bruch falten und in die Sauce tunken.

Übrig gebliebene Pfannkuchen bewahre ich im Kühlschrank auf und erwärme sie am nächsten Tag kurz in einer trockenen Pfanne oder abgedeckt in der Mikrowelle. Dazu passen nicht nur Satay-Sauce, sondern auch ein mildes Hähnchen- oder Gemüsecurry. Bei Kindern stelle ich gern zusätzlich eine weniger scharfe Sauce auf den Tisch – die weichen Fladen verschwinden dann meist schneller, als ich nachlegen kann.

Roti Jala Malayischer Pfannkuchen

Roti jala (Malayischer Pfannkuchen)

Gericht Snacks
Küche Malaysia
Portionen 4 Portionen

Zutaten
  

  • 1 1/2 Tassen Mehl
  • 1/2 Tl Salz
  • 3 Eier geschlagen
  • 2 1/4 Tassen dünne Kokosmilch oder
  • 1/2 c Dosenmilch vermischt mit
  • 1 3/4 Tassen Wasser
  • Öl

Und so wird's gemacht:
 

  • Mehl mit Salz in einer grossen Schüssel vermischen. Eier und Kokosmilch langsam zugeben und verrühren bis keine Klumpen mehr vorhanden sind. 5 Minuten stehen lassen.
  • Eine flache beschichtete Pfanne erhitzen und leicht mit Öl benetzen. Einen Teil des Teiges in einer dünnen Schicht in der Pfanne verteilen. Wenn die Teigoberfläche fest wird, den Roti wenden. Den gesamte Teig auf diese Weise verarbeiten. Dabei immer darauf achten, dass sich etwas Öl in der Pfanne befindet.
  • Heiss servieren und verschiedene Sossen bspw Satay sauce dazu reichen.

Bitte beachten Sie: Angezeigte Bilder und/oder Videos der Gerichte sind KI-generiert und können vom Aussehen des tatsächlich gekochten Gerichts abweichen.