Sächsische Eierschecken

Sächsische Eierschecken

Ein Blech voller Erinnerungen

Sächsische Eierschecke ist für mich so ein Kuchen, der sofort Bilder im Kopf auslöst. Ich bin zwar im Ruhrgebiet aufgewachsen, aber meine Tante ist vor vielen Jahren nach Dresden gezogen. Als wir sie früher besucht haben, stand dieser Kuchen fast immer auf dem Tisch. Meistens leicht schief geschnitten, dick bestäubt mit Puderzucker und noch ein bisschen lauwarm. Ich weiß noch, wie ich als Teenager dachte, das sei eigentlich viel zu mächtig – und dann trotzdem zwei Stück gegessen habe.


Zwischen Ruhrgebiet und Sachsen

Bei uns zu Hause gab es eher Blechkuchen mit Streuseln oder einfache Quarkkuchen. Die Eierschecke wirkte dagegen fast schon feierlich. Drei Schichten, ordentlich Butter, viele Eier – nichts für den schnellen Sonntagskaffee. Meine Tante hat immer gesagt, das sei kein Kuchen für Eilige. Damals habe ich das nicht wirklich verstanden, heute schon. Gerade im Alltag mit Job, Kindern und Terminen hat so ein Kuchen etwas Entschleunigendes.

Ein Kuchen, der Zeit braucht

Als ich die Eierschecke jetzt selbst gebacken habe, ist mir wieder aufgefallen, wie viel Geduld sie verlangt. Hefeteig gehen lassen, Quarkschicht glatt streichen, Eierscheckenmasse vorsichtig unterheben. Nebenbei liefen Mathehausaufgaben und Diskussionen darüber, wer den Tisch deckt. Trotzdem hat mich genau das an früher erinnert: Dieses Warten, bis der Kuchen endlich aus dem Ofen darf, und der Duft, der sich langsam in der Küche ausbreitet.

Aprikosen als kleine Überraschung

Die getrockneten Aprikosen sind für mich das heimliche Highlight. Sie bringen eine leichte Säure in all die Süße und Schwere. Früher habe ich sie manchmal rausgepult, heute mag ich genau diesen Kontrast. Ich musste kurz nachlesen, ob Aprikosen typisch sind oder eher eine Variante – ganz sicher bin ich mir immer noch nicht. Aber genau das mag ich an regionalen Rezepten: Sie verändern sich von Familie zu Familie.

Kuchen für ruhige Nachmittage

Sächsische Eierschecke ist kein Kuchen für nebenbei. Sie passt zu langen Gesprächen, zu einem zweiten Kaffee und zu Tagen, an denen man sich ein bisschen Zeit nimmt. Für mich ist sie ein kleines Stück Vergangenheit auf dem Kuchenteller – bodenständig, üppig und wunderbar altmodisch.

sächsische eierschecken

Sächsische Eierschecken

Ein Original-Rezept vom Delikat-Laden kurz Deli oder Fress-ex genannt. 
Gericht Kuchen
Küche Sachsen
Portionen 1 Schnecke

Zutaten
  

  • TEIG:
  • 500 g Mehl
  • 1 Würfel Hefe
  • 75 g Zucker
  • Prise Salz
  • 75 g Butter´ zimmerwarm
  • 1 Ei
  • 1/4 L Milch lauwarm
  • Fett fürs BlechBELAG:
  • 150 g Aprikosen getrocknete
  • 750 g Magerquark
  • 350 g Zucker
  • 6 Eier
  • 100 g Mandeln gehackt
  • 250 g Butter zimmerwarm
  • 1 EL Mehl
  • 1 TL Backpulver
  • Puderzucker zum Bestäuben

Uns so wird's gemacht:
 

  • Aus den Zutaten für den Teig einen Hefeteig kneten. 20 Minuen an einem warmen Ort gehen lassen. Anschließend den Teig gründlich durchkneten, ausrollen und eine eingefettete Fettpfanne damit auslegen. Einen kleinen Rand formen.
  • Die Aprikosen klein schneiden. Quark und ein Ei mit dem Schneebesen schaumig schlagen und auf den Teig streichen. Aprikosen und Mehl gleichmäßig darüber verteilen.
  • Die restlichen Eier trennen. Das Eigelb, die Butter und den restlichen Zucker schaumig rühren, Mehl und Backpulver darüber sieben und untermischen. Das Eiweiß steif schlagen und vorsichtig unter die Masse heben. Dann die Masse auf dem Quark verteilen.
  • Im vorgeheizten Backofen bei 175°C 25-30 Minuten backen. Sollte der Kuchen zu braun werden, mit Backpapier abdecken. 
  • Kuchen erkalten lassen. Mit Puderzucker bestäuben.

Bitte beachten Sie: Angezeigte Bilder und/oder Videos der Gerichte sind KI-generiert und können vom Aussehen des tatsächlich gekochten Gerichts abweichen.