Aylesbury Duck with Orange Sauce (Aylesbury-Ente mit Orangensauce)

Aylesbury Duck with Orange Sauce (Aylesbury-Ente mit Orangensauce)

Ein Abstecher nach England, der geblieben ist

Die Aylesbury-Ente erinnert mich an eine Reise nach Südengland, die wir vor ein paar Jahren als Familie gemacht haben. Kein klassischer Urlaub mit Strand oder Sehenswürdigkeiten im Akkord, sondern eher viel Landstraße, kleine Orte und immer wieder Pubs, die von außen unscheinbar wirkten. In einem dieser Orte, irgendwo zwischen Buckinghamshire und Hertfordshire, stand Ente mit Orangensauce auf der Karte. Nichts Modernes, nichts Neuinterpretiertes. Einfach so, wie man es dort offenbar seit Jahrzehnten kocht.


Englische Küche, leiser als ihr Ruf

Englisches Essen hat ja nicht den besten Ruf, gerade bei uns. Aber genau solche Gerichte zeigen, wie ungerecht das oft ist. Die Aylesbury-Ente ist kein Spektakel, sondern zurückhaltend, fast nüchtern. Das Fleisch saftig, die Haut knusprig, dazu diese leicht bittere, süß-säuerliche Orangensauce. Kein Zuckerguss, kein Übermaß an Gewürzen. Alles bleibt klar und nachvollziehbar.

Kochen ohne großes Aufhebens

Zu Hause koche ich dieses Gericht gern, wenn ich Zeit habe, aber keine Lust auf komplizierte Abläufe. Die Ente macht im Ofen im Grunde ihr eigenes Ding. Wichtig ist nur, sie zwischendurch einzustechen, damit das Fett austreten kann. Die Sauce entsteht fast nebenbei. Orangenschalen, etwas Zucker, Sherry, Bratensaft – mehr braucht es nicht. Gerade diese Reduktion gefällt mir.

Familienkompatibel, mit Einschränkungen

Jonas ist bei Ente eher skeptisch, Lena dagegen mag sie sehr, vor allem die Orangenscheiben. Thomas schätzt das Gericht wegen seiner Klarheit. Kein Schnickschnack, kein „Fine Dining“, sondern ehrliche Küche. Dazu vielleicht ein schlichtes Gemüse oder ein paar Kartoffeln, mehr braucht es nicht.

Ein Gericht für ruhige Tage

Die Aylesbury-Ente ist für mich kein Festessen im klassischen Sinn, sondern ein Gericht für Tage, an denen man sich Zeit nimmt. Sie passt gut zu grauem Wetter, zu langen Gesprächen am Tisch und zu dem Gefühl, dass gutes Essen nicht laut sein muss, um in Erinnerung zu bleiben. Genau das habe ich aus England mitgenommen.

Aylesbury Duck With Orange Sauce

Aylesbury Duck with Orange Sauce (Aylesbury-Ente mit Orangensauce)

Portionen 2 Portionen

Zutaten
  

  • 1 Ente ca. 1 1-1,4 kg; küchenfertig mit Innereien
  • 5 Orangen
  • 1 El Brauner Zucker
  • 2 El Sherry
  • Salz
  • Pfeffer

Und so wird's gemacht:
 

  • Ente auf ein Gitter über eine Fettpfanne legen. Rundum mit einer Gabel mehrmals einstechen. Gut mit Salz und Pfeffer würzen. Eine Orange schälen und in große Stücke schneiden. Die Ente damit füllen.
  • Die Ente im vorgeheizten Ofen bei 200°C 20 Minuten braten. Dann die Hitze auf 170°C reduzieren und weitere 20 Minuten garen. Die Ente herausnehmen und noch einmal rundherum mehrmals einstechen. Mit dem Bratensaft bepinseln und für weitere 30-45 Minuten garen.
  • In der Zwischenzeit die Innereien in etwa 400 ml Wasser kochen, so dass eine Brühe entsteht. Brühe durch ein Sieb abgießen und auffangen.
  • Die Ente aus dem Ofen nehmen und warm stellen.
  • Die Schale von 3 Orangen dünn mit einem Zestenreisser abschälen. Zusammen mit der Brühe und dem Bratensaft in einen Topf geben. Sherry und Zucker zugeben. 5 Minuten kochen lassen, abschmecken.
  • Die letzte Orange in Scheiben schneiden und die Ente damit garnieren. Die Sauce seperat zur Ente reichen.

Bitte beachten Sie: Angezeigte Bilder und/oder Videos der Gerichte sind KI-generiert und können vom Aussehen des tatsächlich gekochten Gerichts abweichen.