Cock-A-Leekie (Hühnersuppe mit Lauch und Backpflaumen)

Cock-A-Leekie (Hühnersuppe mit Lauch und Backpflaumen)

Eine Suppe für kalte Januarabende

Cock-A-Leekie ist für mich so ein Gericht, das man nicht zufällig kocht. Diese Suppe hat etwas Feierliches, obwohl sie im Kern eine einfache Hühnersuppe ist. Das erste Mal bin ich darüber gestolpert, als ich mich intensiver mit dem Burns Supper beschäftigt habe. Es war Januar, draußen kalt und nass, und ich hatte Lust auf etwas Wärmendes, das mehr erzählt als nur „Suppe“. Cock-A-Leekie klang altmodisch, ein bisschen eigenwillig – und genau deshalb spannend.


Schottische Traditionen auf dem Küchentisch

Schottland verbinde ich kulinarisch oft mit Deftigem, aber diese Suppe hat mich überrascht. Lauch spielt die Hauptrolle, dazu Huhn, ein bisschen Rindfleisch und dann diese Backpflaumen, die man in einer Suppe erst einmal nicht erwartet. Ich musste zugeben, dass ich skeptisch war. Backpflaumen im Topf? Das klang eher nach Experiment als nach Tradition. Ein bisschen Recherche später war klar: Genau das macht Cock-A-Leekie aus.

Skepsis, die sich schnell gelegt hat

Beim Kochen hat sich meine Zurückhaltung schnell gelegt. Der Duft von Lauch und Brühe, dazu der leicht süßliche Estragon – das hatte etwas sehr Beruhigendes. Als die Backpflaumen dazukamen, war ich kurz versucht, doch noch weniger hineinzutun. Im Nachhinein bin ich froh, es nicht getan zu haben. Sie geben der Suppe Tiefe, ohne süß zu wirken. Thomas meinte beim Essen nur, das sei „ungewöhnlich, aber gut“. Aus seinem Mund ist das fast ein Kompliment.

Alltagstauglich trotz Geschichte

Was ich an Cock-A-Leekie besonders mag: Sie passt perfekt in unseren Alltag. Ich koche sie gern am Wochenende, wenn etwas Zeit ist, und wärme sie unter der Woche wieder auf. Nach einem langen Schultag oder nach meiner Arbeit im Marketing tut so ein Teller Suppe einfach gut. Die Kinder sortieren die Pflaumen zwar gern an den Rand, essen aber trotzdem ordentlich mit.

Warum ich diese Suppe behalten habe

Cock-A-Leekie ist für mich mehr als ein traditionelles Gericht für einen bestimmten Anlass. Sie steht für diese Art von Küche, die Geschichte und Alltag verbindet. Man muss nicht alles darüber wissen, um sie zu mögen. Es reicht, sich darauf einzulassen – und vielleicht ein bisschen Vertrauen in ungewöhnliche Zutaten zu haben. Genau deshalb hat diese Suppe einen festen Platz in meiner Winterküche bekommen.

Cock A Leekie

Cock-A-Leekie (Hühnersuppe mit Lauch und Backpflaumen)

Portionen 8 Portionen

Zutaten
  

  • 2 l Wasser
  • 1,5 kg Suppenhuhn
  • 1 gestr. TL getrockneter Estragon
  • 1 TL brauner Zucker
  • 3 Streifen durchwachsener Speck Bacon
  • 0,5 kg Rinderwade
  • 1 kg Lauch gewaschen und in dicke Scheiben geschnitten
  • 1 große Zwiebel in Streifen geschnitten
  • 8 eingeweichte Backpflaumen

Und so wird's gemacht:
 

  • Suppenhuhn in kaltem Wasser ansetzen und zum Kochen bringen. Schaum abschöpfen. Dann die restlichen Zutaten bis auf die Backpflaumen und die Hälfte vom Lauch hinzugeben und für ca. 2 Stunden köcheln lassen bis Fleisch und Huhn gar sind.
  • Die Brühe falls nötig entfetten. Das Huhn von den Knochen befreien und zusammen mit dem Fleisch in Stücke schneiden. Zusammen mit den Backpflaumen und dem restlichen Lauch zurück in die Brühe geben und für weitere 10-15 Minuten köcheln lassen.

Bitte beachten Sie: Angezeigte Bilder und/oder Videos der Gerichte sind KI-generiert und können vom Aussehen des tatsächlich gekochten Gerichts abweichen.