Typsy Laird (Cremespeise mit Biskuit)

Inhalt
Ein Abend im Zeichen von Burns
An Typsy Laird muss ich immer denken, wenn der Januar draußen grau ist und man abends gern etwas Besonderes auf dem Tisch haben möchte. Dieses Dessert gehört für mich untrennbar zu einem Burns Supper, auch wenn wir hier in Oberbayern natürlich keinen schottischen Dichter feiern wie in Edinburgh. Trotzdem habe ich mir vor ein paar Jahren angewöhnt, Ende Januar einen kleinen schottischen Abend zu Hause zu machen – mehr aus Neugier und Freude an Traditionen als aus echtem Anlass.
Schottland zwischen Alltag und Küche
Meine erste Begegnung mit Typsy Laird hatte ich tatsächlich nicht in Schottland, sondern in einer Fernsehreportage über britische Esskultur. Zwischen Haggis, Gedichten und Dudelsack tauchte plötzlich diese üppige Cremespeise auf. Biskuit, Alkohol, Beeren, Sahne – das klang nach genau der Art Dessert, die man an dunklen Winterabenden braucht. Später habe ich dann doch noch in Schottland recherchiert und gemerkt, wie fest dieses Dessert zum Burns Supper dazugehört.
Ein Dessert mit ordentlich Charakter
Typsy Laird ist nichts für Zurückhaltung. Der Biskuit wird ordentlich getränkt, und ja, der Name ist Programm. Beim ersten Mal war ich fast ein bisschen zu vorsichtig mit Sherry und Drambuie. Thomas hat mich nur trocken angeschaut und gemeint, das dürfe ruhig „schottischer“ schmecken. Seitdem halte ich mich weniger zurück. Die Kombination aus Alkohol, Himbeeren und Vanillecreme ist üppig, aber genau das macht den Reiz aus.
Familienabende mit schottischem Einschlag
Unsere Kinder essen natürlich die alkoholfreie Variante, aber sie lieben trotzdem diese Schichtung im Glas. Lena hilft gern beim Verteilen der Beeren, Jonas ist für die gerösteten Mandeln zuständig – meistens probiert er dabei mehr, als am Ende auf dem Dessert landet. Solche Abende mag ich besonders, weil sie den Alltag kurz unterbrechen, ohne großes Brimborium.
Warum Typsy Laird für mich dazugehört
Ich weiß nicht, ob wir jemals ein „echtes“ Burns Supper ausrichten werden, mit Gedichten und Zeremonie. Aber Typsy Laird ist geblieben. Es ist ein Dessert, das Geschichten erzählt, ohne kompliziert zu sein. Und es erinnert mich daran, warum ich mich so gern mit Esskulturen beschäftige: weil man sich mit einem Löffel voll Creme und Biskuit für einen Moment ganz woandershin träumen kann.
Typsy Laird (Cremespeise mit Biskuit)
Zutaten
- 1 Biskuit-Tortenboden Selbst gemacht oder gekauft
- 240 ml Himbeermarmelade
- 1 Weinglas Sherry
- 2 El Brandy oder Drambuie Schottischer Whiskylikör
- 240 gr Himbeeren
- 300 ml Sahne
- 1 El Zucker
- 2 El Gehobelte Mandeln
Vanillecreme
- 250 ml Milch
- 150 ml Sahne
- 2 Eigelb
- 50 gr Zucker
- 1 Vanilleschote oder 1 Päckchen Vanillezucker
Und so wird's gemacht:
- Den Tortenboden in größere Stücke schneiden und den Boden einer großen Glasschüssel damit auslegen. Den Sherry mit Brandy oder Drambuie verrühren und den Biskuit damit tränken. Himbeermarmelade auf den Biskuit streichen und die Himbeeren darüber verteilen.
- Für die Vanillecreme die Vanilleschote der Länge nach aufschlitzen, das Mark herauskratzen und dieses zusammen mit den Eigelb und dem Zucker sehr schaumig rühren. Milch und Sahne in einen Topf geben und zum Kochen bringen. Die heiße Flüssigkeit unter ständigem Rühren in die Eier-Zucker Mischung rühren. Die Mischung zurück in den Topf geben und unter ständigem Rühren erhitzen, bis sie anfängt einzudicken. Sie darf dabei auf keinen Fall kochen! Die angedickte Creme in eine Schüssel geben und abkühlen lassen.
- In der Zwischenzeit die Mandeln in einer Pfanne ohne Fett goldbraun anrösten.
- Die abgekühlte Vanillecreme über den Biskuit und die Himbeeren verteilen. Die restliche Sahne steif schlagen und über die Creme verteilen und glattstreichen. Mit den Mandeln dekorieren.
Bitte beachten Sie: Angezeigte Bilder und/oder Videos der Gerichte sind KI-generiert und können vom Aussehen des tatsächlich gekochten Gerichts abweichen.
