Coscie di Pollo Ripieni Abruzzeze (Gefüllte Hähnchenschenkel)

Inhalt
- Warum ich die Abruzzen-Füllung so mag
- Zutaten, wie sie bei mir in die Schüssel kommen (und was man tauschen kann)
- So fülle ich die Hähnchenschenkel – ohne Stress und ohne Sauerei
- Wohnmobil- und kleine-Küche-Tricks (weil Platz nicht alles ist)
- So essen wir das am liebsten – und was am nächsten Tag noch drin ist
- Coscie di Pollo Ripieni Abruzzeze (Gefüllte Hähnchenschenkel)
Neulich am Bodensee stand ich beim Metzger und hab wieder gemerkt: Hähnchenschenkel sind so ein unterschätztes Stück. Brust kann jeder, aber Schenkel haben Geschmack und verzeihen auch mal, wenn man nicht auf die Minute genau guckt. Meine Partnerin meinte nur: „Mach doch mal wieder was, das nach Urlaub schmeckt.“ Da hab ich an die Abruzzen gedacht – und an diese gefüllten Hähnchenschenkel, die ich mir irgendwann aus einem italienischen Kochbuch rausgeschrieben hab. Bodenständig, aber mit ein bisschen Süden in der Küche.
Warum ich die Abruzzen-Füllung so mag
Die Füllung ist im Grunde simpel: Kräuter, Zwiebel, Knoblauch, Semmelbrösel, Parmesan. Das ist nix Abgehobenes, eher so „aus dem Vorrat, aber schmeckt wie im Restaurant“. Und dann kommt am Ende der Zitronensaft drüber – das macht das Ganze frisch, ohne dass es sauer wird.
Das Gericht ist auch dankbar, wenn Besuch kommt. Es sieht nach mehr Arbeit aus, als es am Ende wirklich ist. Und ich sag mal so: Wenn man die Schenkel einmal zu hat, macht der Ofen den Rest. Da kann ich in Ruhe die Küche wieder gerade ziehen, statt rumzuhetzen.
Zutaten, wie sie bei mir in die Schüssel kommen (und was man tauschen kann)
- 6 entbeinte Hähnchenschenkel
- 6 TL Petersilie, gehackt
- 1 Knoblauchzehe, fein gehackt
- 1 Zwiebel, fein gehackt
- 1 TL Oregano (frisch oder getrocknet)
- 2 EL Semmelbrösel
- 1 EL Parmesan, gerieben
- Olivenöl
- 50 g Butter, geschmolzen
- Saft von 2 Zitronen
- Salz, Pfeffer
Austauschbar, ohne Drama:
- Petersilie: geht auch mit Basilikum oder ein bisschen Schnittlauch. Aber Petersilie passt hier am ruhigsten.
- Parmesan: Grana Padano geht genauso. Wenn gar nix da ist: ein würziger Hartkäse, fein gerieben.
- Semmelbrösel: Panko geht, oder geriebene altbackene Brötchen. Hauptsache, die Masse bindet.
- Butter: kann man im Notfall durch Olivenöl ersetzen, aber Butter gibt diese schöne Bräunung.
So fülle ich die Hähnchenschenkel – ohne Stress und ohne Sauerei
- Füllung anrühren: Petersilie, Knoblauch, Zwiebel, Oregano, Semmelbrösel und Parmesan in eine Schüssel geben und gründlich mischen. Dann Olivenöl dazu, bis eine feuchte, gut formbare Masse entsteht. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
- Schenkel füllen: Die entbeinten Hähnchenschenkel aufklappen, die Masse hineinsetzen und wieder zuklappen. Mit Zahnstochern gut verschließen. Nicht zu knapp, die Dinger haben später im Ofen auch Bewegung.
- In die Form: Auflaufform leicht buttern. Die gefüllten Schenkel reinlegen, außen mit Salz und Pfeffer würzen und die geschmolzene Butter drübergeben.
- Backen: Ofen auf 180 °C vorheizen. Die Schenkel etwa 1 Stunde backen, bis sie goldbraun sind. Wenn sie nach 45 Minuten schon sehr dunkel werden, einfach locker mit Alufolie abdecken.
- Zum Schluss: Vor dem Servieren mit Zitronensaft beträufeln. Ich mach das direkt in der Form, dann bleibt auch der Bratensaft schön aromatisch.
Wohnmobil- und kleine-Küche-Tricks (weil Platz nicht alles ist)
Ich koche ja nicht nur zu Hause, im Wohnmobil muss das auch funktionieren. Und das klappt hier erstaunlich gut:
- Füllung in einer Dose mischen: Wenn wenig Schüsselplatz ist, geht auch eine große Vorratsdose mit Deckel. Rein damit, Deckel drauf, schütteln, fertig.
- Zahnstocher nicht vergessen: Im Wohnmobil sind die Gold wert. Ohne wird’s schnell ein „offenes Konzept“ im Ofen.
- Ein Blech statt Auflaufform: Wenn die Form fehlt: Backpapier aufs Blech, Schenkel drauf. Butter drüber, läuft.
So essen wir das am liebsten – und was am nächsten Tag noch drin ist
Bei uns gibt’s dazu gern Ofenkartoffeln oder einfach Brot, um den Saft aufzutunken. Ein grüner Salat passt auch, muss aber nicht. Das ist so ein Essen, das satt macht, ohne dass man danach das Gefühl hat, man hätte einen Zementsack verschluckt.
Falls was übrig bleibt: kalt in Scheiben geschnitten ist das am nächsten Tag richtig gut, zum Beispiel im Brötchen mit ein bisschen Zitronensaft oder einem Klecks Joghurt. Ist nicht original Abruzzen – aber im Alltag zählt, dass es schmeckt und nicht kompliziert wird.
Coscie di Pollo Ripieni Abruzzeze (Gefüllte Hähnchenschenkel)
Zutaten
- 6 Hähnchenschenkel entbeint
- 6 Tl Petersilie gehackt
- 1 Knoblauchzehe fein gehackt
- 1 Zwiebel fein gehackt
- 1 Tl Oregano frisch oder getrocknet
- 2 El Semmelbrösel
- 1 El Parmesan gerieben
- Olivenöl
- 50 gr Butter geschmolzen
- Saft von 2 Zitronen
- Salz
- Pfeffer
Und so wird's gemacht:
- Alle Zutaten bis auf die Hähnchenschenkel, Butter und Zitronensaft in eine Schüssel geben und gründlich mischen. Öl zugießen, bis eine feuchte Masse entsteht. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
- Die Hähnchenschenkel mit der Masse füllen und mit Zahnstocher gut verschließen. Hähnchenschenkel mit Salz und Pfeffer würzen und in eine leicht eingebutterte Auflaufform legen. Geschmolzene Butter darübergießen.
- Im vorgeheizten Backofen bei 180°C in etwa einer Stunde goldbraun anbraten.
- Vor dem Servieren mit dem Zitronensaft beträufeln.
Bitte beachten Sie: Angezeigte Bilder und/oder Videos der Gerichte sind KI-generiert und können vom Aussehen des tatsächlich gekochten Gerichts abweichen.
