Copete (Mandelflocken)

Inhalt
Süßes vom Bäcker nebenan
Copete habe ich in der Basilikata kennengelernt, eher zufällig und ganz nebenbei. Wir waren an einem Vormittag unterwegs, ohne konkretes Ziel, und sind in einem kleinen Ort stehen geblieben, um Kaffee zu trinken. Neben der Bar gab es eine winzige Bäckerei, mehr Verkaufsfenster als Laden. In der Auslage lagen diese hellen, leicht unregelmäßigen Häufchen, bestäubt mit Puderzucker. Ich habe eines mitgenommen, einfach aus Neugier.
Knusprig, weich und sehr süß
Der erste Biss war überraschend. Außen leicht knusprig, innen weich und fast ein bisschen klebrig. Mandeln, Eiweiß, Zucker – mehr braucht es nicht. Der Zimt war nur ein Hauch, gerade so viel, dass man ihn wahrnimmt. Es sind keine feinen, zurückhaltenden Kekse. Copete sind süß, sehr süß sogar. Aber genau das passte perfekt zu einem kleinen Espresso im Stehen.
Gebäck für zwischendurch
Was mir an Copete gefallen hat: Sie wirken wie ein typisches Alltagsgebäck. Nichts Festliches, nichts für große Anlässe. Eher etwas, das man sich schnell gönnt, wenn man ohnehin am Bäcker vorbeikommt. In der Basilikata scheint genau das wichtig zu sein. Essen muss nicht immer erklärt oder zelebriert werden. Es ist einfach da, gehört zum Tag.
Nachgebacken in der eigenen Küche
Zu Hause habe ich das Rezept relativ schnell ausprobiert. Die Zutaten sind überschaubar, die Zubereitung unkompliziert. Beim Backen duftet die Küche sofort nach Mandeln und Zucker, sehr warm und vertraut. Die Kinder mochten die Copete sofort, Lena wegen der Süße, Jonas wegen der knusprigen Ränder. Thomas findet sie „sehr italienisch“, was bei ihm meist ein Kompliment ist.
Warum ich sie mag
Copete sind kein Keks, von dem man viele isst. Aber genau ein oder zwei passen perfekt zu Kaffee oder Tee. Für mich sind sie eine kleine Erinnerung an diese Region, die oft übersehen wird. Unspektakulär, ein bisschen rau, aber mit viel Charakter. Und manchmal reicht genau das: ein einfacher Keks, der einen kurz zurück an einen anderen Ort bringt.
Copete (Mandelflocken)
Zutaten
- 120 g Mandeln geschält
- 2 Eiweiß
- 380 g Puderzucker
- Zimt
Uns so wird's gemacht:
- Die Mandeln im Ofen bräunen und fein hacken. Das steif geschlagene Eiweiß mit den Mandeln, etwas Zimt und dem Puderzucker gut vermischen. Dabei einen kleinen Teil Zucker aufheben. Ist die Masse zu flüssig, mehr Mandeln zugeben
- Mit einem Löffel ungefähr 30 Häufchen auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech verteilen.
- Übrigen Puderzucker drübersieben und im vorgeheizten Backofen bei ca. 175°C etwa 15 Minuten backen.
Bitte beachten Sie: Angezeigte Bilder und/oder Videos der Gerichte sind KI-generiert und können vom Aussehen des tatsächlich gekochten Gerichts abweichen.
