Lettische Kümmelkekse

Lettische Kümmelkekse

Neulich hat meine Partnerin beim Kaffee so’n Keks aus der Dose gefischt und meinte nur: „Heinz, der schmeckt irgendwie nach… Brotgewürz?“ Ich hab gelacht, weil’s stimmt: Kümmel in Keksen klingt erstmal wie falsche Abzweigung. Aber genau das macht die lettischen Kümmelkekse so gut. Nicht geschniegelt, nicht geschniegelt-süß, sondern schön würzig, dazu Orange – das passt, als wär’s schon immer so gedacht gewesen.


Warum ausgerechnet Kümmel im Keks? Und warum das funktioniert

Ich komm ja aus’m Ruhrpott, da ist Kümmel eher beim deftigen Essen zuhause. Hier unten im Süden ist’s auch nicht fremd, aber im Keks? Hätt ich früher auch die Stirn gerunzelt. Ich hab das Rezept mal online aufgeschnappt (irgendwo beim Stöbern, wie das so ist), ausprobiert – und seitdem bleiben die Dinger im Kopf.

Der Kümmel gibt so eine warme, herbe Note, und die Orange zieht das Ganze wieder in Richtung „Keks“. Nicht zu süß, eher erwachsen. Das ist was für Leute, die beim Naschen nicht gleich ‘ne Zuckerschelle brauchen.

Was du brauchst – und was du dir sparen kannst

Die Zutatenliste ist angenehm bodenständig. Vollrohrzucker bringt schon von sich aus so’n karamelliges Aroma, das gut mit dem Kümmel zusammenspielt. Und Vollkornmehl macht die Kekse etwas kerniger – die wirken nicht wie feines Teegebäck, eher wie „ordentliche“ Kekse.

  • Butter weich: Nicht flüssig. Weich heißt: Finger reindrücken geht, aber sie läuft nicht weg.
  • Orange: Ich nehme wirklich nur eine kleine. Zu viel Saft macht den Teig schnell zu weich.
  • Kümmel ganz: Bitte nicht gemahlen. Die kleinen Körner sind später das Schöne dran.

Wenn du nur eine winzige Küche hast (Wohnmobil oder Ferienwohnung): Eine Schüssel, ein Löffel und ein Messer reichen. Handmixer ist nett, aber kein Muss. Ich hab den Teig auch schon mit dem Holzlöffel gerührt – dauert halt ‘ne Minute länger, aber wir sind ja nicht auf der Flucht.

Der Teig als Rolle: mein Trick für stressfreie Kekse

Das Beste an dem Rezept ist diese Teigrolle im Papier. Du machst den Teig fertig, rollst ihn ein, ab in den Kühlschrank – und später schneidest du einfach Scheiben. Kein Ausrollen, kein Ausstechen, kein Mehl überall. Genau mein Ding.

Wichtig ist nur: Die Rolle sollte halbwegs gleichmäßig dick sein. Dann backen die Kekse auch gleichmäßig. Und wenn die Rolle im Kühlschrank richtig fest ist, schneidet sich das wie Butter – na gut, wie kalte Butter.

  • Wenn der Teig beim Formen klebt: Hände kurz mit kaltem Wasser anfeuchten oder das Papier als „Hilfe“ nutzen und den Teig darüber glattrollen.
  • Wenn du Zeit hast: Ruhig länger kühlen als nötig. Über Nacht geht auch.

Backen ohne Theater: so werden die Ränder goldbraun

Bei 180°C sind die Kekse flott fertig. Ich bleib beim ersten Blech immer in der Nähe, weil jeder Ofen so sein eigenes Temperament hat. Nach 10 Minuten gucken, ob die Ränder schon Farbe kriegen. Bei mir sind’s meistens 11 Minuten.

Die Kekse kommen recht weich raus und werden beim Abkühlen fester – also nicht nervös werden. Wenn die Ränder goldbraun sind, passt das.

  • Abstand auf dem Blech: Ein bisschen Platz lassen, sie laufen minimal auseinander.
  • 0,5 cm Scheiben: Das ist wirklich ein guter Wert. Dicker dauert länger und wird innen schnell zu „brotig“.

So schmecken sie am nächsten Tag (und wie ich sie auf Reise mitnehme)

Am Backtag sind sie schon gut, aber am nächsten Tag sind sie noch runder im Geschmack. Kümmel und Orange setzen sich dann richtig zusammen. Ich pack sie gern in eine Dose, und im Wohnmobil sind die super: krümeln nicht übermäßig, halten ein paar Tage durch und passen zu Kaffee genauso wie zu Tee.

Und wenn jemand wieder sagt „Kümmel im Keks ist ja komisch“ – einfach einen in die Hand drücken. Danach wird meistens nur noch geknabbert.

Rezept: Lettische Kümmelkekse (48 Stück)

Zutaten

  • 100 g weiche Butter
  • 225 g Vollrohrzucker
  • 1 Ei
  • 2 TL Kümmel (ganz)
  • Saft und Schale einer kleinen Orange
  • 300 g Weizenvollkornmehl
  • 1/2 TL Backnatron
  • 1/4 TL Salz

Und so wird’s gemacht

  1. Butter und Zucker schaumig rühren. Ei, Kümmel, Orangenschale und 2 EL Orangensaft einrühren und alles gut mischen. Salz mit Mehl und Natron vermengen und langsam in die Buttermischung einarbeiten, bis ein glatter Teig entsteht.
  2. Teig auf ein ca. 30 cm langes Stück Pergamentpapier legen. Den Teig im Papier zu einer glatten, ca. 25 cm langen und etwa 5 cm dicken Rolle formen. Die Enden des Papiers wie Bonbonpapier zudrehen und die Rolle im Kühlschrank fest werden lassen.
  3. Den Teig in 0,5 cm dicke Scheiben schneiden und 10–12 Minuten bei 180°C backen, bis die Ränder goldbraun sind.
Lettische Kümmelkekse

Lettische Kümmelkekse

Gericht Kekse
Küche Lettland
Portionen 48 Stück

Zutaten
  

  • 100 g weiche Butter
  • 225 g Vollrohrzucker
  • 1 Ei
  • 2 TL Kümmel ganz
  • Saft und Schale einer kleinen Orange
  • 300 g Weizenvollkornmehl
  • 1/2 TL Backnatron
  • 1/4 TL Salz

Und so wird's gemacht:
 

  • Butter und Zucker schaumig rühren. Ei, Kümmel, Orangenschale und 2 EL Orangensaft einrühren und alles gut mischen. Salz mit Mehl und Natron vermengen und langsam in die Buttermischung einarbeiten, bis ein glatter Teig entsteht.
  • Teig auf ein 30 cm langes Stück Pergamentpapier legen. Den Teig im Papier zu einer glatten, ca. 25 cm lang und 5 cm dicken Rolle Formen. Die Enden des Papiers wie Bonbonpapier zu drehen und die Rolle im Kühlschrank fest werden lassen.
  • Den Teig in 0,5 cm dicke Scheiben schneiden und 10-12 Min. bei 180°C backen, bis die Ränder goldbraun sind.

Bitte beachten Sie: Angezeigte Bilder und/oder Videos der Gerichte sind KI-generiert und können vom Aussehen des tatsächlich gekochten Gerichts abweichen.