Chicago-Style Pan Pizza (Pfannenpizza)

Chicago-Style Pan Pizza (Pfannenpizza)

Beim Blick in unsere Wursttheke muss ich oft schmunzeln, wenn Leute „Pizza-Belag“ sagen und dann auf Salami zeigen. In Chicago würden die mit grober Bratwurst ziemlich glücklich werden. Diese Pan Pizza aus der Form ist kein filigranes Neapel-Ding, sondern eher ein solides Abendessen: dicker Boden, viel Käse, würzige Wurst und oben drauf eine Tomatenschicht.


Warum Chicago-Style in der Form einfach Sinn macht

Das Prinzip ist simpel: Du bäckst die Pizza in einer gut gefetteten Form, dadurch wird der Rand fast wie bei einer Focaccia. Der Teig kann ordentlich aufgehen, und du bekommst unten eine kräftige, goldene Kruste. Für den Alltag ist das dankbar, weil du nicht mit Pizzastein, Schieber und superheißen Temperaturen jonglieren musst.

Wichtig zu wissen: Bei dieser Variante kommt der Käse unter die Sauce. Das schützt den Käse vor dem Austrocknen und hält das Ganze saftiger. Und ja, das ist am Ende eher „Pizza-Auflauf“ als dünner Fladen – aber genau das ist hier auch der Plan.

Teig: lieber weich, aber nicht schlapp

Mit 20 g Hefe auf 500 g Mehl bist du auf der sicheren Seite, gerade wenn’s zügig gehen soll. Der Vorteig mit Zucker und ein bisschen Mehl ist oldschool, funktioniert aber zuverlässig. Beim Kneten achte ich drauf, dass der Teig glatt wird und nicht mehr so klebt, dass er dir überall hängen bleibt.

Ein Punkt aus der Praxis: Das Wasser nicht komplett auf einmal reinkippen. Mehl nimmt je nach Type und Lagerung unterschiedlich auf. Ich starte mit dem angegebenen groben Maß (ca. 1/8 l) und gebe schluckweise nach, bis der Teig weich, aber formbar ist. Olivenöl im Teig macht ihn geschmeidiger und hilft später auch bei der Kruste.

  • Gehzeit wirklich nutzen: erst der Vorteig, dann die Stunde im Napf.
  • Form ordentlich einfetten, auch am Rand. Sonst reißt dir der Rand beim Stückeschneiden gern mal aus.

Belag wie aus der Metzgerei: Bratwurst richtig einsetzen

Die grobe Bauernbratwurst ist hier der Star. Ich nehme sie nicht als Scheiben, sondern bröckele sie mit den Händen. So verteilt sie sich gleichmäßiger und du hast in jedem Stück was davon. Beim Anbraten geht’s nicht darum, sie tot zu braten, sondern Farbe und Röstaromen zu kriegen.

Der Trick mit dem Fett in der Pfanne ist gut: Wurst raus mit dem Schaumlöffel, Fett drin lassen. Genau in dem Fett dünstest du dann Zwiebel und Champignons. Das gibt Geschmack, ohne dass du groß extra Öl nachschütten musst (der Esslöffel Olivenöl ist dann eher „falls die Pfanne trocken ist“).

Fenchelsamen ist so ein kleiner Chicago-Move, weil er an italienische Wurst erinnert. Aber wirklich nur eine kleine Prise. Sonst schmeckt’s schnell nach Fencheltee.

Schichten, die funktionieren: Käse unten, Sauce oben

Reihenfolge ist bei der Pfannenpizza entscheidend, sonst wird’s matschig:

  1. Teig in die gefettete Form drücken, bis hoch an den Rand.
  2. Gebratene Wurst drauf verteilen.
  3. Mozzarella drüber, ruhig flächig.
  4. Dann erst die Tomaten-Zwiebel-Champignon-Sauce oben drauf.
  5. Zum Schluss Parmesan.

Bei den Tomatenstücken finde ich das Abgießen richtig, weil sonst zu viel Wasser in der Form landet. Die Sauce soll löffelbar sein, nicht suppig. Oregano, Salz, Pfeffer und der Hauch Fenchel reichen. Wenn du’s schärfer willst: ein bisschen Chiliflocke passt, ist aber kein Muss.

Backen und Schneiden: so bleibt die Pizza stabil

175 °C und rund 25–35 Minuten ist realistisch, je nach Ofen und Formmaterial. Ich schaue auf zwei Dinge: Der Käse muss wirklich durch sein, und der Rand soll sichtbar goldbraun werden. Wenn oben alles gut aussieht, aber unten noch blass ist, stell die Form die letzten 5 Minuten eine Schiene tiefer.

Nach dem Backen nicht sofort zerlegen. Gib der Pizza 5–10 Minuten Ruhe. Dann setzt sich der Käse, und die Stücke laufen dir nicht weg. Zum Schneiden nehme ich bei so einer dicken Nummer lieber ein stabiles Messer oder einen großen Wiegemesser-Schnitt, nicht nur den kleinen Pizzaroller.

Unterm Strich: Das ist schwere Kost, aber ehrlich gute. Perfekt für einen Abend mit Serie nebenbei und einem kalten Getränk, wenn keiner Lust auf „ganz fein“ hat.

Chicago Style Pan Pizza Pfannenpizza

Chicago-Style Pan Pizza (Pfannenpizza)

Gericht Pizza
Portionen 6 Portionen

Zutaten
  

  • Für den Teig:
  • 20 gr Hefe
  • 500 gr Mehl
  • 3-4 EL Olivenöl
  • 1 Prise Zucker
  • SalzFür den Belag:
  • 450 gr. Grobe Bauernbratwurst
  • 225 gr. Mozarell gerieben
  • 225 gr. Frische Champignon in Scheiben
  • 1 Kleine Zwiebel in Würfel geschnitten
  • 1 Knoblauchzehe fein gehackt
  • 1 El Olivenöl
  • 1 Dose a ca. 700 ml Tomatenstücke abgegossen
  • Oregano getrocknet
  • Salz
  • 1 kl. Prise Fenchelsamen
  • 50 gr. Frisch geriebener Parmesan

Und so wird's gemacht:
 

  • Für den Pizzateig in einer kleinen Schüssel Hefe mit 1 Prise Zucker und 2 EL lauwarmem Wasser verrühren. 2 EL Mehl untermischen und den kleinen Teigklumpen etwa eine halbe Stunde an einem warmen Ort gehen lassen.
  • Das restliche Mehl auf ein Backbrett oder auf den Tisch häufen, in die Mitte eine Mulde drücken und den Vorteig hineingeben. Eine Prise Salz zufügen und das Ganze mit etwa einem 1/8l lauwarmem Wasser zu einem glatten Teig kneten. Den Teig zu einem Laib formen und in eine Schüssel legen. Mit einem Tuch bedecken und an einem warmen Ort eine weitere Stunde gehen lassen.
  • Eine feuerfeste Auflaufform mit ca. 25x33cm Größe einfetten. Den Teig mit den Händen hineingeben und flachdrücken, so dass er auch den Rand bedeckt.
  • Die Bauerbratwurst mit dem Händen zerbröckeln und in einer Pfanne unter Rühren von allen Seiten braun anbraten. Die Wurst mit einem Schaumlöffel heraushebe, so dass möglichst viel Fett in der Pfanne bleibt. Wurst über dem Pizzateig verteilen. Mozarella über die Wurst streuen.
  • Zwiebeln und Champignons in die Pfanne geben und dünsten, bis die Zwiebeln glasig sind. Dann den Knoblauch und die Tomatenstücke zugeben. Mit Oregano, Salz, Pfeffer und Fenchelsamen würzen und einige Minuten köcheln lassen.
  • Tomatensauce mit einem Löffel über dem Mozarella verteilen. Den Parmesankäse daraüberstreuen und im vorgeheizten Backofen bei 175°C 25-25 Minuten backen, bis der Käse zerlaufen und die Kruste goldbraun ist.  

Bitte beachten Sie: Angezeigte Bilder und/oder Videos der Gerichte sind KI-generiert und können vom Aussehen des tatsächlich gekochten Gerichts abweichen.