Dominokuchen

Dominokuchen

Beim Blechkuchen merk ich im Laden immer wieder: Die Leute wollen was, das nach Kindheit schmeckt, aber trotzdem satt macht und nicht nach zwei Stunden trocken ist. Dominokuchen ist so ein Kandidat. Der kommt nicht schick daher, aber der hat drei klare Schichten und am Ende diesen Schokoguss, der alles zusammenhält. Thüringen hat da ein paar richtig bodenständige Blechkuchen am Start, und der hier passt genau in die Kategorie „ein Stück reicht erst mal“.


Warum Dominokuchen so gut funktioniert: Boden, Quark, Decke

Das Prinzip ist simpel: unten ein dunkler Mürbeteig als stabiler Träger, in der Mitte eine Quarkschicht, die saftig bleibt, und oben ein lockerer Rührteig. Wenn das Verhältnis passt, kriegst du einen Kuchen, der sich sauber schneiden lässt und am nächsten Tag oft sogar besser ist.

Der Mürbeteig ist hier mit Kakao. Das gibt nicht nur Farbe, sondern auch ein bisschen herbere Note. Wichtig ist: nicht zu viel Wasser reinkippen. Der Teig soll gerade so zusammenkommen. Wenn der zu weich wird, hast du nachher eher „Keksboden mit Ausrede“ statt Mürbeteig.

Der dunkle Mürbeteig: kurz kneten, kalt stellen, dann ab aufs Blech

Mehl sieben, Margarine in Flöckchen, Zucker, Salz, Kakao und Backpulver dazu. Ei rein, dann mit lauwarmem Wasser vorsichtig nachhelfen. Ich mach das so: erst mal nur wenig Wasser, und wenn noch trockene Stellen bleiben, teelöffelweise nachlegen.

30 Minuten kalt stellen sind nicht Deko, das bringt wirklich was. Dann lässt sich der Teig besser ausrollen und zieht sich beim Backen nicht so wild zusammen. Auf bemehlter Fläche ausrollen und aufs gefettete Backblech legen. Wenn er reißt: nicht ärgern, einfach flicken und andrücken. Sieht nachher keiner mehr.

Quarkmasse wie aus dem Thüringer Blechkuchen-Heft: kräftig rühren, nicht sparen

Bei der Quarkschicht entscheidet sich, ob der Kuchen „nur süß“ ist oder wirklich gut. Butter, Zucker und Eier kräftig verrühren, dann Quark, Vanillezucker, Zitronensaft und den abgekühlten, gekochten Vanillepudding dazu. Der Pudding ist hier der Trick: Der stabilisiert und macht die Masse cremig, ohne dass sie wässrig wird.

Wichtig: Pudding wirklich abkühlen lassen. Wenn der noch warm ist, kann dir die Butter-Ei-Mischung unschön reagieren, und die Masse wird grisselig. Die Quarkmasse dann gleichmäßig auf dem dunklen Boden verteilen.

Oben drauf der helle Teig: Bittermandel nur als Hintergrund

Für den oberen Teig Eier, Zucker und Öl rühren, dann einen Spritzer Bittermandelöl dazu. Das soll nicht nach Weihnachtsbäckerei schmecken, eher so ein leiser Ton im Hintergrund. Mehl und Backpulver sieben und unterrühren, dann mit dem Schneebesen kräftig schlagen, bis der Teig schön glatt ist.

Den Teig auf die Quarkmasse geben und möglichst gleichmäßig verteilen. Das geht am besten mit einem Löffel in Klecksen und dann vorsichtig verstreichen. Nicht zu wild drücken, sonst ziehst du die Quarkschicht hoch.

Backen bei 180 °C für etwa 30 Minuten. Jeder Ofen lügt ein bisschen, deswegen: Oberfläche soll gesetzt sein und leicht Farbe kriegen. Wenn du mit dem Finger ganz leicht drauf tippst, sollte der obere Teig nicht mehr „wackeln“.

Schokoguss mit Kokosfett und Rum: glänzt, knackt, hält frisch

Erst komplett auskühlen lassen, sonst läuft dir der Guss weg. Für den Guss Zucker, Vanillezucker und Ei gut verrühren, dann Kakao sieben und Rum dazu. Beim Rum gilt: lieber mit wenig anfangen, nachlegen kannst du immer. Zu viel macht den Guss dünn.

Kokosfett schmelzen, dann wieder etwas abkühlen lassen. Anschließend löffelweise unter Rühren in die Kakaomasse geben. So wird das schön glatt und glänzend. Den Guss möglichst gleichmäßig auf dem Kuchen verteilen.

Wenn du saubere Stücke willst: den Guss anziehen lassen und dann mit einem warmen Messer schneiden. Warm heißt: kurz heißes Wasser, abwischen, schneiden. Das spart dir viel Gefummel.

Dominokuchen

Dominokuchen

Portionen 1 Kuchen

Zutaten
  

  • unterer Teig: Mürbeteig
  • 250 g Mehl
  • 100 g Margarine
  • 100 g Zucker
  • 1 Pr. Salz
  • 2 Kakao
  • 1/2 Backpulver
  • 1 Ei
  • 2 Wasser lauwarmes, evtl. mehr
  • 100 g Butter
  • 150 g Zucker
  • 2 Eier
  • 750 g Quark
  • 1 Vanillezucker
  • 2 Zitronensaft
  • 3 Vanillepudding gekochten, abgekühlten 1 Puddingpulver Vanillegeschma
  • 3 Eier 175 g Zucker
  • 175 ml Speiseöl
  • 1 Spritzer Bittermandelöl
  • 150 g Mehl
  • 1 Backpulver
  • 3 Zucker
  • 1 Vanillezucker
  • 1 Ei
  • 2 Kakao evtl. mehr
  • 125 g Kokosfett
  • 1 Rum evtl. mehr

Und so wird's gemacht:
 

  • Mehl in eine Schüssel sieben. Margarineflöckchen, Zucker, Kakao, Gewürz und Backpulver zugeben. Ei und Wasser hinzufügen und alles zu einem Teig verkneten. Den Teig 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen, auf bemehlter Unterlage ausrollen und auf das gefettete Backblech legen.
  • Für den Belag Butter, Zucker und Eier kräftig miteinander verrühren, den Quark und die übrigen Zutaten hinzufügen und weiter rühren. Die Masse gleichmäßig auf dem dunklen Teig verteilen. B
  • eginnend mit Eiern, Zucker und Öl den oberen Teig rühren, Bittermandelöl, das gesiebte Mehl sowie das Backpulver zufügen. Alles mit dem Schneebesen schlagen und auf die Quarkmasse geben. Bei guter Mittelhitze backen und erkaltet mit einem Schokoguß überziehen.
  • Dafür Zucker, Vanillezucker und Ei gut verrühren, den gesiebten Kakao und den Rum zufügen, weiter rühren. Kokosfett erhitzen, bis es flüssig ist, wieder abkühlen lassen und löffelweise zugeben. Rühren. Möglichst gleichmäßig verteilen.
  • Backzeit: 30 Minuten Hitze: 180° C

Bitte beachten Sie: Angezeigte Bilder und/oder Videos der Gerichte sind KI-generiert und können vom Aussehen des tatsächlich gekochten Gerichts abweichen.