Tea Cream (Teecreme)

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Eine Dessertcreme, die nach Tee schmeckt, klingt erst einmal nach einer Idee aus einem Hotel, in dem die Teekanne mehr Aufmerksamkeit bekommt als der Kaffee. Dabei ist diese Tea Cream erstaunlich schlicht: Milch, Eier, Sahne, Gelatine – und ein Tee, der hier nicht nur nebenbei mitläuft, sondern den Ton angibt.
Der Tee entscheidet über die ganze Creme
Bei diesem Dessert lohnt es sich, nicht den erstbesten Beutel aus der Küchenschublade zu nehmen. Der Tee bleibt klar erkennbar, auch wenn Milch und Sahne ihn weicher machen. Earl Grey bringt seine bergamottige, leicht herbe Seite mit. Jasmintee wirkt feiner und blumiger, fast ein wenig zurückhaltend. Lapsang Souchong dagegen macht aus der Creme eine rauchige Angelegenheit – spannend, aber sicher nicht für jeden Tisch.
Ich würde die Ziehzeit eher als Orientierung sehen. Nach zehn Minuten kostet man am besten einmal vorsichtig. Die Milch soll deutlich nach Tee schmecken, darf aber nicht bitter werden. Gerade bei Earl Grey kippt das schneller, als man denkt. Tee kann sehr charmant sein, bis er beschließt, alles zu übertönen.
Eine luftige Creme mit etwas Geduld
Die Konsistenz liegt irgendwo zwischen klassischer Mousse und gestürztem Pudding. Die geschlagene Sahne und das Eiweiß machen sie leicht, die Gelatine hält alles gerade so zusammen, dass sich die Creme aus der Form lösen lässt.
Wichtig ist, die Sahne nicht zu fest zu schlagen. Sie soll beim Unterheben noch weich sein und sich gut mit der Eier-Milch-Masse verbinden. Auch das Eiweiß wird am besten in zwei Portionen untergehoben. So bleibt möglichst viel Luft erhalten, und die Creme wird nicht kompakt oder gummiartig.
Da die Eigelbe in diesem Rezept nicht erhitzt werden, verwende ich dafür sehr frische Eier und stelle die Creme danach direkt kalt. Das ist kein Dessert für stundenlanges Herumstehen auf dem sommerlichen Balkon. Aber ohnehin schmeckt sie gut durchgekühlt deutlich besser.
Stürzen ohne unnötiges Drama
Die Schüssel vor dem Einfüllen mit kaltem Wasser auszuspülen, ist ein kleiner Handgriff mit großem Nutzen. Die Creme löst sich später leichter, ohne dass man mit Messern am Rand entlangfahren muss. Ich lasse sie am liebsten über Nacht im Kühlschrank. Nach zwei bis drei Stunden kann sie fest genug sein, aber über Nacht wird sie verlässlicher – und der Tee bekommt noch etwas mehr Ruhe, was in diesem Fall durchaus angemessen ist.
Zum Stürzen die Form kurz in warmes Wasser halten und dann auf einen Teller drehen. Falls sie zögert, hilft Geduld mehr als Kraft. Ein kurzes Klopfen auf den Schüsselboden reicht oft schon. Die Creme soll schließlich auf dem Teller landen, nicht als dekorativer Rest an der Form kleben.
Früchte als frischer Gegenpol
Frische Beeren passen besonders gut dazu: Himbeeren, Erdbeeren, Johannisbeeren oder Brombeeren bringen Säure und Farbe auf den Teller. Bei Earl Grey mag ich auch Orangenfilets oder ein paar Grapefruitstücke dazu. Mit Jasmintee funktionieren reife Pfirsiche oder Nektarinen sehr schön.
Bei einer rauchigen Lapsang-Souchong-Version würde ich es schlichter halten, etwa mit Brombeeren oder säuerlichen Pflaumen. Zu viele weitere Aromen braucht diese Creme nicht. Ein paar Früchte, vielleicht ein Löffel ihres Safts auf dem Teller, und dann diese kühle, zarte Teeschicht dazwischen. Mehr Inszenierung wäre hier eher Ablenkung.
Tea Cream (Teecreme)
Zutaten
- 15 gr loser aromatischer Tee wie Earl Grey Yasmintee oderr Lapsong Souchong
- 300 ml Milch
- 2 Eier getrennt
- 2 El Zucker
- 1 El Gelatine
- 150 ml Sahne
- Frische Früchte zur Dekoration
Und so wird's gemacht:
- Tee und Milch vorsichtig aufkochen. Vom Feuer nehmen und 10-15 Minuten ziehen lassen.
- Eigelb mit dem Zucker schaumig rühren. Die Milch durch ein Sieb zu den Eiern geben und gründlich verrühren.
- Die Gelatine in etwas kaltem Wasser einweichen, dann mit dem Wasser erhitzen, bis sich die Gelatine vollständig aufgelöst hat. Unter Rühren zu der Eier-Milch Masse geben.
- Die Sahne schlagen, bis sie gerade beginnt, steif zu werden und unter die Masse heben. Die Eiweiß mit einer Prise Salz sehr steif schlagen und ebenfalls unter die Masse heben.
- Eine Schüssel mit kaltem Wasser ausspülen und die Masse hineingießen. Mindestens 2-3 Stunden, besser noch über Nacht, im Kühlschrank auskühlen lassen, bis die Creme fest ist.
- Aus der Form stürzen und mit frischen Früchten dekorieren.
Bitte beachten Sie: Angezeigte Bilder und/oder Videos der Gerichte sind KI-generiert und können vom Aussehen des tatsächlich gekochten Gerichts abweichen.
