Stamppot (Grünkohl-Eintopf mit Würstchen)

Stamppot (Grünkohl-Eintopf mit Würstchen)

Es gibt Essen, das nicht geschniegelt sein will, sondern einfach ehrlich satt macht. Stamppot ist genau so ein Fall. Als es hier das erste Mal auf dem Tisch stand, guckte Lena skeptisch auf diesen großen, grünen Berg und fragte, ob das „Absicht“ sei. Fünf Minuten später war Ruhe – nur noch das leise Klirren von Besteck und ein sehr zufriedenes „Boah, das wärmt richtig“.


Ein Topf, der keine Kompromisse kennt

Stamppot ist nichts für Zierportionen oder filigrane Häppchen. Das ist ein Essen, das sagt: Setz dich, iss, dir geht’s gleich besser. Kartoffeln, Grünkohl, Butter, Milch – mehr Bodenständigkeit geht kaum. Und genau deshalb liebe ich dieses Gericht so sehr, besonders an kalten, grauen Tagen.

Grünkohl mal anders

Ich bin ja mit Grünkohl eher klassisch aufgewachsen – Ruhrpott lässt grüßen. Mit Pinkel, lange gekocht, ordentlich deftig. Die niederländische Variante ist etwas milder, runder, fast cremig. Der Kohl wird nicht totgekocht, sondern bleibt Teil einer großen, grünen Umarmung mit Kartoffelbrei. Klingt kitschig, schmeckt aber grandios.

Die Wurst ist kein Nebendarsteller

Ob klassische Fleischwurst oder original holländische Rookworst: Hier darf nicht gespart werden. Die Wurst liegt nicht zufällig obenauf – sie gehört zum Ritual. Beim Anschneiden läuft der Saft in den Brei, und plötzlich macht alles Sinn. Thomas nennt das „funktionale Perfektion“. Ich nenne es: sehr gutes Essen.

Butter, Mulde, Glück

Diese kleine Mulde im Brei ist kein Deko-Gag. Das ist ernst gemeint. Ein Stück Butter hinein, schmelzen lassen, umrühren – und dann probieren. Muskat, Pfeffer, ein Hauch Knoblauchpulver… mehr braucht es nicht. Das ist kein Gericht für Experimente, sondern für Verlässlichkeit.

Reste? Werden besser

Falls tatsächlich etwas übrig bleibt (kommt selten vor): Am nächsten Tag schmeckt Stamppot fast noch besser. Kurz in der Pfanne angebraten, vielleicht mit einem Spiegelei obendrauf – da wird aus Resteverwertung ein kleines Highlight.

Wenn ihr Lust auf ehrliche Küche habt, die wärmt und satt macht, dann ist dieser Stamppot genau richtig. Schreibt mir gern, ob ihr Team „extra Butter“ oder Team „passt schon so“ seid – ich ahne die Antwort. 🥔🥬

Stamppot

Stamppot (Grünkohl-Eintopf mit Würstchen)

Gericht Eintöpfe
Portionen 6 Portionen

Zutaten
  

  • 2.5 kg Kartoffeln
  • 1.5 kg Grünkohl
  • 2 große Fleischwurst oder Rookworst aus Holland
  • 80 g Butter
  • Salz
  • Pfeffer
  • Muskat
  • Knoblauchpulver
  • 1.5 Liter Milch 

Und so wird's gemacht:
 

  • Kartoffeln schälen, vierteln und gar kochen. Grünkohl klein schneiden und in einem weiteren Topf mit Wasser bedeckt gar kochen. Wurst in Wasser erwärmen.
  • Aus den Kartoffeln und der Milch Kartoffelbrei zubereiten und unter den abgetropften Grünkohl mischen, vermengen und mit den übrigen Gewürzen und der Butter vermengen.
  • Beim Anrichten einen halben oder viertel Ring Fleischwurst auf den "Berg" Grünkohl-Kartoffelbrei legen, anschließend eine kleine Mulde in den Brei drücken und ein kleines Stück Butter hineinlegen.

Bitte beachten Sie: Angezeigte Bilder und/oder Videos der Gerichte sind KI-generiert und können vom Aussehen des tatsächlich gekochten Gerichts abweichen.