Akadischer Fischpfannekuchen

Akadischer Fischpfannekuchen

Neulich hat meine bessere Hälfte beim Durchblättern von so ’nem alten Kanada-Rezeptheftchen nur trocken gesagt: „Fisch als Pfannkuchen? Und dazu Apfelmus?“ Ich hab erst auch geguckt wie ’n Auto, aber dann dacht ich mir: Komm Heinz, du hast schon ganz andere Kombinationen überlebt. Und was soll ich sagen: Das Ding ist bodenständig, macht satt und passt erstaunlich gut zusammen – salzig, würzig, und dann diese süße Apfelnummer obendrauf. Akadisch eben, aus Kanada, aber mit ’nem Herz für einfache Pfannengerichte.


Wie ich auf den akadischen Fischpfannekuchen gekommen bin

Ich bin ja im Ruhrpott groß geworden: Da wurde gegessen, was auf den Tisch kam, und Hauptsache es schmeckt und macht keine große Oper. Hier unten am Bodensee gibt’s natürlich auch Fisch ohne Ende, aber man landet schnell bei den klassischen Sachen: Müllerin, Fischbrötchen, Fischsuppe – alles gut.

Der akadische Fischpfannekuchen ist mal was anderes, ohne dass man dafür exotische Geräte braucht oder sich drei Tage freinehmen muss. Das Rezept hab ich so in der Art im Internet wiedergefunden, und ich mochte die Idee: Fisch mit Kartoffel und Ei zu einem Pfannkuchen. Das ist eher „Alltagspfanne“ als „Feinschmeckerabend“. Genau mein Ding.

Zutaten, die man gut austauschen kann (ohne Stress)

Hier ist die Liste so, wie ich sie mache. Und wenn du bei ein, zwei Sachen abweichst: kein Problem. Das Rezept ist robust.

  • 450 g Fischfilet (z. B. Kabeljau, Seelachs, Zander; was halt da ist)
  • 1 EL gehackte frische Petersilie
  • 2 TL Salz
  • 3 Eier
  • 2 EL geriebene Zwiebeln
  • 2 Tassen geschälte, fein geriebene rohe Kartoffeln
  • 2 EL Mehl
  • Pflanzenöl zum Braten
  • 1 Prise Muskat
  • 1 Prise Pfeffer
  • Apfelmus zum Servieren

Heinz-Hinweise: Wenn du keine frische Petersilie hast, geht zur Not auch TK oder ein bisschen Schnittlauch. Beim Fisch: lieber ein festes Filet nehmen, dann zerfällt dir das nicht so schnell in der Masse.

Der Teig: Fisch in dünn, Kartoffel fein – dann wird’s saftig

Das Wichtigste bei der Nummer ist die Vorbereitung. Wenn du da sauber arbeitest, brät sich der Rest fast von allein.

  1. Fisch schneiden: Fischfilets in sehr dünne Scheiben schneiden. Nicht in grobe Würfel – dünn ist hier wirklich der Trick, damit sich alles gut verbindet und nachher gleichmäßig durch ist.
  2. Eier und Masse anrühren: Eier verquirlen. Dann Fisch, geriebene Kartoffeln, Mehl, geriebene Zwiebel, Petersilie und die Gewürze (Salz, Pfeffer, Muskat) dazugeben und alles gut vermischen.

    Die Masse ist eher wie ein dicker Kartoffelpufferteig, nur eben mit Fisch drin. Wenn’s dir zu flüssig vorkommt: ein Hauch Mehl dazu. Wenn’s zu fest ist: ein kleines bisschen Ei oder ein Löffel Wasser – aber meistens passt das so.

Braten ohne Hektik: goldbraun in 3–4 Minuten pro Seite

In der Pfanne entscheidet sich, ob das ein schöner Pfannekuchen wird oder ein „leckeres Durcheinander“. Beides kann man essen, aber ich mag’s lieber ordentlich.

  1. Öl erhitzen: Pflanzenöl in einer Bratpfanne erhitzen. Mittlere Hitze reicht. Zu heiß bedeutet: außen dunkel, innen noch roh. Das braucht keiner.
  2. Ausbacken: Teig mit einer Schöpfkelle ins heiße Öl geben und gleichmäßig verteilen. Von beiden Seiten jeweils 3–4 Minuten goldbraun backen.
  3. Abtropfen & warmhalten: Auf Küchenpapier (Krepppapier) abtropfen lassen und warmstellen.

Kleine-Küche-Tipp (Wohnmobil-tauglich): Wenn du nur eine Pfanne hast, mach lieber kleinere Pfannkuchen. Die lassen sich einfacher wenden und sind schneller durch. Und warmhalten geht notfalls auf einem Teller mit umgedrehter Schüssel drüber – spart Platz und hält die Wärme ganz gut.

Servieren: Warum Apfelmus hier wirklich Sinn macht

Ich weiß, klingt erstmal komisch: Fisch und Apfelmus. Aber das ist wie bei Kartoffelpuffern – da funktioniert’s ja auch. Die Kartoffel im Teig bringt schon diese herzhafte Basis, der Fisch macht’s würzig und saftig, und das Apfelmus setzt oben drauf einen süßen Kontrast. Das ist nicht geschniegelt, das ist einfach stimmig.

Ich stell Apfelmus und Pfeffer auf den Tisch, dann kann sich jeder nehmen, wie er will. Und wenn einer sagt, er braucht dazu lieber ’nen Klecks Schmand oder eine Zitronenspalte: soll er machen. In meiner Küche gibt’s keine Glaubensfragen, nur Abendessen.

Akadischer Fischpfannekuchen

Akadischer Fischpfannekuchen

Portionen 6 Portionen

Zutaten
  

  • 450 g Fischfilet
  • 1 EL gehackte frische Petersilie
  • 2 TL Salz
  • 3 Eier
  • 2 EL geriebene Zwiebeln
  • 2 Tassen geschälte fein geriebene rohe Kartoffeln
  • 2 EL Mehl
  • Pflanzenöl
  • eine Prise Muskat
  • eine Prise Pfeffer
  • Apfelmus 

Und so wird's gemacht:
 

  • Fischfilets in sehr dünne Scheiben schneiden. Mit den zuvor verquirlten Eiern, der geriebenen Kartoffel, dem Mehl, der Zwiebel, Petersilie und den Gewürzen gut vermischen.
  • Das Öl in einer Bratpfanne erhitzen. Den Teig mit einer Schöpfkelle in das heiße Öl gießen und gleichmäßig verteilen. Von beiden Seiten 3 bis 4 Minuten bei mittelgroßer Hitze goldbraun backen. Auf Kreppapier abtropfen lassen und warmstellen.
  • Mit Apfelmus servieren.

Bitte beachten Sie: Angezeigte Bilder und/oder Videos der Gerichte sind KI-generiert und können vom Aussehen des tatsächlich gekochten Gerichts abweichen.