Citronfromage (Zitronensouffle)

Inhalt
- Warum ich Citronfromage so gerne mache
- Zutaten, die du fast immer bekommst (und was man tauschen kann)
- So wird die Zitronenmasse schön stabil (ohne Stress)
- Der Moment mit Sahne und Eischnee: vorsichtig, dann wird’s fluffig
- Kühlen, servieren, fertig – und im Wohnmobil klappt’s auch
- Citronfromage (Zitronensouffle)
Neulich hat meine bessere Hälfte im Supermarkt so eine richtig schöne, dicke Zitrone in die Hand genommen und gesagt: „Die riecht nach Urlaub.“ Da musste ich lachen – Urlaub ist bei uns manchmal einfach ein Nachmittag auf dem Balkon oder später im Wohnmobil am Bodensee. Jedenfalls hatte ich danach Lust auf was Frisches, das nicht schwer im Magen liegt. Und da ist mir dieses dänische Citronfromage eingefallen: Zitronensoufflé ohne Backofen, eher wie eine luftige Creme. Macht wenig Arbeit, sieht aber nach mehr aus.
Warum ich Citronfromage so gerne mache
Das Schöne an dem Dessert ist: Es ist leicht, zitronig und hat diese fluffige Mousse-Nummer, ohne dass man dafür ein Profi sein muss. Ich hab das Rezept vor längerer Zeit mal im Netz aufgeschnappt und ein paar Mal ausprobiert, bis es bei mir zuverlässig klappt.
Im Ruhrpott hätten wir früher wahrscheinlich einfach „Zitronencreme“ gesagt und gut. In Dänemark klingt’s feiner, aber am Ende zählt: Löffel rein, Augen zu, passt.
Zutaten, die du fast immer bekommst (und was man tauschen kann)
Für 4 Portionen:
- 1 Pk Gelatinepulver oder 6 Blatt Gelatine
- 1 unbehandelte Zitrone (Schale fein abgerieben + Saft)
- 4 frische Eier (getrennt)
- 75 g Haushaltszucker
- 150 ml Schlagsahne
- optional, aber sinnvoll: 1 Prise Salz fürs Eiweiß
Zum Tauschen, wenn’s sein muss:
- Zucker: Ich bleib hier beim normalen Zucker. Süßstoff geht, aber der Geschmack wird oft etwas „kantiger“. Wenn du Süßstoff nutzt: langsam rantasten.
- Zitrone: Nimm wirklich eine unbehandelte, weil die Schale mit rein soll. Wenn du nur Saft nimmst, fehlt was.
- Sahne: 30% funktioniert ganz normal. Mehr Fett schadet nicht, aber muss nicht.
So wird die Zitronenmasse schön stabil (ohne Stress)
Ich mach mir alles vorher bereit: Schüssel, Schneebesen, ein Topf fürs Wasserbad und – wenn vorhanden – eine Schüssel mit kaltem Wasser und ein paar Eiswürfeln zum Abkühlen. Dann läuft das ruhig durch.
- Gelatine vorbereiten: Gelatine in kaltem Wasser quellen lassen. Bei Pulver nach Packung, bei Blättern einfach ein paar Minuten ins kalte Wasser legen, bis sie weich sind.
- Gelatine auflösen: Dann die Gelatine im Wasserbad auflösen. Nicht kochen lassen, nur sanft warm, bis alles klar ist.
- Eigelb-Zitronen-Mischung: Eigelb mit Zucker (oder Süßstoff), Zitronensaft und Zitronenschale verrühren. Dann die aufgelöste Gelatine dazugeben und alles im Wasserbad warm aufschlagen. Das wird etwas heller und cremig.
- Abkühlen: Jetzt wichtig: Die Mischung muss wieder abkühlen, bevor Sahne und Eiweiß rein kommen. Ich stelle die Schüssel dafür in ein kaltes Wasserbad (mit Eis, wenn da) und schlage/ rühre dabei ein paar Minuten, bis sie nur noch kühl bis lauwarm ist. Wenn sie zu warm ist, fällt dir nachher die Luftigkeit zusammen.
Der Moment mit Sahne und Eischnee: vorsichtig, dann wird’s fluffig
- Eiweiß schlagen: Eiweiß mit 1 Prise Salz steif schlagen. Es soll Spitzen ziehen, aber nicht trocken-bröselig werden.
- Sahne schlagen: Etwa 1/3 der Sahne steif schlagen (so steht’s im Rezept). Ich mache oft gleich die ganze Sahne steif und nehme dann später einen Teil zum Verzieren weg – geht auch. Wichtig: nicht zu Butter schlagen, also aufhören, sobald sie standfest ist.
- Unterheben: Erst die geschlagene Sahne unter die abgekühlte Zitronenmasse heben, dann den Eischnee. Nicht wild rühren, eher mit dem Teigschaber von unten nach oben, damit die Luft drin bleibt.
Kühlen, servieren, fertig – und im Wohnmobil klappt’s auch
Die Creme in eine Glasschüssel oder in Portionsschälchen füllen und dann ab in den Kühlschrank, bis sie fest ist. Ich rechne mit mindestens 3–4 Stunden, über Nacht ist natürlich entspannt.
Zum Servieren die restliche Sahne steif schlagen (falls noch nicht passiert) und oben drauf geben. Mehr Deko braucht’s nicht. Wenn ich gute Laune habe, reibe ich noch einen Hauch Zitronenschale drüber.
Kleiner Tipp für wenig Platz, z. B. im Wohnmobil: Ich nehme gern Schraubgläser oder kleine Becher mit Deckel. Dann kann man das Dessert auch transportieren, ohne dass es durchs Kühlschrankfach wandert.
Und wenn’s beim ersten Mal nicht perfekt aussieht: egal. Hauptsache, es schmeckt frisch und zitronig. Bei uns ist das meistens schneller weg, als ich „Citronfromage“ sagen kann.
Citronfromage (Zitronensouffle)
Zutaten
- 1 pk Gelatinepulver oder 6 Blatt Gelatine
- 1 Unbehandelte Zitrone
- Schale gerieben + Saft
- 4 Frische Eier;getrennt
- 75 g Haushaltszucker
- 150 ml Schlagsahne
Und so wird's gemacht:
- Die Gelatine in kaltem Wasser quellen lassen. Anschliessend im Wasserbad auflösen, mit Eigelb, Zitronensaft, geriebener Zitronenschale und dem Süssstoff vermischen und im Wasserbad warm aufschlagen. Anschliessend die Mischung auf Eis kaltschlagen.
- Eiweiss mit einer Prise Salz zu Eischnee schlagen und 1/3 der Sahne steifschlagen. Zuerst die Sahne, dann das Eiweiss unter die abgekühlte Zitronenmischung heben.
- Das Ganze in eine Glasschüssel oder Portionsschälchen geben und im Kühlschrank fest werden lasen. Die restliche Sahne steifschlagen und das Zitronensoufle damit verzieren.
Bitte beachten Sie: Angezeigte Bilder und/oder Videos der Gerichte sind KI-generiert und können vom Aussehen des tatsächlich gekochten Gerichts abweichen.
