Bananen-Kokos-Pudding

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Das erste Mal, als ich so einen Bananen-Kokos-Pudding auf dem Schirm hatte, war nicht im Restaurant, sondern beim Scrollen durch ein paar nigerianische Rezeptposts. Ich dachte erst: „Pudding aus dem Ofen, mit Ei, ohne Stärke?“ Klingt schräg, funktioniert aber – und am Ende kommt was raus, das irgendwo zwischen Flan, Auflauf und Mousse liegt.
Warum der Pudding im Ofen fest wird (und nicht im Topf)
Hier macht’s nicht das Puddingpulver, sondern das Ei. Die Eier stocken im Ofen und geben der Sache Halt. Dazu kommen Banane als Bindung und Süße und Kokos in zwei Formen: Milch und Raspel. Das Ergebnis ist eher „schnittfest-löffelbar“ als klassischer deutscher Vanillepudding.
Wichtig ist die Temperatur. „Mittlere Hitze“ heißt für mich: nicht Vollgas. Wenn’s zu heiß ist, wird’s schnell grisselig wie Rührei. Ich peile so 160–170 °C Ober-/Unterhitze an. Umluft geht auch, dann etwas runter.
Kokosnuss einkaufen ohne Frust: Saft drin, Geschmack dran
Bei ganzen Kokosnüssen zählt im Laden der einfache Trick: schütteln. Wenn du deutlich was gluckern hörst, ist Flüssigkeit drin. Ohne Saft ist die Nuss oft alt, das Fleisch trocken und der Geschmack flach.
Zum Öffnen mach ich’s pragmatisch: Erst den Saft ablassen (die „Augen“ anbohren), auffangen und beiseitestellen. Dann die Nuss knacken und das Fleisch raushebeln. Fein raspeln geht am besten, wenn das Fleisch nicht knochentrocken ist.
Wenn du keine Lust auf das Gefummel hast: Du kannst auch nur mit Kokosmilch und fertigen Kokosraspeln arbeiten. Der Pudding wird trotzdem gut. Der frische Kokossaft gibt halt noch mal einen sauberen, frischen Ton.
Reife Bananen sind hier keine Deko, die sind die Basis
Die Bananen sollten richtig reif sein. Mit braunen Punkten, weich, süß. Grüne oder halbreife machen das Ganze mehlig und weniger aromatisch. Ich zerdrück sie mit der Gabel, ruhig grob. Kleine Stückchen sind später ganz angenehm.
Beim Zucker: Zwei Esslöffel sind eher moderat. Mit sehr reifen Bananen reicht das meist. Wenn du’s süßer willst, nimm einen Löffel mehr. Ich würde erst mal beim Original bleiben und beim nächsten Mal anpassen.
So bleibt die Eimasse fein: Temperatur, Form und Geduld
Eier mit Zucker erst gut verrühren, dann zur Kokosmilch. Nicht wild aufschäumen, einfach sauber vermischen. Danach Banane und Kokosraspel rein, alles zusammen in eine feuerfeste Form.
Wenn du auf Nummer sicher gehen willst, stell die Form in ein Wasserbad (also in ein tiefes Blech mit heißem Wasser). Das macht die Hitze sanfter und der Pudding wird gleichmäßiger. Geht ohne auch, aber dann wirklich mittlere Temperatur und nicht dauernd die Ofentür aufreißen.
Fertig ist er, wenn die Mitte nicht mehr wackelt wie flüssiger Teig. Ein leichter „Wackler“ ist okay, der zieht beim Abkühlen nach. Zu lange drin macht ihn trocken.
Servieren kannst du ihn heiß oder kalt. Heiß ist er weicher und duftet stärker nach Kokos. Kalt wird er fester, fast wie ein leichter Kuchenpudding. Ich mag beides, kommt drauf an, ob’s Nachtisch nach dem Essen ist oder was zum Löffeln aus dem Kühlschrank.
Bananen-Kokos-Pudding
Zutaten
- 2 Kl. Kokosnüsse beim Kauf darauf achten, dass der Saft noch in der Frucht ist - schütteln
- 1/2 l Kokosmilch
- 4 reife Bananen
- 2 Esslöffel Zucker
- 4 Eier
Und so wird's gemacht:
- Den Saft der Kokosnuss entnehmen und auffangen. Das Fleisch der Kokosnuss fein raspeln.
- Die geschlagenen Eier mit Zucker zur Kokosmilch geben. Die Bananen schälen, zerdrücken und mit Kokosraspeln sowie Eimixtur vermischen. Gut vermischen und in eine feuerfeste Schüssel geben. Im Backofen bei mittlerer Hitze backen, bis der Pudding fest ist.
- Er kann heiss oder kalt serviert werden.
Bitte beachten Sie: Angezeigte Bilder und/oder Videos der Gerichte sind KI-generiert und können vom Aussehen des tatsächlich gekochten Gerichts abweichen.
