Alu Kari / Aloo Tarkari (Kartoffel-Curry)

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Die Kartoffeln waren schon gekocht, der Reis stand noch warm im Topf, und draußen trommelte der Regen gegen die Scheibe vom Wohnmobil. Für solche Abende mag ich Gerichte, die mit wenig Platz und einer einzigen Pfanne auskommen. Dieses nepalesische Kartoffel-Curry, oft Aloo Tarkari genannt, bringt ordentlich Würze in die gute alte Knolle, bleibt dabei aber angenehm schlicht.
Eine Kartoffelreise nach Nepal
Kartoffeln können ja vieles sein: Beilage zum Braten, Grundlage für einen Salat oder schlicht Pellkartoffeln mit Quark. In diesem Curry zeigen sie eine ganz andere Seite. Kurkuma färbt alles warm gelb, Ingwer und Knoblauch bringen Duft in die Pfanne, und die Chili darf je nach Tagesform mehr oder weniger mutig ausfallen.
Auf Nepal bin ich beim Stöbern nach einfachen Gerichten aus der Himalaya-Region gekommen. Dort gehören würzige Kartoffelgerichte in vielen Varianten zum Alltag. Das passt gut zu meiner Art zu kochen: keine Zirkusnummer, sondern vernünftige Zutaten, die zusammen etwas Feines ergeben.
Der Joghurt macht die Sauce mild und leicht cremig. Gerade wenn die Chili etwas beherzter geraten ist, fängt er die Schärfe gut ab. Ich nehme dafür gern einen stichfesten Naturjoghurt. Der sollte nicht eiskalt aus dem Kühlschrank in die heiße Pfanne wandern, dann bleibt er ruhiger und flockt nicht so leicht aus.
Worauf ich bei der Würze achte
Bei so einem kurzen Gericht entscheidet der Augenblick, in dem Knoblauch, Ingwer, Chili und Kurkuma ins Fett kommen. Sie sollen nur ihren Duft abgeben und nicht dunkel werden. Besonders Kurkuma kann bitter schmecken, wenn er zu lange und zu heiß brät. Da braucht man keine Stoppuhr vom Elektriker, aber ein waches Auge.
Mit der Chili halte ich es meistens vernünftig. Eine ganze Schote kann, je nach Sorte, ordentlich Alarm machen. Wer es milder mag, entfernt Kerne und helle Innenhäute oder nimmt erst einmal nur einen Teil. Nachlegen geht immer. Zu scharf gewordenes Essen wieder einzufangen, ist dagegen eine Beschäftigung, auf die ich im Urlaub gern verzichte.
Frischer Koriander ist bei diesem Kartoffel-Curry mehr als bloße Deko. Er gibt am Ende den frischen, leicht herben Gegenpol zur warmen Joghurt-Kurkuma-Sauce. Wer mit Koriandergrün gar nicht warm wird, kann glatte Petersilie nehmen. Es schmeckt dann anders, aber immer noch sehr ordentlich.
Gut für die kleine Küche und den Reisetag
Im Wohnmobil ist das ein dankbares Essen, weil man weder Ofen noch große Töpfe braucht. Sind die Kartoffeln vom Vortag übrig, geht es besonders flott. Dann steht das Curry nach einer kurzen Runde in der Pfanne auf dem Tisch. Auch daheim ist das eine gute Lösung, wenn mittags Kartoffeln gekocht wurden und abends niemand Lust auf eine große Kochaktion hat.
Butterfett passt geschmacklich sehr schön, weil es die Gewürze rund trägt und eine leichte nussige Note mitbringt. Öl funktioniert aber ebenso gut, vor allem wenn man nicht noch ein zusätzliches Glas im kleinen Küchenschrank unterbringen möchte. Im Wohnmobil hat schließlich jeder Gegenstand seinen festen Platz – sonst sucht man später das Salz unter den Wanderkarten.
Die Kartoffelwürfel sollten nicht zu klein sein. Sie dürfen beim Vermengen ruhig noch als Stücke erkennbar bleiben und sollen nicht zu Brei zerfallen. Mehligkochende Kartoffeln machen die Sauce etwas sämiger, festkochende behalten mehr Biss. Beides hat seinen Reiz.
Reis, Fladenbrot oder einfach ein Löffel Joghurt dazu
Zu Aloo Tarkari esse ich gern einfachen Basmatireis. Der nimmt die würzige Sauce gut auf und hält sich geschmacklich angenehm zurück. Fladenbrot passt genauso gut, besonders wenn man die letzten Reste aus der Pfanne damit auftunken kann. Das ist keine hohe Küche, aber eine saubere Sache.
Als Beilage reicht oft etwas Knackiges: Gurkenscheiben, ein kleiner Tomatensalat oder ein Löffel zusätzlicher Joghurt. Wer das Curry als Hauptmahlzeit auf den Tisch stellt, kann noch Kichererbsen oder ein paar gebratene Zwiebeln dazureichen. Für mich darf es aber ruhig bei Kartoffeln, Reis und einem kalten Getränk bleiben. Nach einem langen Reisetag braucht man nicht immer mehr als eine warme Pfanne und etwas Zeit am Tisch.
Alu Kari / Aloo Tarkari (Kartoffel-Curry)
Zutaten
- 500 g Kartoffeln
- 1 Stück von 2 cm Ingwer geschält fein gehackt
- 1 Chilischote; fein gehackt
- 1 Knoblauchzehe; fein gehackt
- 100 ml Joghurt
- 1/2 Tl Kurkuma
- Butterfett; oder Öl
- Salz
- Pfeffer
- 2 El Koriandergrün; gehackt
Und so wird's gemacht:
- Kartoffeln gar kochen, schälen und in kleine Wuerfel schneiden.
- Butterfett oder Öl in einer Pfanne erhitzen, Knoblauch, Chili und Kurkuma darin kurz anschwitzen. Joghurt dazugeben und für 1 oder 2 Minuten kochen. Kartoffeln untermengen, salzen und pfeffern, Pfanne zudecken und für weitere 4 bis 5 Minuten köcheln lassen. Mit dem gehackten Koriandergrün garnieren und heiss mit Brot oder Reis servieren.
Bitte beachten Sie: Angezeigte Bilder und/oder Videos der Gerichte sind KI-generiert und können vom Aussehen des tatsächlich gekochten Gerichts abweichen.
