Hushpuppies

Hushpuppies

In einer kleinen Küche hat Frittieren etwas leicht Unvernünftiges: Der Topf nimmt viel Platz ein, das Öl will aufmerksam behandelt werden, und danach riecht die Wohnung eine Weile nach Imbiss. Für Hushpuppies mache ich die Ausnahme. Diese kleinen Maismehl-Nocken sind außen trocken-knusprig, innen eher kompakt und weich – und genau diese einfache Textur macht sie als Beilage so gut.

Maismehl statt luftiger Teig

Hushpuppies werden oft mit der Küche der amerikanischen Südstaaten verbunden; diese Variante ist unter Kentucky eingeordnet. Sie erinnern auf den ersten Blick an kleine Krapfen, sind aber deutlich weniger fluffig und nicht süß. Maismehl bringt eine leicht körnige, warme Note mit, während das Weizenmehl den Teig zusammenhält.

Ich würde hier kein sehr fein gemahlenes Maismehl erwarten, das sich völlig unbemerkt im Teig auflöst. Gerade die dezente Körnung gehört dazu. Sie gibt den Nocken nach dem Ausbacken einen etwas rustikalen Biss, ohne dass sie trocken werden.

Der Teig darf bewusst fest bleiben

Die Wassermenge ist bei diesem Rezept eher ein Richtwert. Je nach Maismehl nimmt der Teig unterschiedlich viel Flüssigkeit auf. Er sollte sich mit zwei Löffeln abstechen lassen und seine Form im heißen Öl zunächst behalten. Läuft er breit auseinander, ist er zu weich; dann hilft etwas zusätzliches Maismehl.

Ich rühre den Teig nur so lange, bis keine trockenen Stellen mehr zu sehen sind. Es geht nicht um einen glatten, elastischen Teig wie für Brot. Eine etwas unregelmäßige Oberfläche ist sogar praktisch: An ihren kleinen Kanten wird sie besonders knusprig.

Goldbraun, nicht dunkel: das richtige Frittierfenster

Der Holzlöffel-Test funktioniert im Alltag zuverlässig: Steigen am Stiel kleine Bläschen auf, ist das Öl heiß genug. Noch genauer ist ein Küchenthermometer mit etwa 175 bis 180 Grad. Ist das Fett zu kühl, saugen sich die Hushpuppies voll Öl. Bei zu hoher Temperatur werden sie außen schnell dunkel, bevor der Kern gar ist.

Wichtig ist außerdem, den Topf nicht zu voll zu machen. Die Nocken brauchen Platz zum Wenden, und die Temperatur soll nach dem Einsetzen nicht stark absacken. Nach rund fünf Minuten sollten sie rundum ein sattes Goldbraun haben. Auf Küchenpapier verlieren sie direkt einen Teil des überschüssigen Fetts und bleiben angenehmer im Biss.

Wozu ich Hushpuppies am liebsten esse

Als Beilage passen sie gut zu würzigen Suppen, Bohnen, gebratenem Gemüse oder einem einfachen Krautsalat mit etwas Säure. Gerade zu Gerichten mit Sauce sind sie praktisch, weil man mit ihnen den letzten Rest vom Teller aufnehmen kann, ohne dass es förmlich wirkt.

Frisch aus dem Öl sind sie klar am besten. Falls etwas übrig bleibt, wärme ich sie am nächsten Tag kurz im Ofen auf, nicht in der Mikrowelle – dort wird die knusprige Hülle schnell weich. Mit etwas Salz direkt nach dem Abtropfen schmecken sie am klarsten nach Mais und warmem Teig, und mehr brauchen sie eigentlich nicht.

Hushpuppies

Hushpuppies

Hushpuppies sind frittierte Klöschen aus Maismehl. Sie werden traditionell zu frittiertem Catfish (Wels) serviert. 
Gericht Beilagen
Küche Kentucky

Zutaten
  

  • 1 l Speiseöl
  • 400 gr. Maismehl
  • 200 gr. Mehl
  • 1 Ei
  • 3/4 Tl Salz
  • 1/4 Tl Backpulver
  • 400 ml Milch
  • 200 ml Wasser 

Und so wird's gemacht:
 

  • Maismehl und Mehl in eine Schüssel geben. Ei, Salz, Backpulver und Milch zugeben und gründlich verkneten. Soviel Wasser zugeben, dass ein relativ fester Teig entsteht.
  • Öl in einem tiefen Topf oder in einer Friteuse erhitzen, bis ein hineingesteckter Holzlöffel Blasen bildet.
  • Mit zwei Esslöffeln etwa tischtennisballgroße Nocken formen und im heißen Fett in ca. 5 Minuten von allen Seiten goldbraun ausbacken. Dabei mehrmals wenden. Die fertigen Nocken auf  Küchenpapier abtropfen lassen.

Bitte beachten Sie: Angezeigte Bilder und/oder Videos der Gerichte sind KI-generiert und können vom Aussehen des tatsächlich gekochten Gerichts abweichen.