Die Küchen der Welt entdecken

Chicharron (Frittierte Schweineschwarte)

Chicharron (Frittierte Schweineschwarte)

Manchmal entstehen die besten Snacks aus Dingen, die man früher glatt unterschätzt hätte. Schweineschwarte zum Beispiel. Früher hätte meine Oma nur die Augen verdreht, heute weiß ich: Wenn daraus Chicharrón wird, sind plötzlich alle ganz still am Tisch. Und ja, das Tiefkühlfach spielt hier eine Mehr lesen!

Pechugas en nogada (Hühnerbrust mit Walnuß)

Pechugas en nogada (Hühnerbrust mit Walnuß)

Es gibt Gerichte, die wirken beim Lesen der Zutaten fast ein bisschen brav – und überraschen dann umso mehr auf dem Teller. Genau so ein Kandidat sind diese Pechugas en nogada. Ich erinnere mich noch gut, wie ich beim ersten Probekochen dachte: „Huhn, Walnüsse, Paprika Mehr lesen!

Matjessalat mit Kartoffeln und Speck

Matjessalat mit Kartoffeln und Speck

Matjes mal anders – wenn der Ruhrpott auf Bayern trifft und daraus ein Salat wird

Stellt euch vor: Es ist ein regnerischer Samstagnachmittag im Mai, Jonas quengelt wegen Mathe-Hausaufgaben, Lena scrollt TikTok und Thomas kommt mit diesem typischen „Na, was gibt’s denn Feines?“-Grinsen in die Küche. Ich hatte gerade frische Matjesfilets vom Wochenmarkt mitgebracht – die guten, die noch richtig perlmuttig glänzen – und dachte: Heute wird nicht der klassische Hausfrauen-Matjes mit Sahne und Äpfeln, nein, heute wird experimentiert!

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Kokospfannkuchen mit Bananen

Kokospfannkuchen mit Bananen

Ein Frühstück, das nach Süden schmeckt Fidschi war für uns kein klassisches Familienreiseziel. Zu weit, zu teuer, zu wenig planbar mit zwei Kindern. Und trotzdem ist mir diese Region erstaunlich nah, zumindest kulinarisch. Vor ein paar Jahren bin ich eher zufällig über eine Reportage gestolpert, Mehr lesen!

Frito Mallorquin (Gebratene Innereien und Gemüse)

Frito Mallorquin (Gebratene Innereien und Gemüse)

Ein Gericht für starke Nerven und ehrliche Küche Frit Mallorquí ist nichts, worüber man stolpert. Man entscheidet sich dafür. Ich erinnere mich gut an den Moment, als ich es das erste Mal gegessen habe. Kleine Bar irgendwo abseits, Mittagszeit, keine Karte, nur ein paar Töpfe Mehr lesen!

Trampo (Sommersalat)

Trampo (Sommersalat)

Mittagshitze und ein Tisch im Schatten

Trampó gehört für mich untrennbar zu Mallorca, genauer gesagt zu diesen stillen Mittagsstunden, wenn man sich automatisch in den Schatten zurückzieht. Wir waren damals mit der Familie unterwegs, keine Hotelanlage, sondern eine kleine Ferienwohnung, Ventilator an der Decke, Fensterläden halb geschlossen. Gegessen wurde spät, fast schon widerwillig, weil die Hitze alles verlangsamte. Und dann stand dieser Salat auf dem Tisch. Kühl, saftig, einfach. Genau richtig.

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Rehrücken Baden-Baden

Rehrücken Baden-Baden

  Ein stiller Respekt vor dem Wild Rehrücken Baden-Baden ist für mich kein Alltagsgericht. Es gehört zu den wenigen Rezepten, bei denen man automatisch leiser wird, sobald das Fleisch auf dem Brett liegt. Ich erinnere mich an einen Winterabend im Badischen, eingeladen bei Freunden, draußen Mehr lesen!

Eingemachtes Kalbfleisch

Eingemachtes Kalbfleisch

Ein Gericht, das leise bleibt Eingemachtes Kalbfleisch ist eines dieser schwäbischen Gerichte, die nicht auffallen wollen. Kein Sonntagsbraten, kein Festessen mit Ansage. Ich kenne es aus der Küche meiner Schwiegermutter. Dort stand es manchmal einfach auf dem Herd, wenn draußen alles grau war und niemand Mehr lesen!

Burkanu pardevejs ( Teigtaschen mit Möhrenfüllung )

Burkanu pardevejs ( Teigtaschen mit Möhrenfüllung )

 

Ein stiller Nachmittag in Riga

Lettland habe ich lange unterschätzt. Wir waren ein paar Tage in Riga, es war kühl, selbst im Sommer, und alles wirkte ein wenig zurückhaltend. Keine lauten Farben, keine großen Gesten. Genau so war auch das Essen, das uns in einer kleinen Küche serviert wurde. Burkanu pardevejs stand einfach auf dem Tisch. Teigtaschen, noch warm, leicht glänzend, ohne Erklärung. Erst beim ersten Bissen wurde klar, wie viel darin steckt.

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Metzelsupp (Schwäbische Schlachtsuppe)

Metzelsupp (Schwäbische Schlachtsuppe)

  Ein Topf voller Arbeit und Ehrlichkeit Metzelsupp ist kein Gericht, das man entdeckt. Man wächst damit auf oder man stolpert irgendwann darüber und muss sich erst einmal sortieren. In Schwaben gehörte sie zur Hausschlachtung wie das frühe Aufstehen und die kalten Hände. Ich habe Mehr lesen!

Spinatpfannkuchen

Spinatpfannkuchen

Grün auf dem Teller, ganz selbstverständlich Spinatpfannkuchen habe ich zum ersten Mal in den Niederlanden gegessen, mittags, ohne große Ankündigung. Kein Restaurant, eher eine private Küche, Kinder rannten rein und raus, irgendwer deckte nebenbei den Tisch. Die Pfannkuchen kamen aus dem Ofen, grün gefüllt, leicht Mehr lesen!

Pfannkuchen a la Orange

Pfannkuchen a la Orange

Ein Sonntagmorgen mit Blick nach Westen

Pfannkuchen a la Orange habe ich zum ersten Mal in den Niederlanden gegessen, an einem Morgen, an dem alles langsam war. Grauer Himmel, feuchte Luft, Fahrräder vor dem Fenster. Wir saßen in einer kleinen Küche, Kaffee in dicken Tassen, und auf dem Tisch stapelten sich Pfannkuchen. Nicht süß überladen, nicht schwer. Nur warm, weich und mit dieser frischen Orangennote, die alles ein bisschen heller machte.

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Geräucherte Forelle

Geräucherte Forelle

  Rauch über den Bergen Geräucherte Forelle verbinde ich mit frischer Luft und diesem besonderen Gefühl, wenn die Geräusche leiser werden. In Andorra war das so ein Moment. Ein kleiner Ort, ein Grill im Freien, die Berge ringsum erstaunlich nah. Es roch nach Holz, nach Mehr lesen!

Andorranische Lammkottelets

Andorranische Lammkottelets

Ein kurzer Halt in den Pyrenäen Andorra war nie als Ziel geplant. Es war eher ein Zwischenstopp, irgendwo zwischen Frankreich und Spanien, mit viel Asphalt, Kurven und Bergen. Wir wollten eigentlich nur tanken, vielleicht einen Kaffee trinken. Am Ende saßen wir in einem kleinen Restaurant, Mehr lesen!

Sloppy Joes

Sloppy Joes

 

Ein chaotisches Brötchen und ein Fernsehabend

Sloppy Joes habe ich zum ersten Mal nicht auf einer Reise gegessen, sondern auf dem Sofa. Später Abend, amerikanischer Film, irgendwas mit Highschool, Parkplatz und Football. Irgendwann stand dieses Brötchen im Bild, halb zerdrückt, Sauce überall. Gegessen wurde im Stehen, im Gehen, im Reden. Kein Besteck, keine Serviette, höchstens ein Schulterzucken. Ich wusste sofort: Das ist kein Gericht für schöne Teller.

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Plov

Plov

Ein Topf, viele Hände, ein Rhythmus Plov habe ich zum ersten Mal nicht gekocht, sondern beobachtet. In einer kleinen Reportage über Turkmenistan, spät abends, halb zufällig eingeschaltet. Männer standen um einen großen Topf, draußen, Wind, Staub, wenig Worte. Einer rührte, einer wartete, einer probierte. Es Mehr lesen!

Grumbeersupp mit Steinpilzen (Kartoffelsuppe mit Steinpilzen)

Grumbeersupp mit Steinpilzen (Kartoffelsuppe mit Steinpilzen)

Wenn der Herbst langsam in die Küche zieht Grumbeersupp mit Steinpilzen verbinde ich mit einem ganz bestimmten Geruch. Feuchte Erde, Laub, Pilze im Korb. Ich habe die Pfalz nicht oft besucht, aber einmal im Herbst, eher zufällig, und genau da hat sich dieses Bild festgesetzt. Mehr lesen!

Töttchen

Töttchen

Ein Topf, der Respekt verlangt

Töttchen war in meiner Kindheit nichts, was beiläufig auf den Tisch kam. Im Ruhrgebiet galt dieses Gericht als Ansage. Schon der Geruch, wenn der Topf lange auf dem Herd stand, machte klar: Das ist nichts für nebenbei. Meine Mutter kochte es selten, aber wenn, dann mit einer Ernsthaftigkeit, die sich auf die ganze Küche übertrug. Kalbfleisch, Gewürze, Zeit. Mehr brauchte es nicht.

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Dicke-Milch-Suppe (Plundermilch-Suppe)

Dicke-Milch-Suppe (Plundermilch-Suppe)

  Ein Löffel Kindheit, tief im Westen Dieses Gericht riecht nach meiner Kindheit im Ruhrgebiet. Nach schweren Töpfen auf dem Herd, nach Geduld, nach einer Küche, in der nicht viel erklärt wurde. Dicke-Milch-Suppe, bei uns meist Plundermilch-Suppe genannt, war nichts, was man sich wünschte. Sie Mehr lesen!

Aschak (Nudeltaschen mit Lauchfüllung)

Aschak (Nudeltaschen mit Lauchfüllung)

  Ein Gericht, das ich erst verstehen musste Aschak habe ich nicht auf einer Reise kennengelernt, sondern an einem verregneten Sonntagabend, eher zufällig. Ich hatte eine Reportage über Afghanistan gesehen, eigentlich wegen der Landschaften und der Geschichte. Irgendwann saßen Frauen in einer Küche, der Tisch Mehr lesen!