Die Küchen der Welt entdecken

Bigos

Bigos

Ich stand im Supermarkt vor zwei riesigen Bergen: Winterkohl und Sauerkraut. Und ich dachte nur: Wie soll das bitte in unseren WG-Topf passen? Genau so hat mein Bigos-Abend angefangen. Ein bisschen chaotisch, aber am Ende war’s so ein warmes, dunkles, würziges „Alles-wird-gut“-Essen.

Tieba ziji (Süßsaures Hühnerfleisch mit Tomatensauce)

Tieba ziji (Süßsaures Hühnerfleisch mit Tomatensauce)

Neulich an der Frischetheke hat mich eine Kundin gefragt, ob man „dieses chinesische Süßsauer“ auch ohne Fertigsauce hinbekommt. Klar geht das. Tieba ziji ist im Grunde frittiertes Huhn mit einer tomatigen Essig-Zucker-Sauce. Das ist keine Zauberei, aber ein paar Handgriffe müssen sitzen, sonst wird’s labberig Mehr lesen!

Malayische Satay-Sauce

Malayische Satay-Sauce

Neulich im Wohnmobil hat’s draußen geregnet, drinnen war’s eng, und ich wollte trotzdem was haben, das nach „weiter weg“ schmeckt. Da lande ich dann schnell bei so Sachen wie Satay-Sauce aus Malaysia. Die macht aus einfachem Grillfleisch, Gemüse oder sogar nur ’nem Stück Brot plötzlich was, wo man kurz vergisst, dass man eigentlich auf einem Parkplatz steht.

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Torate de Navidad (Weihnachtskuchen)

Torate de Navidad (Weihnachtskuchen)

An der Kasse bei uns im Markt stehe ich jedes Jahr kurz vor Weihnachten zwischen Stollen, Lebkuchen und Panettone – und denk mir: Muss das wirklich immer gleich schmecken? Irgendwann bin ich online über eine bolivianische „Torta de Navidad“ gestolpert. Viel Trockenzeug drin, ordentlich Gewürz Mehr lesen!

Irio (Gemüsebrei)

Irio (Gemüsebrei)

Manchmal brauche ich ein Essen, das gleichzeitig satt macht, freundlich ist (auch zu Kindern) und nicht die halbe Küche blockiert. Irio aus Kenia ist genau so ein Kandidat: ein herzhafter Gemüsebrei aus Kartoffeln, Erbsen und Mais, der nach „guter Basis“ schmeckt – und durch die Mehr lesen!

Saziwi (Pute in Walnusssoße)

Saziwi (Pute in Walnusssoße)

Beim Walnusskauf stehe ich manchmal länger als geplant vor dem Regal: ganze Nüsse, Bruch, geröstet, natur – und am Ende geht’s doch darum, dass die Soße nachher diese satte, leicht körnige Cremigkeit bekommt. Saziwi ist so ein Gericht, das erstmal schlicht wirkt (Pute, Nüsse, Brühe), aber am Herd merkt man schnell: Hier entscheiden ein paar Handgriffe über „ganz nett“ oder „richtig rund“. Ich habe mir die georgische Idee damals aus einem Rezept aus dem Internet herausgezogen und über die Jahre so angepasst, dass es auch in einer normalen deutschen Küche verlässlich klappt.

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Südtiroler Speckknödel

Südtiroler Speckknödel

Es gibt so Gerichte, die klingen nach Urlaub und schaffen es trotzdem, ganz unaufgeregt in den Münsterland-Alltagsplan zu passen – Südtiroler Speckknödel gehören für mich genau in diese Kategorie. Wenn draußen alles nach nasskalt aussieht und drinnen alle „Was gibt’s?“ rufen, sind diese Knödel einfach Mehr lesen!

Paprika-Monster

Paprika-Monster

Im Oktober stehe ich im Supermarkt zwischen Kürbisdeko und ernsthaftem Angebot an Mini-Schokoriegeln – und nehme am Ende drei große Paprika mit, weil sie schon ohne viel Aufwand nach „Halloween“ aussehen. Das hier sind meine Paprika-Monster: knackig, vegetarisch, ein bisschen albern, aber auf die angenehme Mehr lesen!

Carlings (Kichererbsen-Plätzchen)

Carlings (Kichererbsen-Plätzchen)

Manchmal stolpere ich über Rezepte, die klingen wie ein kleiner Insiderwitz aus einer Gegend, in der ich noch nie war. „Carlings“ ist so eins: Kichererbsen-Plätzchen aus Durham und Teesside, gefunden in einem alten Rezept-Scan, der irgendwo zwischen Facebook-Kommentaren und „macht man halt so“ herumgeisterte. Ich mag diese Art Küche. Unprätentiös, sättigend, ein bisschen rustikal – und am Ende erstaunlich gut zu einem modernen Dresdner Feierabend passend.

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Pastel de Choclo (Auflauf mit Mais)

Pastel de Choclo (Auflauf mit Mais)

Neulich stand ich im Supermarkt vor dem Maisregal und hab kurz überlegt, ob ich mich jetzt wirklich traue, aus Dosenmais einen chilenischen Auflauf zu machen – während neben mir eine ältere Dame sehr entschlossen Polenta in den Wagen räumte. Ruhrgebiet in mir so: „Mach et Mehr lesen!

Carbonade Flamande (Biergulasch)

Carbonade Flamande (Biergulasch)

Im Winter greife ich beim Bier im Laden automatisch zum Dunklen. Nicht aus Sammelleidenschaft. Sondern weil man damit ein Schmorgericht baut, das ohne viel Schnickschnack rund wird. Carbonade Flamande kommt aus dem Norden Frankreichs, da wo Belgien nicht weit ist. Und man merkt’s: Bier statt Mehr lesen!

Würzige Garnelen-Fischsuppe

Würzige Garnelen-Fischsuppe

Im Asia-Laden in Freiburg stand ich vor dieser roten Chilipaste und dachte nur: sieht harmlos aus. Spoiler: ist sie nicht. Genau damit wollte ich aber eine Suppe bauen, die nach „Wow“ schmeckt, ohne dass ich dafür drei Stunden in der Küche verschwinde. Diese würzige Garnelen-Fischsuppe ist bei mir so ein bisschen aus Neugier entstanden – und sie hat mich direkt gekriegt.

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Jug-Jug

Jug-Jug

Im Asia-Laden um die Ecke hab ich neulich ewig vor einem Regal gestanden und mich gefragt, was ich da eigentlich gerade angucke: Sorghumhirse. Ich kannte das nur so ganz vage aus „irgendwas mit Getreide“. Und dann bin ich online über Jug-Jug gestolpert, ein Weihnachts-Eintopf aus Mehr lesen!

Gebackene Zwetschgenknödel

Gebackene Zwetschgenknödel

Im Spätsommer stehst du im Laden vor den Zwetschgen und merkst sofort: Die Dinger sind heute richtig gut. Fest genug, dass sie nicht matschen, aber schon so reif, dass sie beim Backen Saft geben. Genau dann mach ich gern gebackene Zwetschgenknödel. Nicht gekocht im Wasserbad, Mehr lesen!

Conch-Salat

Conch-Salat

Die Conch-Muscheln sind hier nicht gerade Regalware. Ich bin über den Salat in einem Kochbuch gestolpert und hab ihn dann mit gutem, küchenfertigem Hummerfleisch nachgebaut. Das Prinzip bleibt gleich: feine Würfel, viel Zitrus, klare Schärfe. Kein Schnickschnack.

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Gurken-Joghurt

Gurken-Joghurt

Im Sommer merk ich’s jedes Jahr wieder: Wenn’s draußen warm ist, hab ich auf schwere Soßen und viel Brimborium keinen Bock. Da muss was Kaltes auf den Tisch, das nach zwei Minuten steht und trotzdem nach „richtig essen“ schmeckt. Dieser libanesische Gurken-Joghurt ist so ein Mehr lesen!

Würzige libysche Würste

Würzige libysche Würste

Am Metzgerstand stehe ich manchmal länger als geplant. Nicht wegen der Auslage, sondern wegen der Därme. Die braucht man selten, aber wenn man sie hat, macht man was Ordentliches draus. Dieses libysche Rezept habe ich vor einer Weile online gefunden. Die Idee mit dem sanften Mehr lesen!

Cacciucco (Toskanische Fischsuppe)

Cacciucco (Toskanische Fischsuppe)

Beim Fischhändler meines Vertrauens in Dresden kann ich ziemlich souverän wirken – bis ich anfange, nach Muräne zu fragen. Dann wird’s kurz still, und ich erinnere mich daran, dass Cacciucco zwar toskanisch ist, aber mein Alltag eben Elbe statt Livorno. Macht nichts: Diese Suppe lebt nicht von exotischen Namen, sondern von einer klaren Idee. Viel Meer, viel Tomate, ordentlich Knoblauch. Und am Ende Brot, das alles aufsammelt, was man nicht verschwenden will.

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Jablotschnyj kisel (Apfel-Kissel)

Jablotschnyj kisel (Apfel-Kissel)

Im WG-Kühlschrank lag ein Haufen Äpfel, die schon so leicht „jetzt aber“ geschrien haben. Ich wollte eigentlich nur irgendwas Schnelles machen. Dann bin ich über Jablotschnyj kisel gestolpert – so eine russische süße Suppe, irgendwo zwischen Dessert und Getränk. Klang erstmal schräg. Hat mich genau Mehr lesen!

Ajam Smoor (Geschmortes Huhn)

Ajam Smoor (Geschmortes Huhn)

Ketcap Manis ist so eine Zutat, die bei mir ewig im Kühlschrank steht und dann plötzlich einen kompletten Abend rettet. Ich hatte wenig Lust auf viel Schnippeln, aber Appetit auf etwas Dunkles, Würziges, das nach „es ist draußen grau, ich koche trotzdem“ schmeckt. Ajam Smoor Mehr lesen!